13.07.2026 -
Aktueller Marktkommentar
Während sich der Favoritenkreis um Frankreich, Argentinien und Spanien bei der Fußball-WM bislang sehr gut präsentierte, kamen die Börsenfavoriten zuletzt etwas unter die Räder. Halbleiteraktien, die Performance-Champions des Jahres, haben im Juli zwischenzeitlich um knapp 10 % an Wert verloren. Der KOSPI rutschte sogar kurzzeitig in einen Bärenmarkt ab. Doch trotz der strauchelnden Favoriten handeln die Leitindizes der Industrienationen weiterhin nahe ihrer Allzeithochs. Denn abseits der Indexschwergewichte performten die Märkte in der Breite relativ solide. Darüber hinaus konnten Software, Pharma und andere Sektoren, die sich dieses Jahr bislang etwas schwerer taten, bisher im Juli zulegen. Abseits der "Favoritenrotation" dominierte die Lage am Persischen Golf zuletzt wieder das Marktgeschehen. Die erneuten Kampfhandlungen im Iran sowie der rückläufige Schiffsverkehr aus der Straße von Hormus führten zu einem ordentlichen Anstieg der Ölpreise. Auch die Anleihezinsen zogen zuletzt wieder spürbar an. Dennoch fühlen wir uns in unserem Aktienübergewicht weiterhin wohl. Solide Fundamentaldaten sowie anhaltende Zuflüsse dürften Aktien stützen - auch wenn die Volatilität am Markt weiterhin erhöht bleiben dürfte.
Kurzfristiger Ausblick
Die erneuten Angriffe des Iran auf den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus und die darauffolgenden Gegenangriffe der USA bestimmten die Schlagzeilen in der vergangenen Woche. Erneute Friedensgespräche geben zumindest Hoffnung auf eine nur kurzzeitige Eskalation. Abseits der Geopolitik dürfte nun zunehmend wieder die Berichtssaison für das zweite Quartal in den Fokus rücken. Morgen geben zunächst die Verbraucherpreise aus den USA (Jun.) neue Erkenntnisse zur Entwicklung der Inflationsrate. Am Mittwoch werden neben dem BIP aus China (Q2) auch die Erzeugerpreise aus den USA (Jun.) veröffentlicht. Am Donnerstag dürften die Einzelhandelsumsätze aus den USA (Jun.) neuen Aufschluss über die Ausgabenfreude der amerikanischen Verbraucher geben. Am Freitag werden neben den finalen Verbraucherpreisen der Eurozone (Jun.) auch Daten zur Industrieproduktion aus den USA (Jun.) sowie das Verbrauchervertrauen der Universität von Michigan veröffentlicht. In der nächsten Woche findet dann noch die EZB-Tagung statt, wobei mit keiner Leitzinsveränderung gerechnet wird.
