DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
COMMERZBANK/UNICREDIT - CSU-Chef Markus Söder hat die Bundesregierung zu einer veränderten Strategie in der Frage der übernahmegefährdeten Commerzbank aufgerufen. "Im globalen Wettbewerb müssen wir verstärkt europäisch denken. Auch Deutschland kann ein Interesse an einer starken paneuropäischen Bank haben, wie sie gerade entsteht", sagte Söder in einem Interview mit dem Handelsblatt. "Wir haben in Bayern mit Unicredit gute Erfahrungen gemacht. Es wäre daher wünschenswert, wenn die Bundesregierung ihre Blockadehaltung aufgibt und dazu Gespräche aufnimmt." (Handelsblatt)
US-TECH-KONZERNE - Die EU-Kommission plant, noch im Sommer einen Großteil der Verfahren wegen möglicher Verstöße gegen den Digital Markets Act (DMA) gegen US-Tech-Konzerne abzuschließen. Betroffen sind unter anderem Apple, Google und Meta - ihnen drohen Millionenstrafen, wie das Handelsblatt von mehreren hochrangigen EU-Beamten erfuhr. Dabei handelt es sich um die ersten großen Verfahren, die die Kommission unter dem DMA seit Frühjahr 2024 eröffnet hat. In den Verfahren geht es um die Frage, inwieweit die großen Tech-Konzerne ihre Marktmacht ausnutzen und den Zugang zu digitalen Märkten begrenzen - mit dem Schwerpunkt Interoperabilität, Öffnung der App-Stores und Selbstbevorzugung. (Handelsblatt)
CHAPSVISION - Chapsvision ist erst sieben Jahre alt - und bislang nur wenigen ein Begriff. Trotzdem gilt das französische Unternehmen als Europas Hoffnungsträger gegen die Dominanz amerikanischer Überwachungssoftware. Denn bislang führt bei der Abwehr von Terrorismus und Spionage kaum ein Weg an US-Technik vorbei. Palantir setzt den Maßstab: technologisch stark, aber wegen seiner engen Verbindungen zu US-Geheimdiensten und zur Trump-Regierung hochumstritten. Genau hier will Chapsvision mit seinem ArgonOS-System angreifen. Die Software bündelt große Datenmengen, bereitet sie auf und wertet sie mithilfe Künstlicher Intelligenz aus. Geschäftsführer Silvano Sansoni sagt im Gespräch mit dem Handelsblatt: "Wir wollen ein europäischer Marktführer werden, mit weltweiter Strahlkraft." (Handelsblatt)
HEDGEFONDS - Wall-Street-Banken haben in den zurückliegenden Wochen von Hedgefonds mehr Sicherheiten gefordert, da der Ausverkauf von KI-Aktien zu erheblichen Verlusten bei mehreren beliebten Strategien geführt hat. Laut vier mit der Angelegenheit vertrauten Personen forderten die Banken von Fonds, deren Bestände stark auf bestimmte Branchen konzentriert sind, zusätzliche Sicherheiten, um ihr bestehendes Verschuldungsniveau aufrechterhalten zu können. Die Forderungen nach mehr Sicherheiten verdeutlichen die wachsenden Befürchtungen an der Wall Street hinsichtlich des Ausmaßes und der Geschwindigkeit des Ausverkaufs von KI-Aktien in den vergangenen zwei Wochen. (Financial Times)
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July 29, 2026 00:26 ET (04:26 GMT)
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