15.06.2026 -
Die Sitzung der Federal Reserve am Mittwoch markiert das Debüt von Kevin Warsh an der Spitze der Notenbank. Er übernimmt ein Board, in dem einerseits der ewige Zinssenkungsfetischist Stephen Miran nicht mehr anwesend ist, sich andererseits bereits im April ein großes Unbehagen aufgrund der Inflationsentwicklung gegen den impliziten "Easing Bias" eingestellt hatte. Im Ergebnis sollte das kommende Meeting zwar unveränderte Zinsen, aber den Wegfall des "Hangs zur Lockerung" und damit einen hawkisheren Unterton mit sich bringen. Wirklich spannend wird, wie sich der neue Fed-Chair zu strukturellen Dingen positioniert.Kürzere PKs, keine Forward Guidance, weniger Bedeutung für die Dots Warsh ist ein bekannter Skeptiker von langfristigen Vorab-Festlegungen. Die Fed-Kommunikation wird sich verändern: kürzere Statements, weniger Signale für die Zukunft, dafür maximale diskretionäre Freiheit von Treffen zu Treffen. Gleichzeitig wird Warsh die Bedeutung der Projektionen der FOMC-Mitglieder weiter herunterspielen - denkbar sogar, dass er gar keine Projektion einreicht, um dies demonstrativ zu machen.
Das eigentliche Kernthema ist der Bilanzabbau (QT) Warsh ist kein Freund davon, die Fed-Bilanz als Politikinstrument einzusetzen. Er wird klare Hinweise senden, dass er anstrebt, die Fed-Bilanz weiter zu verkürzen. Er könnte argumentieren, dass eine kleinere Bilanz den Inflationsdruck mittelfristig senkt und damit Spielraum für Zinssenkungen eröffnet. Tatsächlich dürften ihm aber die Knappheiten am Geldmarkt wenig Spielraum für eine weitere Bilanzreduktion lassen, da bereits im vergangenen Herbst die Liquiditätsreserven der Banken ein kritisches Niveau erreichten und Engpässe am Repo-Markt die Fed zu einer Anpassung ihres Kurses zwangen.
Kein Traumstart für die Finanzmärkte Unter dem Strich dürfte Warshs Debüt kein Traumstart für die Finanzmärkte werden. Die Aktienmärkte müssen lernen, mit der Perspektive auf weniger Liquidität umzugehen. Schlimmstenfalls könnte sogar der Fed-Put infrage gestellt werden. Und für die Rentenmärkte bedeuten die endgültige Beerdigung des Konzeptes der Forward Guidance und der möglicherweise forcierte Bilanzabbau das Risiko, dass die Laufzeitprämien (Term Premia) bei US-Treasuries nach oben tendieren und damit die Zinskurve noch steiler wird.
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Über die MainSky Asset Management AG
Seit 2001 steht die MainSky Asset Management AG für bankenunabhängige Vermögensverwaltung mit dem Fokus auf Familienvermögen, Family Offices und institutionelle Investoren. MainSky ist spezialisiert auf das Management von liquiden Assets. Mehrwert wird generiert, indem das Performancepotenzial für einzelne Märkte bzw. Marktsegmente aus makroökonomischen Fundamentalanalysen abgeleitet und die Portfoliostruktur aktiv auf die erwarteten Marktbedingungen ausgerichtet wird. Analyse und Meinungsbildung werden durch eigens entwickelte quantitative Modelle unterstützt. Dennoch gibt es keine Modellgläubigkeit und es erfolgt immer eine ökonomische Interpretation aller Informationen hin zu einem ökonomisch plausiblen Marktbild. Insgesamt verwaltet die Gesellschaft mit einem Team von acht Mitarbeitern rund 680 Millionen Euro in mehreren Spezialfonds, Managed Accounts und dem vermögensverwaltenden MainSky Macro Allocation Fund.
Über den MainSky Macro Allocation Fund
Der MainSky Macro Allocation Fund bietet Investoren Zugang zu den globalen Aktien- und Rentenmärkten und orientiert sich an der gleichnamigen und seit 2007 mit einem Track Record und einem herausragendem Rendite-Risiko-Verhältnis ausgestatteten Anlagestrategie. Der Investmentansatz konnte in der Vergangenheit durch konstant gute Ergebnisse überzeugen. Gerade in schwierigen Marktphasen wie der Finanzmarkt- und der Corona-Krise 2008 zeigte sich die Überlegenheit der Strategie durch erfolgreichen Kapitalerhalt. Grundlage des Ansatzes ist eine Makro- bzw. Top-Down-Analyse, aus der heraus das Management die jeweiligen Asset-Klassen und Marktsegmente allokiert. Die Finanzmärkte sind weitgehend mikro-effizient, aber makro-ineffizient. Das Fondsmanagement nutzt diese makroökonomischen Ineffizienzen durch eine flexible Assetklassen-, Sektor-, Faktor- & Länderallokation aus. Die Umsetzung der Aktienquote über ETFs ermöglicht zudem eine Partizipation an verschiedenen Faktorprämien (z.B. Low Volatility, Growth). Mit einer Aktienquote zwischen 25 und 75 Prozent strebt der Fonds eine mittelfristige absolute Wertentwicklung von 5-6 Prozent über der Geldmarktrendite sowie eine jährliche Ausschüttung von drei Prozent an. Der MainSky Macro Allocation Fund ist ein Artikel 8-Fonds gemäß der EU-Offenlegungsverordnung.
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