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MÄRKTE USA/Wall Street verhalten optimistisch vor Treffen Trump-Xi

DJ MÄRKTE USA/Wall Street verhalten optimistisch vor Treffen Trump-Xi

DOW JONES--Überwiegend mit positiven Vorzeichen zeigen sich die US-Aktien am Mittwoch. Der Dow-Jones-Index verliert zwar gegen Mittag (Ortszeit New York) 0,4 Prozent auf 49.555 Punkte. Der S&P-500 steigt jedoch um 0,2 Prozent und der Nasdaq-Composite legt um 0,7 Prozent zu. Teilnehmer sprechen von vorsichtigem Optimismus vor dem Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping. Nach den Verbraucherpreisen am Vortag haben auch die Erzeugerpreise in den USA im April deutlich zugelegt, angetrieben durch die gestiegenen Energiekosten infolge des Iran-Krieges. Damit verfestigen sich die Zinserhöhungsspekulationen. Laut CME FedWatch preisen die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von über 30 Prozent für eine Zinserhöhung bis Dezember ein.

Vor allem das Treffen zwischen Trump und Xi steht im Fokus. Hinsichtlich des Irans laute das Narrativ, dass von China erwartet werde, Druck auf den Iran auszuüben, die Straße von Hormus zu öffnen, im Gegenzug für eine Deeskalation seitens der USA, so Analyst Jack Janasiewicz von Natixis Investment Managers. Trump habe weder die Anreize noch die Mittel, um China unter Druck zu setzen, da sein Fokus weiterhin auf dem Iran-Krieg und einem Gerichtsurteil liege, das seine Zölle einschränke, so die Volkswirte der Danske Bank. Für China habe die Aufrechterhaltung stabiler Beziehungen oberste Priorität, insbesondere in der Taiwan-Frage.

Die Renditen am US-Anleihemarkt bauen ihre jüngsten Aufschläge etwas aus angesichts neuer Anzeichen für eine beschleunigte Inflation. Die Rendite zehnjähriger Papiere steigt um 2 Basispunkte auf 4,49 Prozent.

Der Dollar weitet seine Gewinne nach den Erzeugerpreisen aus. Der Dollar-Index steigt um 0,3 Prozent. Die Daten würden die Chancen auf eine Zinssenkung durch die Federal Reserve vernichten, schreibt Naeem Aslam, Analyst bei Zaye Capital Markets.

Die Ölpreise zeigen sich wenig verändert. Ein Barrel Brent verbilligt sich um 0,5 Prozent auf 107,23 Dollar. Die US-Sorte WTI tendiert gut behauptet. Der Markt bewege sich zwischen den Entwicklungen rund um die Straße von Hormus und dem Treffen zwischen Trump und Xi, heißt es. Die in der Vorwoche überraschend deutlich gesunkenen Ölvorräte der USA stützen nicht.

Für den Goldpreis geht es erneut nach unten. Eine zwischenzeitliche leichte Erholung konnte nicht behauptet werden. Die Feinunze reduziert sich um 0,3 Prozent auf 4.697 Dollar. Die Aussicht auf eine ausbleibende Zinssenkung durch die US-Notenbank belaste, heißt es.

Bei den Einzelwerten zeigen sich Halbleiter- und KI-Werte mit Aufschlägen. Für die Aktien von Qualcomm, Micron und Nvidia geht es um bis zu 2,7 Prozent nach oben. Damit dürfte sich die jüngste Rally nach dem Rücksetzer am Vortag fortsetzen. Ein Teil des zurückkehrenden Optimismus könnte darauf zurückzuführen sein, dass der Besuch von US-Präsident Trump in China dazu beitragen wird, den Verkauf auf dem großen und wachsenden chinesischen Markt zu ermöglichen. Die CEO von Qualcomm, Micron und Nvidia gehören zur Trump-Delegation.

Zudem stehen bei Samsung Electronics die Zeichen auf Streik. Die Gespräche des weltgrößte Speicherchip-Herstellers mit den Gewerkschaften über die Verteilung der massiven Gewinne des Unternehmens sind gescheitert. Die gewerkschaftlich organisierten Samsung-Mitarbeiter in Südkorea planen einen Streik vom 21. Mai bis zum 7. Juni.

Daneben wird Cisco nachbörslich die Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal bekannt geben, die Auswirkungen auf den Technologie-Sektor haben könnten. Die Aktien gewinnen 0,7 Prozent.

Die Titel von Nebius legen um 14,4 Prozent zu, nachdem der Cloud-Anbieter für das erste Quartal einen Gewinn bekannt gab, der die Erwartungen übertraf. Obwohl sich der bereinigte Verlust des Unternehmens vergrößerte, fiel der Wert geringer aus als von Analysten erwartet.

Die Papiere von Nextpower steigen um 11 Prozent. Obwohl das Energietechnologieunternehmen im letzten Quartal einen geringeren Umsatz und Gewinn verzeichnete, hob es die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr an. EchoStar verbessern sich um 3,9 Prozent. Die Federal Communications Commission hat den Verkauf von EchoStar-Mobilfunkfrequenzen an AT&T und SpaceX genehmigt.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      49.555,42  -0,4  -205,14    49.760,56 
S&P-500     7.417,95  +0,2   +16,99    7.400,96 
NASDAQ Comp  26.282,45  +0,7  +194,24    26.088,20 
NASDAQ 100   29.223,95  +0,5  +159,16    29.064,80 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       4,00 +0,01    4,02      3,98 
5 Jahre       4,14 +0,02    4,16      4,11 
10 Jahre      4,49 +0,02    4,50      4,46 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:05 
EUR/USD      1,1712  -0,2  -0,0025     1,1737   1,1733 
EUR/JPY      184,85  -0,1  -0,1500       185  184,9500 
EUR/CHF      0,9163  0,0   0,0000     0,9163   0,9168 
EUR/GBP      0,866  -0,1  -0,0009     0,8669   0,8676 
USD/JPY      157,8  +0,1   0,1900     157,61  157,6200 
GBP/USD      1,3522  -0,1  -0,0014     1,3536   1,3520 
USD/CNY      6,7908  -0,0  -0,0012     6,7920   6,7920 
USD/CNH      6,7871  -0,0  -0,0023     6,7894   6,7946 
AUS/USD      0,7268  +0,4   0,0029     0,7239   0,7227 
Bitcoin/USD  79.233,13  -1,8 -1.439,76    80.672,89 80.451,74 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     102,37  +0,2    0,19     102,18 
Brent/ICE     107,23  -0,5   -0,54     107,77 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.697,34  -0,3   -16,31    4.713,65 
Silber       88,63  +2,4    2,09      86,54 
Platin     2.180,38  +2,5   54,08    2.126,30 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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May 13, 2026 12:11 ET (16:11 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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