Das Bundeskartellamt hat die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens im Bereich der Produktion audiovisueller Inhalte der Banijay Group N.V. (NL)/LOV Group Invest S.A.S. (FR) und All3Media (UK)/RedBird Capital Partners Management LLC (USA) freigegeben.
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: "In Deutschland wird das Gemeinschaftsunternehmen der volumenmäßig größte Produzent von allgemeinem TV-Content für Dritte und insbesondere bei Shows und Reality-Formaten stark aufgestellt sein. Dem stehen jedoch mit RTL, ProSiebenSat.1 sowie ARD und ZDF nur wenige große Sendergruppen als Nachfrager gegenüber, die entsprechende Inhalte zudem über eigene Tochtergesellschaften selbst produzieren können."
Banijay ist ein weltweit tätiger Produzent von audiovisuellem Content und in Deutschland bereits heute eine der größten unabhängigen TV-Produktionsgesellschaften. Zur deutschen Tochtergesellschaft Banijay Germany (Köln) gehören insbesondere EndemolShine Germany und Brainpool TV, die Formate wie "Wer wird Millionär?", "TV total", "The Masked Singer", "Die Höhle der Löwen" oder "Big Brother" produzieren.
All3Media ist Teil der insbesondere im Sport- und Medienbereich aktiven Unternehmensgruppe von RedBird Capital Partners. Mit Tochtergesellschaften wie Filmpool Entertainment (Köln) zählt All3Media ebenfalls zu den bedeutenden Produzenten audiovisueller Inhalte in Deutschland. Bekannte Formate sind "Berlin - Tag & Nacht", "Richterin Barbara Salesch", "Die Verräter", "Undercover Boss" oder "Auf Streife".
Beide Unternehmen sind zwar bereits bedeutende Marktteilnehmer, durch den Zusammenschluss entsteht jedoch noch kein kritisches Maß an Konzentration in Deutschland. Dabei war zunächst zu berücksichtigen, dass Banijay und All3Media eine eher unterschiedliche Ausrichtung haben. Während Banijay besonders stark bei Formaten für die Hauptsendezeit am Abend (Primetime) ist, liegen die Stärken von All3Media eher bei Produktionen für den Vorabend (Access Primetime) und das Tagesprogramm.
Zudem steht den Produzenten in Deutschland eine stark konzentrierte Marktgegenseite gegenüber, die darüber hinaus in der Lage ist, verschiedenste Arten von TV-Content selbst zu produzieren. So produziert beispielsweise ProSiebenSat.1 das Showformat "Germany's Next Topmodel" oder "The Taste", RTL "Deutschland sucht den Superstar" oder "Bauer sucht Frau". Auch ZDF und ARD produzieren eine Vielzahl von Inhalten selbst.
Hinzu kommen von den TV-Sendern unabhängige Wettbewerber wie etwa ITV Studios mit Produktionen wie "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" (Dschungelcamp) oder "The Voice of Germany", Seapoint Productions mit "Let's Dance", Warner Bros. "ITVP" Germany mit "Der Bachelor", Leonine Studios mit "Klein gegen Groß" oder Constantin Entertainment mit "Shopping Queen".
Das Bundeskartellamt konnte das Vorhaben bereits in der ersten Prüfungsphase freigeben. Grundlage der Entscheidung waren Erkenntnisse aus früheren Verfahren im TV-Produktionsbereich, aktuelle Marktdaten sowie ergänzende Ermittlungen bei Marktteilnehmern und Branchenkennern. Danach sind durch den Zusammenschluss keine erheblichen Wettbewerbsbeeinträchtigungen zu erwarten. Das Vorhaben wurde zudem bereits in Österreich geprüft und freigegeben und in weiteren Ländern angemeldet bzw. angezeigt.
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: "In Deutschland wird das Gemeinschaftsunternehmen der volumenmäßig größte Produzent von allgemeinem TV-Content für Dritte und insbesondere bei Shows und Reality-Formaten stark aufgestellt sein. Dem stehen jedoch mit RTL, ProSiebenSat.1 sowie ARD und ZDF nur wenige große Sendergruppen als Nachfrager gegenüber, die entsprechende Inhalte zudem über eigene Tochtergesellschaften selbst produzieren können."
Banijay ist ein weltweit tätiger Produzent von audiovisuellem Content und in Deutschland bereits heute eine der größten unabhängigen TV-Produktionsgesellschaften. Zur deutschen Tochtergesellschaft Banijay Germany (Köln) gehören insbesondere EndemolShine Germany und Brainpool TV, die Formate wie "Wer wird Millionär?", "TV total", "The Masked Singer", "Die Höhle der Löwen" oder "Big Brother" produzieren.
All3Media ist Teil der insbesondere im Sport- und Medienbereich aktiven Unternehmensgruppe von RedBird Capital Partners. Mit Tochtergesellschaften wie Filmpool Entertainment (Köln) zählt All3Media ebenfalls zu den bedeutenden Produzenten audiovisueller Inhalte in Deutschland. Bekannte Formate sind "Berlin - Tag & Nacht", "Richterin Barbara Salesch", "Die Verräter", "Undercover Boss" oder "Auf Streife".
Beide Unternehmen sind zwar bereits bedeutende Marktteilnehmer, durch den Zusammenschluss entsteht jedoch noch kein kritisches Maß an Konzentration in Deutschland. Dabei war zunächst zu berücksichtigen, dass Banijay und All3Media eine eher unterschiedliche Ausrichtung haben. Während Banijay besonders stark bei Formaten für die Hauptsendezeit am Abend (Primetime) ist, liegen die Stärken von All3Media eher bei Produktionen für den Vorabend (Access Primetime) und das Tagesprogramm.
Zudem steht den Produzenten in Deutschland eine stark konzentrierte Marktgegenseite gegenüber, die darüber hinaus in der Lage ist, verschiedenste Arten von TV-Content selbst zu produzieren. So produziert beispielsweise ProSiebenSat.1 das Showformat "Germany's Next Topmodel" oder "The Taste", RTL "Deutschland sucht den Superstar" oder "Bauer sucht Frau". Auch ZDF und ARD produzieren eine Vielzahl von Inhalten selbst.
Hinzu kommen von den TV-Sendern unabhängige Wettbewerber wie etwa ITV Studios mit Produktionen wie "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" (Dschungelcamp) oder "The Voice of Germany", Seapoint Productions mit "Let's Dance", Warner Bros. "ITVP" Germany mit "Der Bachelor", Leonine Studios mit "Klein gegen Groß" oder Constantin Entertainment mit "Shopping Queen".
Das Bundeskartellamt konnte das Vorhaben bereits in der ersten Prüfungsphase freigeben. Grundlage der Entscheidung waren Erkenntnisse aus früheren Verfahren im TV-Produktionsbereich, aktuelle Marktdaten sowie ergänzende Ermittlungen bei Marktteilnehmern und Branchenkennern. Danach sind durch den Zusammenschluss keine erheblichen Wettbewerbsbeeinträchtigungen zu erwarten. Das Vorhaben wurde zudem bereits in Österreich geprüft und freigegeben und in weiteren Ländern angemeldet bzw. angezeigt.
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