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12.02.26 | 10:51
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MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne aus - Sanofi brechen ein

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne aus - Sanofi brechen ein

DOW JONES--Die europäischen Börsen bauen die Gewinne bis Donnerstagmittag aus. Stabilisierend wirkt die anhaltende Beruhigung an den Anleihemärkten, wo zuletzt Renditesprünge vor dem Hintergrund hoher Staatsverschuldungen und hartnäckiger Inflation für Verunsicherung gesorgt hatten. Die deutsche Zehnjahresrendite kommt um 2 Basispunkte zurück auf 2,72 Prozent. Dessen ungeachtet schwelen aber weiter Sorgen, vor allem wegen der Haushaltskrise in Frankreich. Aber auch hier fallen die Renditen.

Der DAX gewinnt 0,7 Prozent auf 23.759 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 gewinnt nur 0,3 Prozent. Der Euro notiert wenig verändert bei 1,1646 Dollar. Der Goldpreis kommt derweil nach der jüngsten Rally leicht zurück. Weiter unter Druck steht der Ölpreis, WTI und Brent verlieren rund 1 Prozent. Grund sind Spekulationen, die Gruppe Opec+ werde die Förderung auf ihrem Treffen am Wochenende weiter ausweiten.

Im Fokus stehen neue US-Konjunkturdaten am Nachmittag. Auf dem Programm stehen der ADP-Bericht zum privaten US-Arbeitsmarkt sowie die wöchentlichen Arbeitsmarktzahlen. Noch wichtiger sei aber der später folgende ISM-Index für den US-Dienstleistungssektor mit viel beachteten Unterkomponenten wie zur Beschäftigung, neuen Aufträgen und Preisentwicklung. Am Vortag fiel der JOLTS-Bericht ungünstig aus: Danach ist die Zahl der offenen Stellen in den USA im Juli auf ein Zehnmonatstief gefallen.

Dazu passend verbesserte sich laut dem Wirtschaftsbericht "Beige Book" der US-Notenbank vom Vorabend die Wirtschaftstätigkeit kaum. Und der als taubenhaft geltende Fed-Gouverneur Waller geht kurzfristig sogar von mehreren Zinssenkungen der Notenbank aus.

Druck nach Platzierungen auf Teamviewer und Jost

Unter Druck stehen Teamviewer mit minus 5,1 Prozent auf 9,25 Euro. Hier belastet, dass Großaktionär Permira zum Preis von 9,20 Euro je Aktie seine Beteiligung komplett verkauft hat. Noch stärker abwärts geht es bei Jost-Werke mit einem Minus von 9,9 Prozent auf 47,95 Euro. Hier wurden 10 Prozent der Aktien platziert, rund 11 Prozent unter Schlusskurs vom Mittwoch.

Im DAX zeigen sich SAP wenig beeindruckt davon, dass US-Wettbewerber Salesforce Quartalszahlen vorgelegt hat - garniert mit einem eher mauen Ausblick. SAP steigen um 1,4 Prozent. Bei den zuletzt gut gelaufenen Rüstungstiteln kommt es dagegen zu Gewinnmitnahmen: Rheinmetall verlieren 2,5 Prozent oder Hensoldt 3 Prozent.

Sanofi brechen in Paris um 10,2 Prozent ein. Laut dem Konzern hat ein neues Neurodermitis- und Astma-Medikament die primären Endpunkte zwar erreicht. Die Ergebnisse seien aber trotzdem enttäuschend, weil sie nicht mit Konkurrenzprodukten mithalten könnten, heißt es am Markt.

Für Bewegungen sorgen auch Umstufungen. RWE ziehen um 2,2 Prozent an, nachdem Bernstein das Papier auf "Outperform" erhöht hat. Airbus steigen um 1,2 Prozent. Die UBS hat die Aktie auf "Buy" erhöht. Dagegen senkten die Analysten das Votum für MTU auf "Neutral". Der Kurs gibt um 2,0 Prozent nach.

Daneben gibt es Indexänderungen. Sartorius und Porsche AG steigen aus dem DAX ab, Nachfolger sind Scout24 und Gea. Für Fielmann, sie steigen in den MDAX auf, müssen Evotec Platz machen. Für 1&1 geht es in den SDAX und den TecDAX. Nach einem Jahr Abstinenz sind derweil wieder Burberry im FTSE-100-Index vertreten.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %   absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50       5.340,21    +0,3%    15,20    +8,8% 
Stoxx-50         4.568,21    +0,4%    19,77    +5,6% 
DAX           23.758,97    +0,7%   164,17   +18,5% 
MDAX           29.796,58    +0,2%    65,26   +16,2% 
TecDAX          3.625,58    +0,3%    11,58    +5,8% 
SDAX           16.505,12    +0,2%    38,26   +20,1% 
CAC            7.716,42    -0,0%    -3,29    +4,6% 
SMI           12.397,09    +1,6%   197,09    +5,2% 
ATX            4.637,17    +0,9%    40,60   +25,5% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00  Mo, 17:15  % YTD 
EUR/USD           1,1644    -0,1%   1,1661   1,1704 +12,6% 
EUR/JPY           172,70    +0,0%   172,66   172,39  +6,0% 
EUR/CHF           0,9381    +0,0%   0,9376   0,9373  -0,1% 
EUR/GBP           0,8669    -0,1%   0,8674   0,8643  +4,8% 
USD/JPY           148,32    +0,2%   148,06   147,29  -5,9% 
GBP/USD           1,3431    -0,1%   1,3444   1,3541  +7,4% 
USD/CNY           7,1106    +0,0%   7,1080   7,1101  -1,4% 
USD/CNH           7,1416    +0,0%   7,1395   7,1355  -2,7% 
AUS/USD           0,6516    -0,4%   0,6542   0,6553  +5,7% 
Bitcoin/USD       110.986,60    -0,9% 112.033,00 109.051,85 +18,3% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.    +/- %   +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          63,37    63,97    -0,9%    -0,60 -10,7% 
Brent/ICE          66,99    67,60    -0,9%    -0,61  -9,8% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag    +/- %   +/- USD  % YTD 
Gold           3.549,05   3.559,43    -0,3%   -10,38 +35,7% 
Silber            40,98    41,18    -0,5%    -0,19 +42,5% 
Platin          1.201,37   1.222,00    -1,7%   -20,63 +39,5% 
Kupfer            4,50     4,56    -1,3%    -0,06  +9,4% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

September 04, 2025 07:53 ET (11:53 GMT)

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Favoritenwechsel
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

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