DJ Hugo Boss bestätigt Ziele 2026 nach Umsatz- und Gewinnminus im 2Q
Von Ulrike Dauer
DOW JONES--Hugo Boss hat im zweiten Quartal erneut deutliche Gewinn- und Umsatzeinbußen verzeichnet, aber dabei bei Gewinn und Marge besser abgeschnitten als vom Markt erwartet. Für die Ziele im Gesamtjahr sieht sich der Modehersteller, der im MDAX notiert ist, auf Kurs.
Demzufolge will Hugo Boss weiterhin im Gesamtjahr einen operativen Gewinn - EBIT - zwischen 300 und 350 Millionen Euro erreichen und einen währungsbereinigten Umsatzrückgang im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich.
Im Zeitraum April bis Juni sank der Umsatz auf 905 Millionen Euro von 1,00 Milliarden, währungsbereinigt betrug der Rückgang im Vorjahresvergleich 9 Prozent. Die Konsenserwartungen lagen bei 907 Millionen Euro.
Das EBIT ging um 28 Prozent zurück auf 59 Millionen Euro von 81 Millionen, erwartet worden waren 52 Millionen. Die EBIT-Marge verschlechterte sich um 160 Basispunkte auf 6,5 Prozent von 8,1 Prozent, verglichen mit den erwarteten 5,8 Prozent.
Nach Steuern und Dritten sank der Gewinn um 29 Prozent auf 33 Millionen Euro von 70 Millionen; je Aktie betrug er 0,49 Euro nach 0,68, erwartet worden waren 0,39 Euro.
Hugo Boss hatte unter CEO Daniel Grieder das Jahr 2026 als ein "Jahr der Anpassung" angekündigt; erst 2027 werde eine Rückkehr zum Wachstum erwartet, das sich 2028 beschleunigen soll. Im Jahr 2026 werde Umsatz- und Gewinnrückgang in Kauf genommen, um sich neu auszurichten und mittelfristig wieder an frühere Profitabilitätsniveaus anzuknüpfen.
Derzeit läuft noch ein Übernahmeangebot des britischen Aktionärs Frasers Group, der den Metzinger Modekonzern für 38 Euro je Aktie übernehmen will. Hugo Boss sieht den Preis als zu niedrig an und hat den Aktionären empfohlen, das Angebot nicht anzunehmen. Eine erweiterte Annahmefrist läuft noch bis 13. August.
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August 04, 2026 01:49 ET (05:49 GMT)
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