DJ MÄRKTE USA/Wall Street mit Erholung - Microsoft steigen, Meta unter Druck
DOW JONES--Nach den kräftigen Vortagesverlusten zeigt sich die Wall Street am Donnerstag mit einer Erholung. Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,5 Prozent auf 51.865 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verbessert sich um 0,9 Prozent und für die technologielastigen Nasdaq-Indizes geht es um bis zu 2,0 Prozent nach oben. Die US-Notenbank hatte wie erwartet ihren Leitzins unverändert gelassen, allerdings fiel die Entscheidung nicht einstimmig. Drei Mitglieder des Offenmarktausschusses stimmten für eine Zinserhöhung. Das uneinheitliche Ergebnis und die vorsichtigen Aussagen von Fed-Präsident Kevin Warsh lassen die Anleger über den Zeitpunkt künftiger geldpolitischer Schritte weiter im Ungewissen.
Kein klares Bild liefern die mit Spannung erwarteten Zahlen von Microsoft und Meta Platforms. So geht es für die Meta-Aktie um 9,1 Prozent nach unten. Das Technologie-Unternehmen rechnet in diesem Jahr mit Investitionen im Mittel von rund 137,5 Milliarden US-Dollar - eine Summe, die den Konzern nach Einschätzung von Analysten in der zweiten Jahreshälfte zum ersten Mal seit seinem Börsengang im Jahr 2012 in den Bereich eines negativen freien Cashflows bringen wird. Im nächsten Jahr dürfte das Unternehmen wahrscheinlich noch tiefer in die roten Zahlen rutschen. Zudem enttäuschte die Umsatzprognose für das laufende Quartal.
Microsoft (+14,6%) hat für das vierte Geschäftsquartal ein robustes Cloud-Wachstum und einen Anstieg der Zahl zahlender KI-Abonnenten gemeldet. Der Konzern senkte seine Investitionsprognose für das Kalenderjahr 2026 von rund 190 Milliarden Dollar auf etwa 175 Milliarden Dollar, nachdem die geschätzte Nutzungsdauer der Rechenzentren und Bürogebäude von 15 auf 25 Jahre verlängert wurde.
Der Gewinn von Qualcomm ist im dritten Quartal gesunken, da niedrigere Umsätze und höhere Inputkosten das Ergebnis belasteten. Der Halbleiterkonzern gab zudem einen verhaltenen Ausblick für das laufende Quartal und kündigte an, die Preise für seine Produkte zu erhöhen, um den Anstieg der Inputkosten auszugleichen. Die Aktie fällt um 4,0 Prozent.
Lam Research hat im vierten Quartal einen höheren Umsatz erzielt, gestützt durch die KI-getriebene Nachfrage. Die Aktie erhöht sich um 18,7 Prozent. Der Umsatz von Mastercard ist im zweiten Quartal dank des Wachstums in seinem Zahlungsnetzwerk gestiegen. Die Titel klettern um 2,9 Prozent.
Die vor der Startglocke veröffentlichten US-Konjunkturdaten setzen keine Impulse. Der Anstieg der wöchentlichen Erstanträge ist leicht unter der Erwartung geblieben. Die Zunahme des Bruttoinlandprodukts lag im zweiten Quartal bei annualisiert 1,5 Prozent und damit unter der Prognose einer Zunahme um 1,8 Prozent. Im ersten Quartal hatte die Zunahme noch 2,1 Prozent betragen. Die persönlichen Einkommen für Juni lagen im Rahmen der Erwartungen.
Die Kämpfe im Iran-Krieg gehen derweil unvermindert weiter, was die Hoffnungen auf eine friedliche Lösung immer weiter schwinden lässt. Die Ölpreise pendeln nach den jüngsten kräftigen Gewinnen zwischen leichten Gewinnen und Verlusten. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent fällt aktuell um 1,5 Prozent auf 89,37 Dollar.
Der Dollar zeigt sich mit Abgaben, der Dollar-Index fällt um 0,3 Prozent. Die Unsicherheit über die Reaktionsfunktion der US-Notenbank auf Inflationsrisiken mache den Dollar anfällig, so Derek Halpenny von der MUFG Bank. US-Notenbankchef Warsh habe kaum eine Erklärung für die Entscheidung der Zentralbank vom Mittwoch geliefert, die Zinsen unverändert zu lassen. "Die Glaubwürdigkeit der Fed wird in Frage gestellt, und nach einem starken Anstieg der Inflationserwartungen haben sich die Aussichten für den Dollar eindeutig verschlechtert", ergänzt er.
Die Renditen am US-Anleihemarkt steigen nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank und den begleitenden Aussagen - im Zehnjahresbereich um 4 Basispunkte auf 4,66 Prozent. Für die Rendite 30-jähriger Papiere ging es zwischenzeitlich mit 5,243 Prozent sogar auf den höchsten Stand seit 19 Jahren.
Für den Goldpreis geht es leicht nach oben. Die Feinunze verteuert sich um 0,3 Prozent auf 4.079 Dollar. "Warsh hat die Verpflichtung bekräftigt, die Inflation unter Kontrolle zu bringen, aber nur wenige Details zur Diskussion im Offenmarktausschuss preisgegeben", so die Deutsche Bank. "Dies könnte die Veröffentlichung des Fed-Protokolls am 19. August zu einem marktbewegenderen Ereignis machen."
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag DJIA 51.865,02 +0,5 +270,88 51.594,1 S&P-500 7.381,74 +0,9 +65,59 7.316,15 NASDAQ Comp 24.833,88 +1,6 +390,94 24.442,9 NASDAQ 100 27.730,17 +2,0 +537,87 27.192,3 US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,22 -0,02 4,30 4,22 5 Jahre 4,37 +0,01 4,44 4,37 10 Jahre 4,66 +0,04 4,71 4,66 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:41 EUR/USD 1,1480 +0,1 0,0015 1,1465 1,1379 EUR/JPY 186,86 -0,3 -0,5200 187,38 186,4600 EUR/CHF 0,932 -0,1 -0,0008 0,9328 0,9333 EUR/GBP 0,8583 +0,1 0,0007 0,8576 0,8564 USD/JPY 162,76 -0,4 -0,6200 163,38 163,8400 GBP/USD 1,3372 +0,0 0,0003 1,3369 1,3284 USD/CNY 6,755 -0,2 -0,0111 6,7661 6,7661 USD/CNH 6,7492 -0,2 -0,0113 6,7605 6,7711 AUS/USD 0,6982 +0,4 0,0028 0,6954 0,6927 Bitcoin/USD 64.746,12 +2,0 1.287,00 63.459,12 63.963,40 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 83,43 -1,2 -1,03 84,46 Brent/ICE 89,37 -1,5 -1,37 90,74 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.078,84 +0,3 13,86 4.064,98 Silber 57,87 +0,4 0,23 57,64 Platin 1.615,95 +0,2 3,95 1.612,00 (Angaben ohne Gewähr) ===
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July 30, 2026 09:44 ET (13:44 GMT)
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