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UraniumX startet heiß ersehntes Bohrprogramm mitten im neuen Uran-Superzyklus
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Jamie Coleman (MFS): Einigung in Sicht

23. bis 29. Mai 2026

Diese Woche lagen internationale Aktien nur knapp unter ihren Allzeithochs. Man hoffte auf eine baldige Verständigung über ein Ende des Krieges und die Wiederöffnung der Straße von Hormus. Die US-Zehnjahresrendite fiel um 14 Basispunkte auf 4,44%. Das Barrel Rohöl der Sorte West Texas Intermediate verbilligte sich um 10 US-Dollar auf 87,75 US-Dollar. Gemessen an Terminkontrakten auf den CBOE Volatility Index (VIX) fiel die Volatilität diese Woche von 19,4 auf 18,8.

Konjunktur

Angeblich Einigung zwischen USA und Iran, aber Trump muss noch zustimmen

Mehrere Medien berichteten am Donnerstag, dass sich die USA und der Iran auf eine 60-tägige Verlängerung des Waffenstillstands verständigt hätten. In dieser Zeit solle über das iranische Nuklearprogramm verhandelt werden. Die Schifffahrt in der Straße von Hormus würde nicht weiter behindert, weder durch Schikanen noch durch Gebühren. Der Iran habe sich bereit erklärt, innerhalb von 30 Tagen sämtliche Minen aus der Meerenge zu räumen. Die USA wiederum würden ihre Blockade in dem Umfang aufheben, wie wieder Schiffe die Straße von Hormus passieren können. Es heißt, die USA würden über eine Lockerung der Sanktionen nachdenken, und der Iran würde im Gegenzug zusichern, nicht weiter an Kernwaffen zu arbeiten. Es heißt, dass US-Präsident Trump einige Tage Bedenkzeit erbeten habe.

Am Freitag berichtete Al-Arabiya, dass der Iran angereichertes Uran nach China transferieren wolle - sofern China zusichert, es nicht an die USA weiterzureichen. Außerdem hieß es, dass der Iran einer internationalen Kontrolle seiner Nuklearanlagen zugestimmt habe.

Die Märkte sind zuversichtlich. Ölpreise und Anleihenrenditen sind diese Woche gefallen, Aktien legten weiter zu.

US-BIP nach unten korrigiert

Im 1. Quartal wuchs die US-Wirtschaft nicht so stark wie zunächst angenommen, schrieb das Bureau of Economic Analysis am Donnerstag. Annualisiert ist die Wirtschaft demnach nicht um 2%, sondern nur um 1,6% gewachsen. Hauptgründe für die Revision waren vor allem niedrigere Lagerinvestitionen und höhere Importe. Inlandskonsum und Inlandsinvestitionen, also die inländische Kernnachfrage, stiegen um 2,4% statt um 2,5%. Außerdem legten die Unternehmensgewinne um 3,3% z.Vq. und 17% z.Vj. zu, das stärkste Plus seit dem 4. Quartal 2021. Am Donnerstag wurde auch die PCE-Kerninflation veröffentlicht. Sie betrug im April 0,2% z.Vm. und 3,3% z.Vj. Die Bestellungen langlebiger Güter legten im April um beachtliche 7,9% zu, vor allem, weil mehr Verkehrsflugzeuge bestellt wurden. Die Bestellungen von Investitionsgütern ohne Flugzeuge und Verteidigung gingen hingegen um 1,1% zurück.

Kurz gefasst

Wegen des weltweiten starken Anstiegs der KI-Infrastrukturausgaben hat der taiwanesische Aktienmarkt den indischen überholt und ist nach Marktkapitalisierung jetzt die Nummer 5.

Nach einem Bericht der Financial Times von dieser Woche fordern Spanien, Frankreich, Italien und die Niederlande strengere Handelsbeschränkungen, um die europäische Industrie vor unfairen chinesischen Handelspraktiken und chinesischen Exporten zu schützen.

Goldman Sachs hat sein Kursziel für den S&P 500 diese Woche von 7.600 auf 8.000 angehoben. Für die Gewinne je Aktie werden jetzt 340 US-Dollar (+24% z.Vj.) in diesem Jahr und 385 US-Dollar (+13% z.Vj.) im nächsten Jahr erwartet. Das Gewinnwachstum sei der entscheidende Unterschied zwischen der jüngsten Rallye und früheren, bei denen nur wenige Aktien zulegten. Die Investmentbank erwartet außerdem für dieses Jahr einen Anstieg der amerikanischen Unternehmensinvestitionen um 7,8% statt wie zuvor geschätzt 6,5% - wegen der hohen KI-Nachfrage und des One Big Beautiful Bill Act (OBBBA).

Das Büro des amerikanischen Handelsbeauftragten teilte mit, dass die Zölle gegen Mexiko und Kanada während der Neuverhandlung des USMCA in Kraft blieben. Am 28. und 29. Mai will man mit Mexiko Gespräche führen.

