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Dr. Oliver Stolte (Alpine Trust): Newsletter - Mai 2026

Mai 2026 -

Performances

Die offensive Aufstellung des Alpine Multiple Opportunities Fund führte in den vergangenen vier Wochen zu einem sehr starken Zuwachs von +7,5%. Im bisherigen Jahresverlauf 2026 beträgt die Wertsteigerung +6,4%.

Status Quo

Die Waffenruhe im Iran hält - mehr oder weniger. Die Straße von Hormus ist wieder frei passierbar - wenig bis gar nicht. Dennoch stiegen die Aktienkurse in den vergangenen vier Wochen - wie von uns im letzten Newsletter auch erwartet - wieder an. Vor allem die sieben großen US-Technologietitel legten extrem stark zu, sodass der gesamte Nasdaq seit dem Tiefstand im März zuletzt um mehr als 25 % zulegen konnte. Dieser extremst selektive Anstieg war für uns Anlass - was für uns durchaus selten ist - unsere Aktienquote in US-Technologie jüngst um die Hälfte zu reduzieren und die Position nun bewusst in Cash zu halten.

Gold notierte in Summe seitwärts und bewegt sich aktuell charttechnisch im Niemandsland. Wir vermuten, dass die großen Goldkäufe der Despotenstaaten, die sich unabhängiger von ihren US-$-Reserven machen wollten, nun zum Erliegen gekommen sind.

Hierfür spricht auch, dass der US-$ zwar noch jüngst bis auf 1,17-1,18 US-$/€ schwächer wurde, jedoch die bisheriger Dynamik in Richtung 1,23-1,25 US-$/€ ausblieb.

Outlook

Auch wenn wir jüngst rund 20-25% Cash aufgebaut haben, so ändert dies nichts an unserem mittelfristigen Optimismus für die Aktienmärkte - insbesondere in USA, China sowie den Sektoren Defence, Wasser und Wasserstoff.

Dennoch könnten wir uns in den nächsten Tagen einen Rücksetzer von 10-15% insbesondere in den kürzlich so stark nach oben gelaufenen US-Technologie-Schwergewichten vorstellen. Diesen Rücksetzer würden wir unmittelbar zum Wiederaufbau nutzen!

Völlig unverändert seit Oktober 2022: Wir befinden uns in der Welle 3 von 5. Diese ist nun schon signifikant überlang. Insofern stellt sich immer mehr die Frage, inwieweit noch eine Welle 4 bei diesen politischen Rahmenbedingungen kommen wird. Oder ob am Ende dann letztlich bei einer überlangen Welle 3 bis in die Jahre 2027/28 bleibt, die dann direkt in eine fünf-wellige Abwärtskorrektur führen wird.

Inwieweit die Edelmetalle - und vor allem Silber - wieder in normalere Verhältnisse hinsichtlich Volatilität und grundsätzlicher Wertentwicklung kommen bleibt fraglich. Nach dem zuletzt exponentiellen Anstieg und dann drastischen Abschlag ist die Anlage als safe-haven weiterhin nicht mehr geeignet.

Wir sehen aktuell eine nur noch geringe Schwäche im US-$ - vielmehr scheint die Spanne 1,14-1,19 US-$/€ zunehmend manifestiert.

Bei dieser Betrachtung wären die 1,2076 US-$/€ am 2.2.26 lediglich ein false-breakout gewesen, der eben nicht den Weg bis 1,23-1,25 US-$ frei gemacht hat. Diese Betrachtung fortführend könnten bei Amtsübergang von Powell auf Warsh in den nächsten Tagen dann auch zügig erste Zinssenkungen folgen, die den US-$ auch unter 1,14 US-$/€ erstarken lassen könnten. Stärkere Zinssenkungen wären ein weiterer Boost für die US-Wirtschaft und potentiell auch ein Schub für den US-$.

Grundsätzlich zeigen Währungen Schwäche, wenn die Zinsen gesenkt werden, da Anleger die Währung mangels nun attraktiver Rendite eher verkaufen. Im vorliegenden Fall waren die zu hohen US-Zinsen unseres Erachtens aber viel mehr das Ergebnis eines jahrelangen Konflikts zwischen dem ausscheidenden FED-Vorsitzenden Powell und dem amtierenden US-Präsidenten Trump. Entsprechend sollten sich nun durch Zinssenkungen die US-Wachstumsphantasien stärker auf den US-$ auswirken als die nachlassende Attraktivität der US-Renditen.

© 2026 Asset Standard
SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen
Raumfahrt-Aktien gehören aktuell zu den heißesten Wetten an den Börsen. Spätestens mit dem spektakulären Börsengang von SpaceX ist der Sektor endgültig im Fokus der Anleger angekommen. Fantasien rund um Satellitenkommunikation, Rechenzentren im All und neue Geschäftsmodelle treiben die Kurse immer weiter nach oben.

Doch während die Begeisterung steigt, werden auch die Risiken größer. Viele Space-Start-ups sind inzwischen extrem hoch bewertet, arbeiten noch nicht profitabel und hängen stark von stetigem Kapitalzufluss ab. Schon kleine Rückschläge könnten die ambitionierten Wachstumspläne ins Wanken bringen.

Für Anleger, die vom Boom der Raumfahrt profitieren wollen, lohnt sich daher ein Perspektivwechsel. Statt auf überhitzte Pure Plays zu setzen, rücken etablierte Konzerne in den Fokus – Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung, stabilen Cashflows und engen Verbindungen zu Raumfahrtagenturen wie NASA und ESA.

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