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Dr. Felix Schmidt (Berenberg): Kurzkommentar zur EZB-Sitzung

21.07.2026 -

Erwartete Zinspause in Frankfurt: Weil der befürchtete Inflationsschock im Juni ausblieb, wird die EZB die Zinsen am Donnerstag wohl stabil halten. Dr. Felix Schmidt, Leitender Volkswirt bei Berenberg, erläutert in einem aktuellen Kommentar seine Einschätzung zum Ausgang der anstehenden Fed-Sitzung: "Die Unternehmen in der Eurozone haben die im Zuge des US-Iran-Krieges stark gestiegenen Energiepreise bisher kaum an die Endverbraucher weitergegeben. Da zudem die Ölpreise im Juni spürbar nachgaben, haben sich die Inflationssorgen der Europäischen Zentralbank (EZB) vorerst etwas gelegt. Die EZB wird daher bei ihrer Sitzung am Donnerstag von einer erneuten Anhebung des Leitzinses absehen und den Einlagesatz bei 2,25 Prozent belassen. Gebannt ist die Inflationsgefahr jedoch nicht: Die jüngste Eskalation im Nahen Osten treibt die Energiepreise bereits wieder an. Die EZB wird daher die Entwicklung im Nahen Osten und die Lage an den Energiemärkten bis zu ihrer übernächsten Sitzung am 10. September genau beobachten. Da jedoch weder Washington noch Teheran Interesse an einer erneuten Eskalation des Konfliktes haben, rechnen wir mittelfristig mit einer Beruhigung an den Energiemärkten. Ohne einen erneuten Energiepreisschock liegt der Höhepunkt der durch den Iran-Krieg ausgelösten Inflationswelle höchstwahrscheinlich bereits hinter uns. Eine erneute Eskalation im Nahen Osten würde hingegen das Risiko erhöhen, dass die Inflation wieder steigt und die EZB den Leitzins bis zum Jahresende noch weiter anheben muss."

© 2026 Asset Standard
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Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

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