Die Reaktion der Börse auf die jüngsten Quartalszahlen von Gesco fiel überraschend verhalten aus. Dabei lieferte die Industrieholding operativ durchaus positive Signale. Zwar gingen die Erlöse leicht auf 121,0 Mio. Euro zurück, gleichzeitig verbesserte sich jedoch die Auftragslage spürbar. Der Auftragseingang legte um 4,6 Prozent auf 138,2 Mio. Euro zu und deutet damit auf eine bessere Auslastung in den kommenden Quartalen hin.
Auch auf der Ergebnisseite zeigte sich eine klare Verbesserung. Das Periodenergebnis erhöhte sich deutlich um mehr als ein Drittel auf 2,8 Mio. Euro. Damit setzt sich die Erholung fort, die sich bereits nach dem schwachen Vorjahr abgezeichnet hatte.
Die Zurückhaltung vieler Anleger dürfte vor allem mit dem Ausblick zusammenhängen. Für das Gesamtjahr plant Gesco einen Umsatzanstieg auf 515 bis 530 Mio. Euro sowie eine kräftige Ergebnisverbesserung auf 15 bis 20 Mio. Euro. Nach den Prognoseanpassungen im Vorjahr wird am Markt offenbar hinterfragt, wie realistisch diese Ziele sind.
Im Analystengespräch verwies das Management allerdings auf mehrere konkrete operative Hebel. Neben einer besseren Nachfrageentwicklung sollen insbesondere Effizienzmaßnahmen und Optimierungen innerhalb der Gruppe die Profitabilität erhöhen. Vor diesem Hintergrund wirkt die Bewertung der Aktie weiterhin vergleichsweise moderat.
(aktien-global.de, erstellt 18.04.26, 13:48 Uhr, veröffentlicht 18.04.26, 13:56 Uhr, bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu potenziellen Interessenkonflikten: https://www.aktien-global.de/impressum/)
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