24.07.2026 -
Mit einem $100-Ölfass in den Sommer
Die Wolken am Finanzmarkthimmel werden dieser Tage wieder etwas dunkler. Zeit, mal eine Pause einzulegen. Drei Sorgenthemen nehme ich in die Sommerpause mit: Werden sich die KI-Investitionen jemals rentieren? Wie hoch steigen die Anleiherenditen noch? Und was bedeutet ein dreistelliger Ölpreis? Ursächlich für den jüngsten Ölpreisanstieg auf mehr als einhundert US-Dollar je Fass (Brent) war - wie drückt man es diplomatisch aus - eine Verschärfung der logistischen Herausforderungen in der Golfregion. Neben der Straße von Hormus droht nun auch die "Ausweichroute" durch die Straße von Bab El-Mandeb für Frachtschiffe unpassierbar zu werden. Anlass genug, mal in die Vergangenheit zu schauen, um herauszufinden, inwieweit ein steiler Ölpreisanstieg typische Kursmuster in anderen Finanzmarktsegmenten nach sich zieht.
Wer nicht direkt oder indirekt in Rohstoffen investiert ist, wird in steigenden Rohölnotierungen nur wenig Vorteile erkennen. In meiner heutigen Untersuchung schaue ich auf Ansteckungseffekte steiler Ölpreisanstiege in diesem Jahrtausend. In diesen Zeitraum fallen vier solche Episoden, wie die folgende Grafik hervorhebt.
