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XETRA-SCHLUSS/DAX schließt auch dank SAP im Plus

DJ XETRA-SCHLUSS/DAX schließt auch dank SAP im Plus

DOW JONES--Etwas fester ist der deutsche Aktienmarkt am Dienstag aus dem Handel gegangen. Der DAX schloss 0,4 Prozent höher bei 24.401 Punkten. Am Mittag hatte der Index mit rund 24.690 Punkten noch deutlich höher notiert. Eine leichter tendierende Wall Street wie auch erneut steigende Renditen am Anleihemarkt forderten am Nachmittag ihren Tribut. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen stieg auf knapp 3,20 Prozent, an dieser Marke kamen jüngst Käufer an den Markt. Sollten sie diesmal wegbleiben, kann es für die Zinsen nochmals ein Stück nach oben gehen. Vor allem mit Blick auf die infolge steigender Energiepreise anziehende Inflation werden hier höhere Risikoprämien gefordert. Die Nachrichtenlage im Iran-Krieg ändert sich gefühlt mehrmals täglich, während der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus nahezu zum Erliegen gekommen ist. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine dauert unverändert an, wobei sich gefühlt die Nachrichtenlage momentan für die Ukrainer verbessert. In diesem Umfeld notiert das Barrel Öl der Sorte Brent relativ stabil nahe 110 Dollar.

Umschichtungen im Technologiesektor

Nachdem der KI-Hype vor allem die Aktien der Chip- und Hardwarehersteller beflügelt hat, bevorzugen Investoren aus dem Sektor der Technologiewerte nun die Software-Unternehmen. Diese wurden in den vergangenen Monaten gemieden, da befürchtet wurde, dass ihre Geschäftsmodelle wie "Software as a Service" stark unter dem Einsatz der Künstlichen Intelligenz leiden würden. Während der KI-Hype das Wachstum und die Multiples von Infineon und Co beflügelte, dreht sich momentan das Blatt. So ging das DAX-Schwergewicht SAP gleich 6 Prozent höher aus dem Handel, Infineon verloren dagegen 2,6 und Siemens Energy um 1,3 Prozent. Aber auch eine Nemetschek-Aktie haussierte um 10 Prozent, eine Atoss Software Software legte um fast 14 Prozent zu.

Ottobock schlossen 11 Prozent im Minus. Belastend wirkte ein Bericht des Finanzinvestors Grizzly Research. In diesem wird dem Prothesenhersteller eine "aggressive Bilanzierungsmetrik" vorgeworfen. Ottobock-Sprecherin Merle Florstedt erklärte auf Anfrage, dass das Unternehmen die Vorwürfe von Grizzly zurückweise.

Trotz eines zurückhaltenden Ausblicks auf das laufende Geschäftsjahr 2026/27 ging es für Hornbach 1,8 Prozent nach oben. Das Unternehmen rechnet mit einem Nettoumsatz auf oder leicht über Vorjahresniveau von 6,4 Milliarden Euro sowie einem bereinigten EBIT auf dem Vorjahresniveau von 264,7 Millionen Euro.

=== 
Index      zuletzt +/- % +/- % YTD 
DAX       24.401  0,4    -0,3 
DAX-Future    24.434  0,0    -1,6 
XDAX       24.389  0,8    -0,8 
MDAX       31.332  -0,3    2,3 
TecDAX      3.901  0,9    7,9 
SDAX       18.254  -1,0    6,3 
zuletzt    +/- Ticks 
Bund-Future   123,93  -25 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/cln

(END) Dow Jones Newswires

May 19, 2026 11:52 ET (15:52 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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