DJ MÄRKTE EUROPA/DAX setzt Rekordjagd fort - Zalando brechen ein
DOW JONES--Europas Börsen knüpfen im frühen Geschäft am Dienstag an die Rekordrally des Vortages an, wenn auch verlangsamt. "Die Hausse nährt die Hausse", heißt es im Handel. Hauptrisiko für die Börsen bleibt eine erneute Eskalation im Nahen Osten. Die Nachrichten aus Washington und Teheran sind nur schwer miteinander in Einklang zu bringen. Während US-Präsident Donald Trump von Friedensverhandlungen spricht, finden dem Iran zufolge keine statt.
Der DAX gewinnt 1,0 Prozent auf 26.254 Punkte, bei 26.267 wurde ein neues Rekordhoch gesetzt. Laut Charttechnikern hat der Index Potenzial bis 27.000. Der Euro-Stoxx-50 gewinnt 0,8 Prozent. An den Anleihemärkten ist es ruhig, während die Ölpreise nach dem Rutsch am Vortag wieder anziehen. Mit 84,85 Dollar notiert Brent allerdings absolut betrachtet auf einem aus Marktsicht entspannten Niveau.
Die geopolitische Lage bleibt unübersichtlich, viele eingeschaltete Verhandlungsparteien aus Pakistan, dem Oman und Jordanien bestimmen das Geschehen. "Durch das frühe Ausschalten der wichtigsten politischen und militärischen Führungsfiguren im Iran hat sich seit Beginn des Krieges ein Verhandlungsvakuum im Land selbst gebildet. So dürften auch die kommenden Handelstage weiter ganz im Zeichen dieser Unwägbarkeiten und unterschiedlichen Aussagen stehen", heißt es bei CMC.
Für Bewegung bei Einzelaktien sorgt eine Flut von Quartalszahlen. Der bisher insgesamt besser als erwartet ausgefallene Verlauf der Berichtssaison ist zu einer wichtigen Stütze für die Börsen geworden.
Zalando brechen um 17 Prozent ein. Nicht nur haben die Zweitquartalszahlen die Markterwartungen nicht erreicht, auch wurde der Ausblick angepasst. Das GMV- und Umsatzachstum soll nun in der unteren Hälfte der Spanne von 12 bis 17 Prozent liegen, während das bereinigte EBIT nun zwischen 680 bis 720 Millionen Euro gesehen wird nach bisher 660 bis 740 Millionen. Nach einer Kursrally von 50 Prozent reiche der Bericht bei weitem nicht aus, heißt es im Handel.
Für die FMC-Aktien geht es 4,4 Prozent nach unten, und das trotz besserer Geschäftszahlen. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 wurde nur bestätigt: Das Umsatzwachstum auf währungsbereinigter Basis soll weitgehend stagnieren, während der Konsens laut JP Morgan von einem Plus von 1,1 Prozent ausgeht, und das Betriebsergebnis auf einem konstanten Niveau verbleibt. Dies impliziere eine bereinigte EBIT-Marge 10,5 bis 12,0 Prozent nach einem Wachstum von 17 Prozent im ersten Halbjahr, so die Analysten.
Hohe Kerosinkosten haben der Lufthansa (-9%) im zweiten Quartal merklich zugesetzt. Wahrend die Umsätze den Erwartungen entsprechen, wurden auf der Ergebnisseite die Markterwartungen verfehlt. Die Kerosinkosten lagen rund 750 Millionen Euro über dem Vorjahr. Die Airline hält für das Gesamtjahr nun auch einen Rückgang des operativen Ergebnisses für möglich.
Bayer (+4%) hat im zweiten Quartal von Wachstum und einer starken Margenverbesserung im Agrargeschäft profitiert. Anders als vom Markt erwartet ging das bereinigte EBITDA auf Konzernebene nicht zurück, sondern stieg um 1,9 Prozent auf 2,14 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt nur mit 1,941 Milliarden Euro gerechnet, einem Rückgang um 8 Prozent. Für Evonik geht es nach ordentlichen Geschäftszahlen um 0,7 Prozent nach oben.
HSBC (-0,7%) hat laut JP Morgan durchwachsene Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Der bereinigte Vorsteuergewinn liege 5 Prozent über den Erwartungen. Die Kosten bewegten sich im Rahmen der Schätzungen und die Wertberichtungen leicht darunter. Die harte Kernkapitalquote (CET1) habe mit 14,1 Prozent die Erwartungen jedoch um 10 Basispunkte verfehlt, und das angekündigte Aktienrückkaufprogramm über 1 Milliarden Dollar enttäusche angesichts der Erwartung von etwa 2 Milliarden.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD Euro-Stoxx-50 6.475,64 +0,8 49,14 6.426,50 11,8 Stoxx-50 5.504,05 +0,7 36,15 5.467,90 11,9 DAX 26.254,25 +1,0 252,94 26.001,31 7,2 MDAX 32.503,46 -0,0 -7,75 27.039,42 6,1 TecDAX 4.002,11 +1,3 50,06 3.091,28 10,5 SDAX 18.671,96 +0,8 147,49 13.062,07 8,7 FTSE 10.904,79 +0,4 47,09 10.857,70 9,8 CAC 8.644,29 +0,4 30,47 8.613,82 6,1 SMI 14.413,59 +0,3 41,82 14.371,77 8,6 ATX 6.635,55 +0,8 52,79 6.582,76 24,6 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:10 EUR/USD 1,1510 +0,0 0,0003 1,1507 1,1503 EUR/JPY 181,63 +0,4 0,7700 180,86 180,3300 EUR/CHF 0,9324 +0,0 0,0002 0,9322 0,9332 EUR/GBP 0,8566 +0,0 0,0001 0,8565 0,8566 USD/JPY 157,77 +0,4 0,6100 157,16 156,7400 GBP/USD 1,3434 +0,0 0,0006 1,3428 1,3426 USD/CNY 6,7521 0,0 -0,0002 6,7523 6,7523 USD/CNH 6,7525 -0,1 -0,0056 6,7581 6,7574 AUS/USD 0,7017 +0,3 0,0019 0,6998 0,6995 Bitcoin/USD 63.649,16 -0,2 -108,48 63.757,64 63.819,47 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 80,62 +0,4 0,28 80,34 Brent/ICE 84,98 +1,4 1,21 83,77 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.065,05 +0,3 12,40 4.052,65 Silber 58,99 +1,4 0,81 58,18 Platin 1.662,44 +2,2 35,05 1.627,39 (Angaben ohne Gewähr) ===
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