MAINZ (dpa-AFX) - Der Pharmazulieferer Schott Pharma hat sich in seinem ersten Geschäftshalbjahr überraschend erfolgreich gegen die - durch rückläufige mRNA-Impfungen bedingte - Nachfrageflaute bei Polymerspritzen gestemmt. Der Umsatz kletterte konzernweit in den ersten sechs Monaten bis Ende März um rund ein Prozent auf 488,1 Millionen Euro, wie das im Nebenwerte-Index SDax notierte Unternehmen am Mittwoch in Mainz mitteilte. Wachstumstreiber sei eine anhaltend hohe Nachfrage nach sterilen Fläschchen und Karpulen für injizierbare Medikamente gewesen, hieß es. Damit schlug sich Schott Pharma weitaus besser als gedacht, denn Analysten hatten mit einem Umsatzrückgang gerechnet.
Auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) toppte die durchschnittlichen Erwartungen der Fachleute: Es blieb mit 129,8 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau, obwohl auch eine einmalige Wertminderung auf kundenspezifische Glasspritzen im hohen einstelligen Millionenbereich anfiel. "Schott hat sich im ersten Halbjahr planmäßig entwickelt und sich auch in einem herausfordernden globalen Umfeld als widerstandsfähig erwiesen", sagte der neue Konzernchef Christian Mias laut Mitteilung. Er steht dem Konzern seit Anfang Mai vor. Finanzvorstand Reinhard Mayer hob zudem die deutlich gesunkenen Forderungen und den damit stark gestiegenen freien Barmittelfluss hervor. Die Jahresziele bestätigten die Manager./tav/la/he



