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MÄRKTE EUROPA/Gut behauptet - Siltronic stecken Kapitalerhöhung gut weg

DJ MÄRKTE EUROPA/Gut behauptet - Siltronic stecken Kapitalerhöhung gut weg

DOW JONES--Nach den Aufschlägen zu Wochenbeginn sind die europäischen Börsen mit einem kleinen Plus in den Handel am Dienstag gestartet. Nach der Erleichterung über das US-iranische Rahmenabkommen zur Beendigung des Kriegs im Nahen Osten dürften sich die Anleger nun den Zentralbanken zuwenden. Die Bank of Japan hat am Morgen die Zinssätze auf ein 31-Jahreshoch angehoben und stemmt sich damit gegen die Inflationsrisiken, die von einem kriegsbedingten Anstieg der Energiekosten ausgehen. Die japanische Zentralbank hob ihren Leitzins wie erwartet von 0,75 Prozent auf 1 Prozent an.

Der DAX rückt um 0,2 Prozent auf 24.940 Punkte vor, für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,3 Prozent nach oben. Der Preis für Brent gibt weiter um 1,3 Prozent nach auf 82,08 Dollar das Fass. Am Devisenmarkt notiert der Euro nach den Aufschlägen von gestern wenig verändert bei etwa 1,1590 Dollar. An den Anleihemärkten ist es ruhig.

Die US-Notenbank dürfte auf ihrer Sitzung am Mittwoch zwar das aktuelle Zinsniveau nur bestätigen, umso spannender wird der geldpolitische Ausblick. In der Zwischenzeit wird eine Zinserhöhung im laufenden Jahr nicht mehr vollständig eingepreist - ein wichtiger Grund für die jüngste Erholung an den Börsen. Die aktuelle Sitzung wird auch der erste Auftritt des neuen Fed-Präsidenten Kevin Warsh werden. US-Präsident Donald Trump hat diesen eingesetzt, um rasch Zinssenkungen durchzusetzen. Diesem Wunsch dürfte Warsh nicht schnell folgen.

"Vielmehr zeigen sich einige Fed-Verantwortliche unzufrieden damit, dass in dem nach der Zinssitzung veröffentlichten Kommuniqué immer noch der Hinweis auftaucht, dass sich die Notenbank über 'weitere Anpassungen' der Zinsen Gedanken macht, also über weitere Zinssenkungen", heißt es bei der Commerzbank. Dieser "Easing Bias" passt nach ihrer Ansicht nicht mehr zur konjunkturellen Lage. Vielmehr solle sich die Notenbank zumindest neutral positionieren. Bei der letzten Sitzung stimmten daher bereits drei der zwölf Mitglieder des Offenmarktauschusses gegen die geldpolitischen Beschlüsse.

Mit Blick auf den Nahen Osten harren die Anleger der weiteren Entwicklung. Das Rahmenabkommen soll am Freitag unterzeichnet werden. "Trotzdem bleiben viele Fragen offen. Gerade bei der Frage, ob die Straße von Hormus mit oder ohne Mautzahlungen befahren werden kann, gehen die Meinungen auseinander. Bisher haben die Börsen das Abkommen gefeiert. Es ist aber gut möglich, dass die verbleibende Unsicherheit auch schnell wieder an den Börsen ankommt", heißt es bei QC Partners. Technisch geht es beim DAX um die Marke von 25.000 Punkten, die der Index am Vortag getestet hat, aber nicht überwinden konnte.

Siltronic verlieren 0,4 Prozent auf 97,30 Euro. Der Waferhersteller hat im Rahmen eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens das Grundkapital um 10 Prozent gegen Bareinlagen erhöht und will mit dem Erlös das Wachstum unterstützen. Die neuen Aktien wurden zu 91 Euro platziert nach einem Xetra-Schlusskurs von 97,70 Euro. Im Handel heißt es dazu, dass der Abschlag zwar "ordentlich" gewesen sei, das Papier sich im Handelsverlauf aber rasch von den Tagestiefs erholt habe.

Nach den Abgaben vom Vortag erholen sich Rüstungswerte. Das Stimmung für den Sektor bleibt aber eingetrübt angesichts der Entwicklungen im Nahen Osten. Rheinmetall gewinnen 2 Prozent, Leonardo 1,8 Prozent oder Thales 1,7 Prozent.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.246,64  +0,3   17,21    6.229,43      7,9 
Stoxx-50        5.305,41  +0,2   10,15    5.295,26      7,9 
DAX          24.940,32  +0,2   46,31    24.894,01      1,8 
MDAX          32.662,40  +0,2   79,77    27.039,42      6,7 
TecDAX         3.991,28  -0,2   -6,94    3.091,28      10,2 
SDAX          18.444,42  -0,5   -89,72    13.062,07      7,4 
FTSE          10.441,65  +0,1   11,03    10.430,62      5,1 
CAC           8.406,37  +0,3   22,36    8.384,01      3,2 
SMI          13.707,46  -0,1   -10,08    13.717,54      3,3 
ATX           6.426,26  +0,1    5,63    6.420,63      20,7 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:28 Uhr 
EUR/USD          1,1592  +0,0   0,0002     1,1590     1,1603 
EUR/JPY          185,83  +0,0   0,0200     185,81    185,8200 
EUR/CHF          0,9213  +0,1   0,0007     0,9206     0,9203 
EUR/GBP          0,8642  +0,0   0,0002      0,864     0,8634 
USD/JPY          160,29  -0,0  -0,0300     160,32    160,1500 
GBP/USD          1,341  -0,0  -0,0002     1,3412     1,3435 
USD/CNY          6,7588  +0,0   0,0018     6,7570     6,7570 
USD/CNH          6,7606  +0,0   0,0024     6,7582     6,7583 
AUS/USD          0,7058  -0,2  -0,0013     0,7071     0,7083 
Bitcoin/USD      66.298,17  -0,3  -183,37    66.481,54   66.647,97 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         79,46  -1,6   -1,29      80,75 
Brent/ICE         82,08  -1,3   -1,09      83,17 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.329,11  +0,5   23,28    4.305,84 
Silber           69,84  -0,3   -0,18      70,02 
Platin         1.781,60  +0,8   14,35    1.767,25 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln

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June 16, 2026 03:51 ET (07:51 GMT)

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