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Der globale Wettlauf um kritische Rohstoffe tritt in eine neue Phase ein. Jahrzehntelang dominierte China die Seltene-Erden-Industrie und kontrollierte nicht nur einen Großteil der weltweiten Förderung, sondern vor allem auch die Verarbeitungskapazitäten. Doch mit zunehmenden geopolitischen Spannungen und einer stark steigenden Nachfrage aus den Bereichen Elektromobilität, künstliche Intelligenz und Verteidigung suchen Regierungen und Industrieunternehmen verstärkt nach alternativen Lieferketten.
Kaum ein Land zieht derzeit so viel Aufmerksamkeit auf sich wie Brasilien.
Mit einigen der größten Seltene-Erden-Reserven der Welt entwickelt sich Brasilien zunehmend zu einem strategischen Zentrum für die nächste Generation von Rohstoffprojekten. Für Investoren eröffnet dieser Wandel Chancen - nicht nur bei etablierten Produzenten, sondern auch bei kleineren Explorationsunternehmen, die sich einen Platz in künftigen westlichen Lieferketten sichern wollen.
Die strategische Abkehr von China
Seltene Erden wie Neodym, Praseodym, Dysprosium und Terbium sind unverzichtbar für Permanentmagnete, die in Elektrofahrzeugen, Windkraftanlagen, Robotik und modernen Militärtechnologien eingesetzt werden. Dennoch bleibt das globale Angebot stark konzentriert.
Nach Angaben der Internationalen Energieagentur hat sich die Nachfrage nach magnetrelevanten Seltenen Erden seit 2015 verdoppelt und dürfte bis 2030 weiter deutlich steigen - angetrieben durch Elektrifizierung, Automatisierung und den Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz.
Die wachsende Nachfrage verstärkt die Sorgen westlicher Regierungen über Chinas Dominanz in diesem Sektor. Die Sicherung alternativer Bezugsquellen ist deshalb längst nicht mehr nur ein wirtschaftliches Ziel, sondern eine strategische Priorität geworden.
Brasilien gilt zunehmend als eine der wenigen Regionen, die dazu beitragen könnten, den Markt zu diversifizieren.
Brasiliens Potenzial bei Seltenen Erden zieht weltweite Aufmerksamkeit auf sich
Brasilien verfügt Schätzungen zufolge über rund 21 Millionen Tonnen an Seltene-Erden-Reserven und ist damit nach China das Land mit den zweitgrößten Vorkommen weltweit. Gleichzeitig erlebt das Land einen beispiellosen Boom bei Explorationsaktivitäten.
Die brasilianische Bergbaubehörde prüft derzeit 2.758 Projekte mit Bezug zu Seltenen Erden. Zwischen 1975 und 2020 wurden lediglich rund 250 Anträge eingereicht. Allein in den Jahren 2023 und 2024 kamen dagegen 1.662 neue Anträge hinzu.
Parallel dazu treibt die brasilianische Regierung Pläne für eine nationale Strategie zu kritischen Rohstoffen voran, die Investitionen fördern und die heimischen Verarbeitungskapazitäten stärken soll. Wie Reuters kürzlich berichtete, werden im Kongress bereits mehrere Gesetzesinitiativen zu Seltenen Erden und strategischen Rohstoffen diskutiert.
Besondere Aufmerksamkeit gilt ionischen Tonlagerstätten, die wertvolle mittlere und schwere Seltene Erden wie Dysprosium und Terbium enthalten. Im Gegensatz zu vielen Hartgesteinsprojekten liegen diese Lagerstätten häufig oberflächennah und können potenziell mit vergleichsweise einfachen Verfahren erschlossen werden.
Branchenvertreter sind überzeugt, dass Brasilien langfristig zu einem ernsthaften Konkurrenten Chinas werden könnte. Andrew Tunks, Vorstandsvorsitzender von Meteoric Resources, erklärte kürzlich: "Die nächsten großen Seltene-Erden-Projekte der Welt werden in Brasilien entstehen."
Milliardenschwere Transaktionen unterstreichen das Potenzial
Wie groß das Interesse der Investoren an brasilianischen Seltene-Erden-Projekten inzwischen ist, zeigte sich besonders deutlich im April, als USA Rare Earth die Übernahme von Serra Verde, dem Betreiber der bislang einzigen produzierenden Seltene-Erden-Mine Brasiliens, für rund 2,8 Milliarden US-Dollar vereinbarte.
