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MÄRKTE USA/Uneinheitlich - Meta-Rally - SpaceX-Minus drückt Nasdaq-Composite

DJ MÄRKTE USA/Uneinheitlich - Meta-Rally - SpaceX-Minus drückt Nasdaq-Composite

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Nach moderaten Abgaben zum Start ist die Tendenz an der Wall Street am Mittwochmittag in New York uneinheitlich. Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,5 Prozent auf 52.595 Punkte und liegt damit fast auf einem Allzeithoch. Der breite S&P-500 steigt um 0,2 Prozent und für die technologielastigen Nasdaq-Indizes geht es nach den kräftigen Gewinnen der Vortage um bis zu 0,9 Prozent nach unten. Dass der Nasdaq-Composite deutlich schlechter abschneidet als der Nasdaq-100 ist dem kräftigen Minus von rund 9 Prozent beim Börsenneuling SpaceX geschuldet. Die Aktie ist im Composite enthalten, aber noch nicht im Nasdaq-100.

Für Gesprächsstoff sorgt die Entwicklung im Nahen Osten, nachdem US-Präsident Donald Trump eine Rückkehr zu einem umfassenden Krieg mit dem Iran abgewogen habe, zunächst aber an Gesprächen festhalten wolle, wie mit der Angelegenheit vertrauten Personen berichten. Dazu gehe es für ihn in Ordnung, wenn die Verhandlungen mit Teheran über ein Atomabkommen länger dauere. Das sorgt insgesamt für Erleichterung, abzulesen an den Ölpreisen, die um rund 2 Prozent fallen.

Im Blick haben die Akteure auch den ersten Auftritt des neuen US-Notenbankchefs Kevin Warsh auf dem geldpolitischen Symposium in Sintra. Warsh vermied dort Aussagen zum künftigen geldpolitischen Kurs.

Für Zurückhaltung dürfte derweil sorgen, dass am Donnerstag der US-Arbeitsmarktbericht für Juni auf der Agenda steht, der mutmaßlich kurzfristig die Richtung vorgeben könnte. Der ADP-Arbeitsmarktbericht für Juni zeigte unterdessen einen Stellenaufbau um 98.000 in der US-Privatwirtschaft, unter der Prognose von 110.000. Der ISM-Index für die Industrie im Juni fiel zugleich etwas stärker als erwartet, signalisiert aber weiter Expansion. Das gleiche gilt für den von S&P Global ermittelten Einkaufsmanagerindex.

Trotz der allenfalls durchwachsenen neuen Konjunkturdaten steigen die Anleiherenditen weiter. Marktteilnehmer verweisen dazu aber auch auf Positionsanpassungen zu Beginn des neuen Quartals. Die Rendite zehnjähriger Papiere legt um 4 Basispunkte auf 4,46 Prozent zu. Im Sog steigt der Dollar, der Euro kommt auf 1,1381 Dollar zurück.

Der Goldpreis kann sich nach dem jüngsten Rücksetzer wieder von der 4.000er Marke absetzen, er steigt um 76 Dollar auf 4.083.

Bei den Einzelwerten gewinnen Meta Platforms 10 Prozent, nachdem Bloomberg berichtete, dass das Unternehmen plane, Geschäftskunden den Zugang zu seiner riesigen und wachsenden KI-Rechenzentrumsinfrastruktur zu gewähren, mithin überschüssige Kapazitäten zu verkaufen. Darunter leiden die Kurse kleinerer Cloud-Anbieter wie Nebius (-13,3%) oder Coreweave (-12,5%).

Die Alcoa-Aktie büßt 9,6 Prozent ein. Der Aluminiumhersteller übernimmt die Bauxit-, Tonerde- und Aluminium-Bereiche des australischen Bergbauunternehmens South32 im Wert von bis zu 5,6 Milliarden Dollar.

Nike steigen nach einem verhaltenen Start in zwischen um fast 5 Prozent. Der US-Konzern hat im vierten Geschäftsquartal einen neuerlichen Umsatzrückgang verzeichnet angesichts andauernder Schwierigkeiten auf dem chinesischen Markt. Nike prognostiziert außerdem für den Zeitraum von März bis Ende November einen etwas höheren Umsatzrückgang als zuvor. Die Ergebnisse im Quartal seien aber besser als befürchtet ausgefallen, betonen die Jefferies-Analysten.

