Die Hoffnung auf eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und Iran sorgt zum Wochenstart für Erleichterung an den Märkten. US-Präsident Donald Trump kündigte neue Gespräche ab Montag an und sagte einen geplanten Großangriff auf Iran vorerst ab. Mehrere Verbündete im Nahen Osten, darunter Saudi-Arabien, hatten auf eine diplomatische Lösung gedrängt. Im Mittelpunkt steht eine mögliche Wiederöffnung der Straße von Hormus. Brent-Öl für Oktober fiel zeitweise um 7,3 % auf 81,55 Dollar.
Der sinkende Ölpreis dämpft die Inflationssorgen und stützt den US-Anleihemarkt. Die Rendite zehnjähriger Treasuries sank um vier Basispunkte auf 4,69 %, nachdem sie in der vergangenen Woche den höchsten Stand seit Januar 2025 erreicht hatte. Gold legte leicht auf rund 4.064 Dollar je Unze zu.
Die Futures auf den S&P 500 stiegen um 0,6 %, der Nasdaq 100 wird 0,8 % höher erwartet. Auch der Euro Stoxx 50 deutet ein Plus von 0,8 % an. Der DAX kratzt bis auf 20 Punkte am Allzeithoch und steht vor dem nächsten Break. In Asien überwogen dagegen die Verluste. Der Kospi fiel nach seinem Rekordanstieg von 18 % am Freitag um mehr als 5 %. Samsung Electronics und SK Hynix verloren jeweils rund 8 %, der regionale Halbleiterindex gab um 1,5 % nach.In Europa und den USA wurde diese Beweung aber schon am Freitag nachbörslich eingepreist.
Am Devisenmarkt verlor der Yen gegen den Dollar in wenigen Tagen über 5 % an Wert. Hintergrund sind die ersten Interventionen beider Notenbanken im mittleren zweistelligen USD-Milliardenbereich seit 2011. Hinter der US-Unterstützung stehen eigene wirtschaftliche Interessen. Japan ist der größte ausländische Besitzer von US-Staatsanleihen. Müsste Tokio Treasuries verkaufen, um weitere Yen-Käufe zu finanzieren, könnten die ohnehin hohen US-Renditen zusätzlich steigen. (s. Grafik unten).
Alibaba gewann in Hongkong 6,5 % nach der Vorstellung eines neuen KI-Modells. DeepSeek veröffentlichte eine öffentliche Testversion der API für sein Modell V4 Flash. Der Yen stieg zeitweise um 1,4 % und notierte zuletzt bei 156,43 je Dollar. Japan bestätigte einen koordinierten Yen-Kauf mit dem US-Finanzministerium am 31. Juli. Beide Länder signalisierten weitere Interventionen bei ungeordneten Kursbewegungen. Bitcoin verlor 1,1 % auf rund 62.736 Dollar, Ether gab 1,3 % nach.
Unsere Depotwert Prysmian im Aktionärsbrief sorgt für den Paukenschlag und übernimmt den US-Elektroausrüster Atkore für 95 $ je Aktie in bar und bewertet das Unternehmen mit rund 3,8 Mrd. $. Der Kaufpreis liegt etwa 30 % über dem Schlusskurs vom 31. Juli. Mit Atkore stärkt Prysmian seine Position im US-Markt für Elektrifizierung, Stromnetze und Rechenzentren und setzt die Expansion nach den Zukäufen von Encore Wire und Channell Commercial fort. Der Deal folgt auf eine strategische Überprüfung bei Atkore, die auch unter dem Druck des aktivistischen Investors Irenic Capital eingeleitet worden war. Die Übernahme passt hervorragend zu Prysmian. Atkore produziert keine konkurrierenden Kabel, sondern liefert die unmittelbar angrenzenden Systeme - also Schutzrohre, Kabeltrassen, Befestigungen und Installationslösungen. Damit steigt die Breite der Wertschöpfung.
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Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe

Der sinkende Ölpreis dämpft die Inflationssorgen und stützt den US-Anleihemarkt. Die Rendite zehnjähriger Treasuries sank um vier Basispunkte auf 4,69 %, nachdem sie in der vergangenen Woche den höchsten Stand seit Januar 2025 erreicht hatte. Gold legte leicht auf rund 4.064 Dollar je Unze zu.
Die Futures auf den S&P 500 stiegen um 0,6 %, der Nasdaq 100 wird 0,8 % höher erwartet. Auch der Euro Stoxx 50 deutet ein Plus von 0,8 % an. Der DAX kratzt bis auf 20 Punkte am Allzeithoch und steht vor dem nächsten Break. In Asien überwogen dagegen die Verluste. Der Kospi fiel nach seinem Rekordanstieg von 18 % am Freitag um mehr als 5 %. Samsung Electronics und SK Hynix verloren jeweils rund 8 %, der regionale Halbleiterindex gab um 1,5 % nach.In Europa und den USA wurde diese Beweung aber schon am Freitag nachbörslich eingepreist.
Am Devisenmarkt verlor der Yen gegen den Dollar in wenigen Tagen über 5 % an Wert. Hintergrund sind die ersten Interventionen beider Notenbanken im mittleren zweistelligen USD-Milliardenbereich seit 2011. Hinter der US-Unterstützung stehen eigene wirtschaftliche Interessen. Japan ist der größte ausländische Besitzer von US-Staatsanleihen. Müsste Tokio Treasuries verkaufen, um weitere Yen-Käufe zu finanzieren, könnten die ohnehin hohen US-Renditen zusätzlich steigen. (s. Grafik unten).
Alibaba gewann in Hongkong 6,5 % nach der Vorstellung eines neuen KI-Modells. DeepSeek veröffentlichte eine öffentliche Testversion der API für sein Modell V4 Flash. Der Yen stieg zeitweise um 1,4 % und notierte zuletzt bei 156,43 je Dollar. Japan bestätigte einen koordinierten Yen-Kauf mit dem US-Finanzministerium am 31. Juli. Beide Länder signalisierten weitere Interventionen bei ungeordneten Kursbewegungen. Bitcoin verlor 1,1 % auf rund 62.736 Dollar, Ether gab 1,3 % nach.
Unsere Depotwert Prysmian im Aktionärsbrief sorgt für den Paukenschlag und übernimmt den US-Elektroausrüster Atkore für 95 $ je Aktie in bar und bewertet das Unternehmen mit rund 3,8 Mrd. $. Der Kaufpreis liegt etwa 30 % über dem Schlusskurs vom 31. Juli. Mit Atkore stärkt Prysmian seine Position im US-Markt für Elektrifizierung, Stromnetze und Rechenzentren und setzt die Expansion nach den Zukäufen von Encore Wire und Channell Commercial fort. Der Deal folgt auf eine strategische Überprüfung bei Atkore, die auch unter dem Druck des aktivistischen Investors Irenic Capital eingeleitet worden war. Die Übernahme passt hervorragend zu Prysmian. Atkore produziert keine konkurrierenden Kabel, sondern liefert die unmittelbar angrenzenden Systeme - also Schutzrohre, Kabeltrassen, Befestigungen und Installationslösungen. Damit steigt die Breite der Wertschöpfung.
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