DJ BASF reduziert Belegschaft im Stammwerk auf tiefsten Stand seit 1954
DOW JONES--BASF macht bei der Verbesserung seiner Wettbewerbsfähigkeit am größten Verbundstandort Ludwigshafen Tempo. Im Mai sei die Zahl der Vollzeitstellen erstmals seit 1954 auf unter 30.000 gesunken, teilte der Chemiekonzern bei Vorlage der endgültigen Halbjahreszahlen mit. "Wir haben das Tempo noch einmal erhöht, um unsere Organisation schlanker und effizienter aufzustellen", sagte Vorstandschef Markus Kamieth.
Im ersten Halbjahr allein seien mehr Stellen abgebaut worden als in den beiden Vorjahren zusammen. Weltweit sank Zahl der Mitarbeiter von Januar 2024 um rund 7.000, Verkäufe von Unternehmensteilen und der Personalaufbau am neuen Verbundstandort im chinesischen Zhanjiang sind dabei allerdings nicht berücksichtigt.
Bei der Anlagenrestrukturierung sieht sich BASF für Ludwigshafen auf einem guten Weg. Die Zahl der hoch wettbewerbsfähigen Produktionseinheiten am Standort sei von 78 auf 88 Prozent gestiegen, hieß es.
BASF hatte schon zur Monatsmitte die wesentlichen Kennziffern für das abgelaufene Quartal veröffentlicht und dabei zugleich die eigenen Ergebniserwartungen an 2026 trotz eines absehbar höheren Ölpreisniveaus und mutmaßlich sinkender globaler Chemieproduktion nach oben geschraubt. Das Unternehmen profitierte zuletzt bei der Anlagenauslastung durch Lieferunterbrechungen im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten.
Zugleich hatte BASF erklärt, die Entwicklung der Weltkonjunktur hänge stark vom Ausgang der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran ab. Bei einer anhaltenden Schließung der Straße von Hormus kämen deutliche Belastungen auf die Weltwirtschaft zu, so die Einschätzung. Eine schnelle und verlässliche Einigung würde ihr dagegen Rückenwind geben.
Im zweiten Quartal schnitt BASF deutlich besser ab als vom Markt erwartet, allerdings blieb das operative Ergebnis in den Segmenten Chemie und Surface Technologies hinter den jeweiligen Konsenswerten zurück.
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July 29, 2026 01:43 ET (05:43 GMT)
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