Nach der starken Rally der vergangenen Quartale hat die Aktie von Daldrup & Söhne zuletzt einen deutlichen Rücksetzer verzeichnet. Auslöser könnte die Prognose für das laufende Jahr gewesen sein. Zwar plant das Unternehmen auf Basis des deutlich gewachsenen Auftragsbestands eine Ausweitung der Gesamtleistung auf rund 58 Mio. Euro, doch die avisierte EBIT-Marge von 11,5 bis 13,5 Prozent blieb hinter den Erwartungen mancher Marktteilnehmer zurück.
Dabei wird leicht übersehen, dass die außergewöhnlich hohe Marge von 17,2 Prozent im Vorjahr von mehreren positiven Sondereffekten sowie besonders profitablen Projekten begünstigt war. Zudem hat sich Daldrup & Söhne in der Vergangenheit wiederholt eher konservativ bei seinen Planungen gezeigt und konnte die eigenen Zielwerte anschließend übertreffen. Die aktuelle Prognose muss daher nicht zwangsläufig als Zeichen einer schwächeren Geschäftsentwicklung interpretiert werden.
Fundamental hat sich an der attraktiven Ausgangslage wenig geändert. Der Auftragsbestand bewegt sich auf Rekordniveau, die Nachfrage nach Bohrdienstleistungen bleibt insbesondere im Geothermiebereich hoch, und für die kommenden Jahre werden weitere Großprojekte erwartet. Darüber hinaus dürfte das bereits gewonnene mehrjährige Großprojekt ab 2027 einen zusätzlichen Wachstumsschub liefern.
Vor diesem Hintergrund wirkt die jüngste Kursschwäche eher wie eine normale Konsolidierung nach dem vorangegangenen Höhenflug. Erste Stabilisierungsanzeichen waren zuletzt bereits erkennbar. Zusätzliche Aufmerksamkeit dürfte der anstehende Kapitalmarkttag auf sich ziehen. Sollte das Management dort die positiven langfristigen Perspektiven untermauern oder Hinweise auf weiteres Geschäftspotenzial geben, könnte dies der Aktie neue Impulse verleihen.
(aktien-globlal.de, erstellt 12.06.26, 11:08 Uhr, veröffentlicht 12.06.26, 11:16 Uhr, bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu potenziellen Interessenkonflikten: https://www.aktien-global.de/impressum/)
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