FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Hochtief haben am Montagnachmittag letztlich wieder negativ auf die Bekanntgabe der Quartalszahlen des Bau- und Infrastrukturkonzerns reagiert. Zuletzt notierten die Papiere 3,2 Prozent im Minus bei 433 Euro und näherten sich damit ihrem am Morgen erreichten tiefsten Stand seit April. Zwischenzeitlich hatten sie ihre recht deutlichen Kursverluste nach einem angehobenen Jahresausblick eingedämmt. Ein Dreh ins Plus gelang aber nur kurzzeitig.
Hochtief profitiert weiterhin von einer hohen Nachfrage nach Rechenzentren. Umsatz und operative Ergebnisse legten im zweiten Quartal zu. "Wir verzeichnen eine anhaltende Nachfrage nach Infrastruktur - insbesondere nach Projekten in den Bereichen Rechenzentren, Energie, Verteidigung und kritische Mineralien", sagte Unternehmenschef Juan Santamaría Cases, der auch Chef der Hochtief-Mutter ACS ist, laut einer Mitteilung. Zuvor hatte das Unternehmen in einer separaten Mitteilung das Ziel für den operativen Konzerngewinn im laufenden Jahr erhöht.
Hochtief habe beim Nettogewinn einmal mehr die durchschnittliche Analystenprognose übertroffen, schrieb der Experte Graham Hunt vom Analysehaus Jefferies in einer ersten Reaktion. Der nach oben revidierte Jahresausblick dürfte zu steigenden Konsensschätzungen führen. In den vergangenen Wochen war bei Hochtief aber schon eine Phase der Gewinnmitnahmen eingeläutet worden, die nun weiter ging. Seit dem Rekordhoch im Mai von 554 Euro hat der Kurs mittlerweile mehr als ein Fünftel eingebüßt./edh/tih/he




