01.06.2026 -
Aktueller Marktkommentar
Die Aktienmärkte setzen ihre Rallye ungebrochen fort. Die fortschreitenden Friedensverhandlungen am Persischen Golf sowie ein fallender Öl-Preis verhalfen den europäischen Aktien zu einer starken Performance. Derweil ist in den USA der Hype um Chips, Rechenleistung und allem, was mit KI zu tun hat, das klare Zugpferd der Hausse. Dies zeigt sich auch in der geringen Breite, die die Rallye in US-Aktien aufweist: Nur wenige Einzelaktien schaffen es, eine bessere Performance als der US-Leitindex zu erzielen, da dieser von wenigen (Chips-) Unternehmen getrieben wird. Trotz der enormen Erholungsrallye seit April fühlen wir uns auch weiterhin in unserem Aktienübergewicht wohl, auch wenn wir es im Mai zuletzt reduziert hatten. Wir erwarten über die Sommermonate etwas mehr Volatilität aufgrund der schlechter werdenden Saisonalität, des IPO-Booms und der nahenden US-Zwischenwahlen. Starke ETF-Zuflüsse, positive Unternehmensdaten und ein solides Konjunktur-Momentum dürften aber das Abwärtspotenzial für Aktien in unseren Augen limitieren.
Kurzfristiger Ausblick
Das Auf und Ab der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran auf der einen und einzelnen Beschüssen auf der anderen Seite hält weiter an. Damit bleiben die Entwicklungen am Persischen Golf nach wie vor relevant für die Märkte. Darüber hinaus dürfte in der kommenden Woche auch die EZB-Tagung in den Vordergrund rücken, bei welcher eine Zinserhöhung erwartet wird. Im Fokus stehen in dieser Woche wichtige Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten. Heute werden die finalen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe (Mai) sowie die Arbeitslosenquote (Apr.) der Eurozone veröffentlicht. Morgen richtet sich der Blick auf die vorläufigen Verbraucherpreise der Eurozone (Mai). Am Mittwoch werden neben den finalen Einkaufsmanagerindizes für Dienstleistungen (Mai) der Eurozone auch die ISM-Dienstleistungsdaten (Mai) aus den USA veröffentlicht. Am Freitag folgen das finale Bruttoinlandsprodukt der Eurozone (Q1) und Arbeitsmarktdaten (Mai) aus den USA. In der Folgewoche richtet sich der Blick dann zunehmend auf den EZB-Zinsentscheid.