Mit der Transaktion soll eine der ersten vollständig integrierten "Mine-to-Magnet"-Lieferketten außerhalb Asiens geschaffen werden. Gleichzeitig verdeutlicht sie die strategische Bedeutung, die Investoren brasilianischen Projekten mittlerweile beimessen.
Während sich große Unternehmen langfristige Rohstoffquellen sichern, rücken zunehmend auch kleinere Explorationsgesellschaften als potenzielle Profiteure in den Fokus.
Canamera baut sein Brasilien-Portfolio aus
Zu diesen Unternehmen gehört Canamera Energy Metals (ISIN: CA13711A1003), das ein Portfolio ionischer Seltene-Erden-Projekte in Brasilien aufgebaut hat.
Im Mittelpunkt steht derzeit das Projekt Turvolândia im Bundesstaat Minas Gerais. Anfang des Jahres erweiterte das Unternehmen sein Schneckenbohrprogramm um 20%, nachdem die Bohrung TUV-AUG-014 über eine Mächtigkeit von 13 Metern ab der Oberfläche durchschnittlich 3.255 Teile pro Million (ppm) an gesamten Seltene-Erden-Oxiden geliefert hatte. Spitzenwerte erreichten dabei bis zu 6.431 ppm.
Nach Einschätzung des Unternehmens befindet sich das Projekt innerhalb eines größeren geologischen Korridors mit Seltene-Erden-Mineralisierungen, der ähnliche ionische Tonvorkommen beherbergen könnte wie andere Lagerstätten, die derzeit in Brasilien erschlossen werden.
Zuletzt meldete Canamera zudem vielversprechende Ergebnisse aus einem neuen Explorationsziel mit der Bezeichnung Linda. Die Bohrung TUV-AUG-0043 durchteufte vom Beginn bis zum Ende des 14 Meter langen Bohrlochs durchgehend mineralisierte Bereiche und lieferte durchschnittliche Gehalte von 2.208 ppm TREO. Die Mineralisierung bleibt in der Tiefe weiterhin offen.
Besonders bemerkenswert ist, dass Linda mehrere Kilometer von den bereits identifizierten Zielgebieten Cordis und Marita entfernt liegt. Dadurch entsteht ein deutlich größerer Explorationskorridor mit umfangreichen, bislang unerforschten Flächen zwischen den einzelnen Zonen.
Neben Turvolândia treibt Canamera auch das Projekt São Sepé im Süden Brasiliens voran. Historische Bodenproben identifizierten dort drei priorisierte Zielgebiete mit erhöhten Seltene-Erden-Gehalten sowie auffälligen Konzentrationen von Dysprosium und Terbium. Das Unternehmen hat bereits Anschlussbohrungen begonnen, um Ausdehnung und Kontinuität dieser Anomalien zu überprüfen.
Ein langfristiger Wandel im Markt für kritische Rohstoffe
Brasilien wird Chinas Dominanz nicht über Nacht brechen. Der Aufbau von Minen, Verarbeitungsanlagen und nachgelagerten Industrien erfordert erhebliche Investitionen und viel Zeit. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Entwicklung einer neuen Mine bis zur Produktion rund zehn Jahre dauern kann.
Dennoch zeichnet sich die Richtung zunehmend klar ab. Regierungen, Industrieunternehmen und Investoren suchen nach sicheren Bezugsquellen für kritische Rohstoffe, und Brasiliens Kombination aus geologischem Potenzial und politischer Unterstützung stärkt seine Position auf dem Weltmarkt.
Für Unternehmen wie Canamera Energy Metals besteht die Chance darin, frühe Explorationserfolge in strategische Vermögenswerte umzuwandeln, die künftig die nächste Generation nicht-chinesischer Lieferketten für Seltene Erden unterstützen könnten.
Quellen:
https://www.globaltimes.cn/page/202606/1364474.shtml
https://www.reuters.com/world/china/eu-courts-brazil-strategic-partner-global-race-critical-minerals-2026-06-22/
https://rareearthexchanges.com/news/europe-joins-race-for-rare-earths-in-brazil/
https://mineralfunds.com/eu-pitches-brazil-a-more-beneficial-rare-earths-deal-than-us-or-china/
https://canamerametals.com/
https://viridismining.com.au/
https://meteoric.com.au/
https://www.spglobal.com/energy/en/news-research/latest-news/metals/060625-brazils-rare-earth-projects-seek-partnerships-to-enhance-energy-security?utm_source=chatgpt.com
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Canamera Energy Metals Corp.
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ISIN: CA13711A1003
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