Im Technologiesegment verlieren nach der jüngsten Rally Micron Technology rund 9 und Marvell rund 7 Prozent. Marktteilnehmer vermuten dahinter auch Gewinnmitnahmen. Verkauft werden auch die vortags noch sehr festen Halbleiteraktien: AMD geben um über 5 und Intel um über 7 Prozent nach.

Alphabet zeigen sich unbeeindruckt davon, dass die Tochter Google in einem Kartellrechtsfall Klarna fast 2 Milliarden Dollar zahlen muss. Laut einem schwedischen Gericht hat der Suchmaschinengigant seinen eigenen Preisvergleichsdienst gegenüber dem von Klarna bevorzugt. Alphabet steigen um 0,5 Prozent.

Kroger verbilligen sich um 0,4 Prozent. Das Unternehmen übernimmt den Lebensmittel- und Apothekenhändler Giant Eagle für 1,65 Milliarden Dollar.

Parmaount Skydance gewinnen 2,6 Prozent, nachdem das Unternehmen der EU Zugeständnisse angeboten hat, um Wettbewerbsbedenken im Zusammenhang mit der geplanten 81 Milliarden Dollar schweren Übernahme von Warner Bros Discovery auszuräumen. Warner Bros Discovery steigen um 0,3 Prozent.

Getty Images teilte mit, eine Fusionsvereinbarung mit Shutterstock zu beenden, weil die britische Kartellbehörde verlangt, als Vorbedingung das Redaktiongeschäft zu verkaufen. Shutterstock stürzen um 29 Prozent ab, Getty verlieren 6,4 Prozent.

=== 
INDEX       zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      52.595,39  +0,5     +276,19    52.319,20 
S&P-500     7.514,79  +0,2     +15,43    7.499,36 
NASDAQ Comp   26.169,93  -0,2     -43,79    26.213,72 
NASDAQ 100   30.009,49  -0,9     -266,85    30.276,35 
 
US-Treasuries   Rendite  +/-    Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       4,15 +0,01      4,20      4,13 
5 Jahre       4,21 +0,03      4,26      4,20 
10 Jahre       4,46 +0,04      4,50      4,45 
 
DEVISEN      zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag    Di, 17:00 
EUR/USD      1,1381  -0,4     -0,0040     1,1421      1,1431 
EUR/JPY      184,88  -0,4     -0,7800     185,66     185,7600 
EUR/CHF      0,9204  -0,3     -0,0027     0,9231      0,9221 
EUR/GBP      0,8573  -0,4     -0,0038     0,8611      0,8612 
USD/JPY      162,42  -0,1     -0,1200     162,54     162,4900 
GBP/USD      1,3271  +0,1     0,0011      1,326      1,3270 
USD/CNY      6,7942  +0,1     0,0091     6,7851      6,7851 
USD/CNH       6,794  +0,1     0,0032     6,7908      6,7871 
AUS/USD       0,69  -0,3     -0,0019     0,6919      0,6927 
Bitcoin/USD   60.143,17  +2,5    1.478,18    58.664,99    58.392,57 
 
ROHÖL       zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex      68,36  -1,6      -1,14      69,5 
Brent/ICE      71,30  -2,3      -1,65      72,95 
 
Metalle      zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
Gold       4.082,89  +1,9      75,66    4.007,23 
Silber       60,15  +2,7      1,58      58,58 
Platin      1.583,20  +2,1      31,95    1.551,25 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/ros

(END) Dow Jones Newswires

July 01, 2026 12:29 ET (16:29 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen
Raumfahrt-Aktien gehören aktuell zu den heißesten Wetten an den Börsen. Spätestens mit dem spektakulären Börsengang von SpaceX ist der Sektor endgültig im Fokus der Anleger angekommen. Fantasien rund um Satellitenkommunikation, Rechenzentren im All und neue Geschäftsmodelle treiben die Kurse immer weiter nach oben.

Doch während die Begeisterung steigt, werden auch die Risiken größer. Viele Space-Start-ups sind inzwischen extrem hoch bewertet, arbeiten noch nicht profitabel und hängen stark von stetigem Kapitalzufluss ab. Schon kleine Rückschläge könnten die ambitionierten Wachstumspläne ins Wanken bringen.

Für Anleger, die vom Boom der Raumfahrt profitieren wollen, lohnt sich daher ein Perspektivwechsel. Statt auf überhitzte Pure Plays zu setzen, rücken etablierte Konzerne in den Fokus – Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung, stabilen Cashflows und engen Verbindungen zu Raumfahrtagenturen wie NASA und ESA.

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