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Dr. Oliver Stolte (Alpine Trust): Newsletter - Juli 2026

Juli 2026 -

Performances

Die offensive Aufstellung des Alpine Multiple Opportunities Fund führte in den vergangenen vier Wochen zu einer positiven Wertentwicklung von +1,4%. Im bisherigen Jahresverlauf 2026 beträgt die Wertsteigerung +7,1%.

Status Quo

Bei moderaten Volatilitäten notierten die Kapitalmärkte in den USA und Europa seitwärts sowie in Asien etwas schwächer. Warten auf eine Klärung des Krieges im Nahen Osten, der sich zunehmend auf die Kontrolle und Öffnung der Straße von Hormus konzentriert sowie der gut vierjährige Krieg in der Ukraine, prägen die Märkte. Beide Kriege entwickeln sich immer mehr zu never-ending-stories - und dies führt nicht zu Euphorie an den Kapitalmärkten.

Gold notiert seit seinem Hoch im Januar 2026 bei 5.599 US-$/Unze in einem seitdem intakten Abwärtstrend bis auf jüngst 3.958 US-$/Unze. Wahrscheinlich sind die umfassenden Goldkäufe der Despotenstaaten, die sich unabhängiger von ihren US-$-Reserven machen wollten, zum Erliegen gekommen.

Der US-$ fiel zum Euro aus seiner Spanne zeitweise unter 1,14 US-$/€ raus.

Outlook

Die Märkte warten auf eine stabile Lösung des Konflikts um die Straße von Hormus, weil hiervon ein wesentlicher Teil der weltweiten Ölversorgung - und damit die Ölpreise - abhängen.

Parallel starten die Sommerferien mit tendenziell schwächeren Handelsvolumina. Diese Kombination könnte zum Anspringen der Volatilitäten in den Aktienkursen führen und für unsere aktuell rund 20-25%ige Cash-Quote die eine oder andere günstige Wiedereinstiegsmöglichkeit bieten.

Auch wenn wir aktuell relativ viel Cash halten, so ändert dies nichts an unserem mittelfristigen Optimismus für die Aktienmärkte - insbesondere in USA, China sowie den Sektoren Defence, Wasser und Wasserstoff.

Völlig unverändert seit Oktober 2022: Wir befinden uns in der Welle 3 von 5. Diese ist nun schon signifikant überlang. Insofern stellt sich immer mehr die Frage, inwieweit noch eine Welle 4 bei diesen politischen Rahmenbedingungen kommen wird oder am Ende es dann letztlich bei einer überlangen Welle 3 bis in die Jahre 2027/28 bleibt, die dann direkt in eine fünf-wellige Abwärtskorrektur führen wird.

Die zunehmend klaren Abwärtstrends im Gold und Silber lassen uns - zumindest bis zum etwaigen späteren Ausbruch aus den Abwärtskanälen nach oben - hier jeweils on hold bleiben. Bei Silber liegt ein beachtenswertes Level bei 52-54 US-$/Unze. Nach dem Durchbruch der 1,14 US-$/€ nach unten ist der Weg für den US-$ in Richtung Parität zum € wieder frei und das lange erwartete 1,23-1,25-Szenario ist damit vom Tisch.

Wir werden entsprechend - bei passender Gelegenheit in den Aktienindices - die Euro-hedged-Strategie entsprechend auflösen, so dass wir auch wieder von einem festeren US-$ profitieren werden.

Am Markt wird aktuell die Erwartung an steigende (!) US-Zinsen als Hauptgrund für den festeren US-$ genannt. Diese Meinung teilen wir ausdrücklich nicht. Wir gehen ferner nicht davon aus, dass der US-Dollar wieder in die bisherige Spanne von 1,14 bis 1,19 US-$/€ zurückfällt, selbst wenn sich am Markt erneut die Erwartung durchsetzt, dass die US-Zinsen doch nicht weiter steigen werden. Vielmehr gehen wir nun von einem sukzessive stärkeren US-$ aus.

Auf diesem Weg könnte der Bereich um 1,08 US-$/€ nochmals für einen kleineren Widerstand sorgen. Tatsächlicher nächster Stopper ist die 1,0180 US-$/€ aus dem Januar 2025 - als die Schwächephase des US-$ begann…

© 2026 Asset Standard
SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen
Raumfahrt-Aktien gehören aktuell zu den heißesten Wetten an den Börsen. Spätestens mit dem spektakulären Börsengang von SpaceX ist der Sektor endgültig im Fokus der Anleger angekommen. Fantasien rund um Satellitenkommunikation, Rechenzentren im All und neue Geschäftsmodelle treiben die Kurse immer weiter nach oben.

Doch während die Begeisterung steigt, werden auch die Risiken größer. Viele Space-Start-ups sind inzwischen extrem hoch bewertet, arbeiten noch nicht profitabel und hängen stark von stetigem Kapitalzufluss ab. Schon kleine Rückschläge könnten die ambitionierten Wachstumspläne ins Wanken bringen.

Für Anleger, die vom Boom der Raumfahrt profitieren wollen, lohnt sich daher ein Perspektivwechsel. Statt auf überhitzte Pure Plays zu setzen, rücken etablierte Konzerne in den Fokus – Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung, stabilen Cashflows und engen Verbindungen zu Raumfahrtagenturen wie NASA und ESA.

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