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Tesla hat seine Anleger mit den Zahlen zuletzt kalt erwischt. Der Gewinn brach ein, die Aktie stürzte an einem einzigen Tag um mehr als 10 Prozent ab. Das ist der schwärzeste Handelstag seit rund einem Jahr. Während viele Investoren panisch verkauften, griff ausgerechnet Starinvestorin Cathie Wood beherzt zu. Was steckt hinter diesem Schritt? Und wie geht es mit der Aktie jetzt weiter, nachdem sie ein neues Mehrmonatstief markiert hat? Die Charttechnik zeigt kein einheitliches Bild, aber ein aktuelles Bild der Schwäche. Wir werfen einen Blick auf Zahlen, Chart und die Frage, was Anleger jetzt tun sollten.
Tesla hat mit seinen Quartalszahlen für ordentlich Wirbel gesorgt. Der Umsatz kletterte überraschend deutlich auf 28,2 Milliarden US-Dollar, doch beim Gewinn hakte es gewaltig. Statt der erwarteten 0,55 US-Dollar blieben unterm Strich nur 0,33 US-Dollar pro Aktie übrig. Besonders bitter für die Anleger ist, dass die bezahlten Robotaxi-Meilen im zweiten Quartal um 36 Prozent eingebrochen sind, obwohl Tesla den Dienst gerade in neue Städte ausweitet. Trotzdem will Elon Musk beim Tempo nicht bremsen, sondern die milliardenschweren KI- und Robotaxi-Investitionen sogar noch beschleunigen. Immerhin gab es auch kleinere Lichtblicke: Die Energiesparte legte kräftig zu, und die Auslieferungszahlen näherten sich dem Rekordniveau. Mehrere Analysten senkten dennoch ihre Kursziele, sehen aber weiterhin noch Luft nach oben. Inmitten dieser Turbulenzen kaufte Cathie Woods ARK Invest während des Ausverkaufs kräftig nach, gleich über vier verschiedene Fonds hinweg. Es ist bereits der zweite größere Nachkauf in diesem Sommer, schon Anfang Juli hatte die Investmentgesellschaft nach einem heftigen Kursrutsch zugegriffen. Tesla bleibt damit weiterhin die größte Einzelposition in mehreren ARK-Fonds, ein deutliches Bekenntnis zur langfristigen Story rund um autonomes Fahren und Robotik. Ob sich dieser mutige Schritt am Ende auszahlt, hängt auch davon ab, ob Tesla seine Margen stabilisieren kann, ohne die Verkaufszahlen ständig über Rabatte anzukurbeln.
Charttechnik
Der Kurs ist zuletzt nach den Zahlen nochmals ordentlich unter die Räder gekommen. Vom Rekordhoch bei fast 500 Dollar Ende 2025 ging es bereits rapide nach unten. Aktuell tastet sich die Aktie an eine wichtige Unterstützungszone zwischen 290 und 300 US-Dollar heran. Hält diese Marke nicht, könnte es durchaus weiter Richtung 230 bis 250 US-Dollar gehen. Das wäre dann eine Halbierung vom Hoch. Der RSI steht aktuell bereits bei etwa 27 Punkten und damit schon im überverkauften Bereich. Das spricht dafür, dass eine kurzfristige Gegenbewegung nicht unwahrscheinlich ist. Langfristig bleibt das Bild aber angeschlagen, solange wichtige gleitende Durchschnitte nicht zurückerobert werden.

Was tun?
Die Lage bei Tesla bleibt verzwickt, denn auf der einen Seite steht ein enttäuschender Gewinn und schwächelnde Robotaxi-Nutzung, auf der anderen Seite stärkere Umsätze und der ungebrochene Investitionswille des Managements. Charttechnisch ist die Lage weiter angespannt, ein Rutsch Richtung 230 bis 250 US-Dollar ist möglich, gleichzeitig deutet der überverkaufte RSI auf einen möglichen Rebound hin. Wer bereits investiert ist, sollte die Unterstützungszone bei 290 bis 300 Dollar im Blick behalten. Neueinsteiger könnten von der aktuellen Schwäche für einen ersten vorsichtigen Einstieg profitieren, sollten sich der erhöhten Schwankungsbreite aber bewusst sein und eventuell dann auch gestaffelt reingehen.
Autor: Felix Goldbach, FinanzNachrichten-Redaktion
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