Nikkei berichtete diese Woche, dass wegen der hohen KI-Nachfrage jetzt nicht nur Mikroprozessoren und Speicherchips knapp seien, sondern auch optische Kommunikationstechnik.

John Williams, Präsident der New York Fed, beschrieb den amerikanischen Arbeitsmarkt diese Woche als "sehr ausgewogen". Lieferkettenstörungen machten aber weiter Sorgen. Williams nannte die Geldpolitik der Fed "leicht restriktiv".

Kanadas Wirtschaft ist im 1. Quartal überraschend um annualisierte 0,1% geschrumpft, was deutlich von der Konsensprognose von 1,5% Wachstum abwich. Im 4. Quartal hat sie nach den revidierten Zahlen nicht wie zuvor angenommen um 0,6%, sondern um 1,0% nachgelassen. In drei der vier letzten Quartale ist die kanadische Wirtschaftsleistung damit zurückgegangen.

Nach einem Bericht von Reuters von Mittwoch hat die EU den Weg frei gemacht für die Abschaffung von Importzöllen auf eine Reihe von US-Gütern. Das dürfte die USA von höheren Zöllen auf Autos und andere Produkte aus der EU abhalten.

Die Bank of Canada warnte am Dienstag vor strukturellen Veränderungen am kanadischen Arbeitsmarkt. Man rechne mit weniger Neueinstellungen und weniger Entlassungen, was die Geldpolitik erschwere.

Der britische Geheimdienst schätzt, dass seit dem Einmarsch in die Ukraine fast 500.000 russische Soldaten gefallen sind.

Die mexikanische Notenbank senkte ihre Wachstumsprognose für 2026 von 1,6% auf 1,1%. Sie begründete das mit der Unsicherheit durch die Neuverhandlung des USMCA und den Krieg im Nahen Osten.

Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer kritisierte einen deutschen Gesetzentwurf, dem zufolge amerikanische Streamingdienste in den deutschen Filmsektor investieren müssten. Er nannte die Maßnahmen "diskriminierend" und "eine Verletzung" des Handelsabkommens zwischen der EU und den USA.

Im März ist der S&P Case-Shiller National Home Price Index um 0,7% z.Vj. gestiegen.

Der Konsumklimaindex des Conference Board fiel von 93,8 im April auf 93,1 im Mai.

Am Donnerstag kündigte das US-Finanzministerium die Einführung der neuen "Trump Accounts"-App an, kurz vor einem neuen steuerbegünstigten Sparprodukt für Minderjährige am 4. Juli.

Kanadas Premier Mark Carney sagte vor dem Economic Club of New York, dass sein Land mit den USA Handelsregeln für Aluminium, die Automobilindustrie und kritische Mineralien vereinbart habe.

Nächste Woche

Montag: Einkaufsmanagerindizes (PMIs) für das Verarbeitende Gewerbe (weltweit)

Dienstag: Inflation im Euroraum, JOLTS-Index in den USA

Mittwoch: Einkaufsmanagerindizes (PMIs) für den Dienstleistungssektor (weltweit), Beige Book der Fed

Donnerstag: Lohnstückkosten und Produktivität (ohne Landwirtschaft) in den USA

Freitag: Euroraum-BIP, Arbeitsmarktberichte in den USA und Kanada

Fokussiert und diversifiziert bleiben

Unabhängig vom Marktumfeld halten wir es für sehr wichtig, dass Investoren stark nach Assetklassen diversifizieren. Durch eine enge Zusammenarbeit mit Ihrem Investmentberater können Sie dazu beitragen, dass Ihr Portfolio angemessen diversifiziert ist und zu Ihren Langfristzielen, Ihrem Zeithorizont und Ihrer Risikobereitschaft passt. Diversifikation garantiert aber keine Gewinne und schützt auch nicht vor Verlusten.

Diese Informationen sowie Nennungen von Unternehmen und Einzelwerten dürfen nicht als Anlageberatung, Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Hinweis auf die Kauf- oder Verkaufsabsichten eines MFS-Produkts aufgefasst werden.

Die hier genannten Einzelwerte können, aber müssen nicht in MFS-Fonds enthalten sein. Eine vollständige Liste aller Einzelwerte von MFS-Portfolios finden Sie in deren aktuellen Jahres-, Halbjahres- oder Quartalsberichten. Vollständige Bestandsübersichten finden Sie auch in den Fondsübersichten im Abschnitt "Produkte" auf mfs.com.

Die hier dargestellten Meinungen sind die von MFS und können sich jederzeit ändern. Prognosen sind keine Garantien.

Die Performance der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.

Quellen: MFS Research, Wall Street Journal, Financial Times, Reuters, Bloomberg News, FactSet Research.

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