DJ GSK erzielt teilweisen Therapieerfolg mit Hepatitis-B-Wirkstoff
Von Adria Calatayud
DOW JONES--GSK hat mit einem Medikamentenkandidaten gegen Hepatitis B einen teilweisen Therapieerfolg erzielt. Fast ein Fünftel der Patienten, die an zwei zulassungsrelevanten klinischen Studien teilnahmen, seien geheilt worden, teilte der britische Pharmakonzern mit.
Die am Donnerstag von GSK veröffentlichten Ergebnisse aus zwei Phase-3-Studien für das Medikament Bepirovirsen zeigten, dass 19 Prozent der Hepatitis-B-Patienten, die an den Studien teilnahmen, nach einer sechsmonatigen Behandlung eine funktionelle Heilungsreaktionsrate erreichten. Bei einer kleineren Gruppe von Patienten mit geringerer Viruslast lag die funktionelle Heilungsrate demnach bei 26 Prozent.
GSK-CEO Luke Miels will die Markteinführung der in der Entwicklung befindlichen Medikamente beschleunigen, um anstehende Patentabläufe auszugleichen. Miels hob in einer jüngsten Telefonkonferenz zu den Geschäftsergebnissen Bepirovirsen besonders hervor und sagte, das Medikament werde die Behandlung von Hepatitis B grundlegend verändern. Hepatitis B ist eine schwere Leberinfektion, die zu Leberschäden, Krebs und zum Tod führen kann. Die derzeitige Standardtherapie erfordert in der Regel eine lebenslange Behandlung und erreicht funktionelle Heilungsraten von weniger als 1 Prozent.
GSK hat Zulassungsanträge für Bepirovirsen in den USA, Japan, China und Europa eingereicht, nachdem der Konzern Anfang dieses Jahres erste Daten aus den Studien veröffentlicht hatte. Die US-Zulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat eine Frist bis Oktober für ihre Entscheidung gesetzt, wie Melanie Paff, Vizepräsidentin und Leiterin der Medikamentenentwicklung für Hepatitis B bei GSK sagte.
Bei Bepirovirsen handelt es sich um eine sogenannte "Antisense-Oligonukleotid"-Injektion. Sie ist darauf ausgelegt, die Vermehrung des Hepatitis-B-Virus zu stoppen, die Konzentration eines vom Virus im Blut gebildeten Antigens zu senken und das Immunsystem wieder zu stärken, wie der Konzern mitteilte. GSK hat das Medikament von Ionis Pharmaceuticals lizenziert.
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May 28, 2026 05:11 ET (09:11 GMT)
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