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MÄRKTE USA/Leichter - Zurückhaltung vor Nvidia-Zahlen und Fed-Protokoll

DJ MÄRKTE USA/Leichter - Zurückhaltung vor Nvidia-Zahlen und Fed-Protokoll

DOW JONES--Leichter haben die US-Börsen den Handel am Dienstag beendet. US-Präsident Donald Trump verzichtet vorerst nach eigener Aussage auf einen eigentlich für Dienstag geplanten Angriff auf den Iran. Anleger werteten dies als Hinweis, dass die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA weiterlaufen. Trump warnte jedoch, das US-Militär sei bereit, jederzeit einen vollständigen, groß angelegten Angriff auf den Iran durchzuführen, falls kein akzeptables Abkommen erreicht werde. Doch stützten die Aussagen nur bedingt. Denn die Rally der Halbleiteraktien verlor weiter an Schwung, und Anleger neigten zu Gewinnmitnahmen.

Allerdings ließ der Verkaufsdruck im Handelsverlauf etwas nach, als Präsident Trump Zweifel an der Unabhängigkeit der US-Notenbank besänftigte: Der neue Chef der Federal Reserve, Kevin Warsh, könne "tun was er will", sagte er. Warsh wird am Freitag vereidigt. Trump hatte seit Beginn seiner Amtszeit immer wieder versucht, Einfluss auf die Geldpolitik der Fed zu nehmen, und den bisherigen Amtsinhaber Jerome Powell wiederholt gedrängt, die Zinsen zu senken. Am Mittwoch wird das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung veröffentlicht, der letzten unter Powell.

Der Dow-Jones-Index fiel um 0,7 Prozent auf 49.364 Punkte. Der S&P-500 verlor 0,7 Prozent und der Nasdaq-Composite 0,8 Prozent. Den 803 (1.614) Kursgewinnern an der Nyse stand eine Überzahl von 1.962 (1.159) -verlierern gegenüber. Unverändert schlossen 51 (863) Titel.

"Die mangelnde Klarheit über diplomatische Fortschritte und das Risiko einer neuerlichen Eskalation lassen die Märkte weiterhin vorsichtig agieren", urteilte Marktstratege Zaheer Anwari von The Revacy Fund mit Blick auf den Iran-Krieg.

Für Zurückhaltung im Sektor sorgten die am Mittwoch nach US-Börsenschluss anstehenden Quartalszahlen des KI-Dickschiffs Nvidia. Diese könnten den Hype um KI-Chips erneut entfachen, bergen aber auch Enttäuschungspotenzial für den Sektor - gerade weil die Hoffnungen des Marktes so hoch sind. Der Kurs sank um 0,8 Prozent. Zudem warten Anleger gespannt auf den Börsenprospekt von SpaceX, der voraussichtlich in den kommenden Tagen eingereicht werden wird.

Die Renditen der US-Staatsanleihen setzten ihren Höhenflug fort. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen stieg um 4 Basispunkte auf 4,66 Prozent. Die Trump-Ankündigung, einen geplanten Militärschlag gegen den Iran zu verschieben, hat die Lage zwar nach Aussage von Marktbeobachtern etwas entspannt, die Inflationssorgen aber nicht ausgeräumt.

Die Ölpreise, deren Anstieg die Inflationsängste befeuert hatte, kamen geringfügig zurück. Ben Hoff von Societe Generale verwies auf Maßnahmen wie die Freigabe von strategischen Reserven, den Abbau von Lagerbeständen und geringere chinesische Ölimporte, die vorübergehend die Versorgungsengpässe gemildert hätten. Dies dürfte aber nicht von Dauer sein. Das System stehe akut unter Stress. Hoff geht davon aus, dass sich das Defizit ab Mai vergrößern wird. Selbst wenn die Straße von Hormus Anfang Juni wieder geöffnet würde, dürften die Endverbraucher frühestens Ende Juli Erleichterungen spüren.

Der Dollar-Index gewann 0,1 Prozent, und der Goldpreis gab deutlicher nach. Die Spekulation auf Leitzinsanhebungen wegen der ölpreisbedingten Inflation belastete das Edelmetall.

Am Aktienmarkt stiegen Home Depot um 0,9 Prozent nach Vorlage von Erstquartalszahlen. Der Baumarktbetreiber verbuchte Gewinne über Marktschätzungen. ServiceNow verloren im Zuge von Gewinnmitnahmen 1,6 Prozent, nachdem sie zuvor davon profitiert hatten, dass die Bank of America die Beobachtung des Softwareunternehmens mit einer Kaufempfehlung wieder aufgenommen hatte.

Agilysys sprangen um 12,4 Prozent nach oben, nachdem der Anbieter von Software für das Gastgewerbe im vierten Geschäftsquartal die Gewinn- und Umsatzerwartungen übertroffen hat. Es war das 17. Quartal in Folge mit Rekordumsätzen. Nach Auflage einer Wandelanleihe büßten Akamai Technologies 6,2 Prozent ein.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          49.363,88  -0,7  -322,24    49.686,12 
S&P-500         7.353,61  -0,7   -49,44    7.403,05 
NASDAQ Comp      25.870,71  -0,8  -220,02    26.090,73 
NASDAQ 100       28.818,84  -0,6  -175,52    28.994,37 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,11 +0,02    4,14      4,05 
5 Jahre           4,32 +0,04    4,35      4,24 
10 Jahre          4,66 +0,04    4,69      4,59 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 18:05 
EUR/USD          1,1605  -0,4  -0,0050     1,1655   1,1647 
EUR/JPY          184,61  -0,3  -0,5200     185,13  185,0000 
EUR/CHF          0,9153  +0,1   0,0011     0,9142   0,9150 
EUR/GBP          0,8659  -0,2  -0,0016     0,8675   0,8673 
USD/JPY          159,08  +0,2   0,2500     158,83  158,8300 
GBP/USD          1,3396  -0,3  -0,0037     1,3433   1,3424 
USD/CNY          6,8144  +0,2   0,0144     6,8000   6,8000 
USD/CNH          6,8163  +0,3   0,0174     6,7989   6,8009 
AUS/USD          0,7107  -0,8  -0,0059     0,7166   0,7157 
Bitcoin/USD      76.846,60  -0,0   -21,95    76.868,55 76.272,57 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         107,77  -0,1   -0,07     108,66 
Brent/ICE         111,37  -0,7   -0,73     112,10 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.485,69  -1,8   -80,29    4.565,98 
Silber           73,85  -4,9   -3,82      77,67 
Platin         1.923,06  -2,9   -56,54    1.979,60 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln

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May 19, 2026 16:12 ET (20:12 GMT)

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