05.05.2026 -
Auf den ersten Blick zeigt sich die Weltwirtschaft auch im Frühjahr 2026 bemerkenswert robust. Trotz militärischer Konflikte, geopolitischer Spannungen und zahlreicher politischer Unsicherheiten sind die großen Wachstumslinien intakt. Der Technologiesektor und die Gesundheitswirtschaft wachsen weiterhin deutlich schneller als die Gesamtwirtschaft und haben ihre strukturelle Dominanz auch im zurückliegenden Jahr bestätigt. Am Beispiel der USA lässt sich dies besonders klar erkennen: Während das gesamtwirtschaftliche Wachstum real bei rund zweieinhalb Prozent lag, expandierte der Technologiesektor mit einem Vielfachen dieses Tempos, ebenso der Gesundheitssektor. Klassische Industrie- und Konsumbereiche blieben dagegen erneut deutlich zurück. Diese Entwicklung ist kein zyklisches oder temporäres Phänomen, sondern Ausdruck langfristiger säkularer Kräfte. Der demografische Wandel, insbesondere die Alterung der Gesellschaften in China, Europa und den USA trifft auf einen medizinisch-technischen Fortschritt, der sich kontinuierlich beschleunigt. Parallel dazu setzt sich die Digitalisierung nicht nur fort, sondern gewinnt durch die KI an Tiefe, Reichweite und wirtschaftlicher Relevanz. An diesem makroökonomischen Weltbild hat sich demnach nichts verändert.
