LUDWIGSHAFEN (dpa-AFX) - Der weltgrößte Chemiekonzern BASF arbeitet mit Hochdruck daran, die Kosten im Konzern zu senken. Vorstandschef Markus Kamieth kündigte ein weiteres Sparprogramm an, mit dem bis zum Jahr 2029 die Kosten im Kerngeschäft um bis zu 20 Prozent gedrückt werden sollen.
Das neue Programm wird dem BASF-Chef zufolge zu weiteren Jobkürzungen im Konzern führen. Das bestätigte Kamieth im Gespräch mit dem "Handelsblatt" (Mittwoch). "Es ist eines der größten Optimierungsprogramme für die BASF, ein neues Betriebssystem für den Konzern", sagte der Manager. "Es wird zu einem neuen Kerngeschäft mit weniger Personal führen." Personalkosten sollen einen großen Teil der angestrebten Einsparungen ausmachen.
BASF kämpft mit zu geringer Auslastung
Es sei keine Reaktion auf eine sich möglicherweise weiter verschlechternde Konjunktur, sagte Kamieth. "Das Projekt war von Beginn an in unserer 2024 vorgestellten Strategie verankert, jetzt setzen wir es um."
BASF kämpft mit einer zu geringen Auslastung vor allem am Stammwerk Ludwigshafen. Der Dax -Konzern hat deshalb mehrere milliardenschwere Sparprogramme aufgelegt, inklusive umfangreichem Stellenabbau. Rund 2.800 Jobs sind nach Angaben des Vorstands bei der BASF SE in Ludwigshafen seit Anfang 2024 weggefallen.
Standortvereinbarung für Ludwigshafen
Bis Ende 2028 verzichtet BASF auf betriebsbedingte Kündigungen in Ludwigshafen und investiert Milliarden im dortigen Stammwerk. Darauf hatten sich der Konzern und die Arbeitnehmervertretungen Ende 2025 in einer neuen Standortvereinbarung verständigt.
Im ersten Quartal des laufenden Jahres gab es bei dem Chemiekonzern weltweit 106.428 Beschäftigte und damit rund 5.000 weniger als im ersten Quartal des Vorjahres. Im Stammwerk arbeitet mit etwa 33.000 Menschen rund ein Drittel der weltweiten Beschäftigten./wo/DP/jha




