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Frank Fischer (Shareholder Value): Microsoft, Meta & Co. verspielen ihren Vorsprung

06.07.2026 -

Die letzten Wochen verliefen an den Börsen eher müde und mau. Ganz so wie die sommerlichen Temperaturen - es fehlte der Antrieb. Gewinnmitnahmen waren die Folge. Doch durch die anstehenden Quartalszahlen sollte sich das Blatt wieder wenden.

Gewinnmitnahmen führen zu massiven Kursverlusten

Man kann es auch anders ausdrücken: Es wurde reichlich Luft aus den hochbewerteten Big-Tech-Werten gelassen. Allein im Juni wurden rund 2,3 Billionen US-Dollar Börsenwert bei den sogenannten Magnificent 7 vernichtet. Das entspricht mehr als der Hälfte des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Besonders schwach entwickelte sich leider auch Microsoft, ein Portfoliowert aus unserem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen und dem Frankfurter UCITS-ETF - Modern Value. Denn Microsoft steht mit einem Minus von rund 20 Prozent zu Buche. Nvidia geriet deutlich unter Druck und verlor rund 13 Prozent. Apple und Amazon gaben jeweils um etwa acht Prozent nach. Der Grund: Anleger zweifeln immer mehr an den exorbitanten Investitionen in die KI-Infrastruktur. Immerhin reden wir hier von mehreren hundert Milliarden US-Dollar. Die müssen sich erst mal in nachhaltige Rendite verwandeln.

S&P 500: Gewinnwachstum von 23 Prozent erwartet - Big-Tech hinkt hinterher

Damit richtet sich der Blick auf die anstehenden Quartalszahlen. Und hier sollten einige der Big-7 für positive Überraschungen gut sein. Doch die Latte liegt hoch. So erwartet die Deutsche Bank für den S&P 500 rund 23 Prozent Gewinnwachstum im laufenden Jahr. Und da müssten die hochbewerteten Tech-Giganten natürlich noch einiges draufsatteln, um ihre Bewertungen zu rechtfertigen. Zuwachsraten von 30 bis 40 Prozent werden hier in der Spitze schon erwartet. Das sind hohe Ziele. Dabei müssen die großen Tech-Konzerne die Rentabilität ihrer Investitionen überzeugend belegen. Und das Quartal für Quartal.

2027-Prognose: Der breite Markt wird die Big 7 outperformen

Schaut man hier mal etwas genauer in die Zukunft, dann sieht das für Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon, Meta, Nvidia und Tesla nicht sehr rosig aus. Wie mein Kollege Heiko Böhmer in seinem Investmentblog (Die Wende kommt: Qualitätsaktien sind jetzt die bessere Wahl) ausgeführt hat, könnte 2027 der breite Markt den Big-7 den Rang ablaufen. Denn für die 493 Unternehmen im S&P 500 - all jene, die nicht zu den Magnificent 7 gehören - wird ein Gewinnwachstum von 23 Prozent erwartet, während die Mag 7 selbst nur bei einem Zuwachs von 20 Prozent gesehen werden. Die Underdogs überholen das Spitzenfeld. Und wie es aussieht, verspielen Alphabet & Co. ihren Vorsprung. Nun, das sind Analystenschätzungen. Und wie die Vergangenheit gezeigt hat, liegen die auch nicht immer richtig.

Einkaufsmanagerindex signalisiert Stimmungsaufhellung

Wie dem auch sei: Es gibt auch positive Zeichen, die Anlass zur Hoffnung geben. So ist - trotz des wackeligen Abkommens zwischen den USA und dem Iran - der Ölpreis merklich zurückgekommen. Das entlastet viele Unternehmen, nicht nur in Europa, sondern auch in den USA und in Asien. Dann zeigen die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für die USA, den Euroraum und weitere große Volkswirtschaften zuletzt eine breite Stimmungs-aufhellung. Der Gesamtindex der Industrieländer stieg von 50,3 auf 51,1 Punkte, was eine an Dynamik gewinnende Expansion der Privatwirtschaft signalisiert. Die Industrie bleibt robust, insbesondere in den USA. Deutlich heterogener ist die Lage bei Dienstleistern: schwächer in Großbritannien, stabil im Euroraum und deutlich erholt in den USA und Japan. Zugleich verbessern sich die Erwartungen der Unternehmen, was für stabilere Nachfrageperspektiven spricht. Der Preisschub im Zuge des Nahostkonflikts scheint damit seinen Höhepunkt überschritten zu haben.

Deshalb bleiben wir auch optimistisch. Wir setzen weiterhin auch auf europäische Titel wie die deutsche Merck, den Billigflieger Ryanair oder auch die Allianz. Damit schaffen wir in unseren Portfolios ein Gegengewicht zu den USA, falls dort die Erwartungen von Big-Tech nicht erfüllt werden.

Dies ist eine Marketing-Anzeige. Bitte lesen Sie den Prospekt des OGAW und das KIID, bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen. Die Shareholder Value Management AG ist im Rahmen der Anlageberatung gem. § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG ausschließlich auf Rechnung und unter der Haftung der NFS Netfonds Financial Service GmbH, Heidenkampsweg 73, 20097 Hamburg tätig. Die NFS ist ein Wertpapierinstitut gem. § 2 Abs. 1 WpIG und verfügt über die erforderlichen Erlaubnisse der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Bei den dargestellten Szenarien handelt es sich um eine Schätzung der zukünftigen Wertentwicklung, die auf Erkenntnissen aus der Vergangenheit über die Wertentwicklung dieser Anlage und/oder den aktuellen Marktbedingungen beruht und kein exakter Indikator sind. Die Wertentwicklung der Produkte, hängt unter anderem davon ab, wie sich der Markt zukünftig entwickelt und der Haltedauer des Investments.

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