
© Foto: Anne Nygård auf Unsplash (Symbolbild)
Es rumpelte und krachte zuletzt gewaltig bei DroneShield. Die Aktie des australischen Drohnenabwehr-Spezialisten ist regelrecht abgestürzt, an manchen Tagen ging es teilweise sogar prozentual zweistellig bergab. Wer aber jetzt genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Kursbeben ein Unternehmen, das operativ dennoch weiter wächst und in einem Zukunftsmarkt mitmischt, der so schnell nicht kleiner werden sollte. Genau diese Spannung zwischen Angst und Chance macht die Aktie gerade so spannend. Lohnt sich jetzt der Blick auf DroneShield, gerade nach dem letzten Absturz, um günstig einzusteigen?
Hoher Auftragsbestand macht Hoffnung
Ein Blick auf das operative Geschäft zeigt, warum viele Anleger trotz des Kursrutsches nicht aufgeben. Der Umsatz kletterte im ersten Halbjahr um 74 Prozent. Das ist ein Wachstumstempo, von dem andere Unternehmen nur träumen können. Der Auftragsbestand von rund 206 Millionen australischen Dollar entspricht fast dem gesamten Vorjahresumsatz und liefert damit ordentlich Rückenwind für die kommenden Quartale. Das Interesse mit Order aus Europa für fahrzeugmontierte Abwehrsysteme unterstreichen zudem, dass die Nachfrage nach Drohnenabwehr-Technologie ungebrochen ist. Auch bilanziell steht das Unternehmen recht solide da. Die Kassen sind gut gefüllt, Schulden gibt es fast kaum. Das ist eine Basis, mit der sich die aktuelle Schwächephase gut überstehen lässt.

Charttechnik
Der Chart sieht gelinde gesagt nach dem letzten Kursverlauf recht "ruppig" aus. Der Titel notiert klar unter der 200-Tage-Linie, die bei 1,90 Euro verläuft. Der Abwärtstrend ist langfristig somit intakt. Auch der 50er SMA ist mit 1,53 Euro noch sehr weit weg. Zuletzt ging es bis knapp über der Marke von 1 Euro runter. Genau hier wird es aber interessant. Der RSI steht im überverkauften Bereich, ein klassisches Signal für eine mögliche Gegenbewegung. Wer sich für einen Einstieg interessiert, findet also gerade um die 1-Euro-Marke eine spannende Zone. Fällt die Aktie noch einmal knapp darunter, könnte sich daraus eine gute Basis für einen Rebound ergeben.
Was tun?
DroneShield wächst weiter kräftig, der Umsatz legte im ersten Halbjahr deutlich zweistellig zu. Der Auftragsbestand liegt bereits nahe am gesamten Vorjahresumsatz, das gibt Sicherheit für die kommenden Monate. Die Bruttomarge ist zwar zuletzt gesunken, soll laut Unternehmen aber in der zweiten Jahreshälfte wieder anziehen. Neue Aufträge aus Europa und die frisch vorgestellte KI-Technologie zeigen, dass die Firma technologisch am Ball bleibt. Belastend bleibt die laufende ASIC-Untersuchung, die für Verunsicherung sorgt. Wer an die langfristige Drohnenabwehr-Story glaubt, kann die aktuelle Schwäche rund um 1 Euro als Einstiegschance für einen Rebound nutzen. Etwas Geduld und ein Blick auf den Halbjahresbericht Ende August sollten aber eingeplant werden. Stoppkurs nicht vergessen!
Autor: Felix Goldbach, FinanzNachrichten-Redaktion
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