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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/US-Zinssenkungsfantasie stützt - LVMH im Haussemodus

DJ MÄRKTE EUROPA/US-Zinssenkungsfantasie stützt - LVMH im Haussemodus

DOW JONES--Übergeordnet nach oben geht es mit den Kursen an den europäischen Aktienmärkten am Mittwochmittag. "Die Stimmung profitiert von der Erwartung weiterer Zinssenkungen der US-Notenbank", so ein Marktteilnehmer. US-Notenbankchef Jerome Powell sagte, der Arbeitsmarkt schwäche sich deutlich ab, und die langfristigen Inflationserwartungen entsprächen dem Ziel der US-Notenbank. Die Notenbank denke nun auch über ein Ende der Anleihenverkäufe nach. "Wer sich wundert, warum der Markt in der Lage ist, sämtliche negative Nachrichten abzuschütteln, findet hier seine Erklärung", so CMC. Die Fed werde den Markt bald mit Liquidität fluten und ein großer Teil dieses Geldes seinen Weg in den Aktienmarkt finden.

Zwar stagniert der DAX bei 24.230 Punkten, dafür notiert der Euro-Stoxx-50 mit Aufschlägen von 1,3 Prozent fest. Stützend wirken hier eine haussierende LVMH-Aktie sowie feste ASML-Titel. Der Euro zeigt sich angesichts der Zinssenkungsfantasie in den USA befestigt bei 1,1627 Dollar - und das obgleich die Renditen an den Anleihemärkten fallen. Das Umfeld bleibt ideal für Gold. Das Edelmetall eilt von Rekordhoch zu Rekordhoch und geht am Mittag bei 4.200 Dollar die Feinunze um.

In Paris schießen LVMH um 13,6 Prozent nach oben. Der Konzern ist im vergangenen Quartal auf Wachstumskurs zurückgekehrt. Auf vergleichbarer Basis ist der Umsatz um 1 Prozent gestiegen. Im Vorquartal hatte der Konzern noch einen Umsatzrückgang von 4 Prozent verzeichnet. Nach den Umsatzzahlen hat Bernstein das Kursziel für LVMH auf 700 von 600 Euro angehoben und die Einstufung "Outperform" bekräftigt. Im Fahrwasser von LVMH steigen Hermes um 6,2 Prozent, Kering um 6,3 Prozent und Richemont um 5,1 Prozent. Der französische Leitindex CAC-40 zieht um 2,3 Prozent an.

Positiv aufgenommen werden auch die Geschäftszahlen von ASML, dem größten Titel im Euro-Stoxx-50. Die Aktien steigen um 4,1 Prozent. "Bis auf den Umsatz liegen die Zahlen alle mindestens im Rahmen der Prognosen oder darüber", so ein Marktteilnehmer. Die Bruttomarge sei mit 51,6 Prozent sehr hoch ausgefallen und könne im laufenden Quartal noch weiter steigen. Insgesamt sei der Ausblick bestätigt worden. Die Geschäftszahlen von ASML stützen auch andere Branchenwerte wie STMicro, die um 0,8 Prozent anziehen. Aixtron erholen sich um 0,6 Prozent. Für Technologiewerte geht es europaweit 1,8 Prozent nach oben.

Dagegen stehen Aurubis mit einer Wandelanleihe von Salzgitter stark unter Druck. Der Kurs fällt um etwa 5,7 Prozent auf 109,10 Euro. Salzgitter stellt für den Wandler insgesamt 3,4 Millionen Aurubis-Aktien oder etwa 7,6 Prozent des Grundkapitals zur Verfügung. Allerdings wurde der Umtauschpreis auf 145,80 Euro festgelegt, er liegt damit deutlich über dem aktuellen Kurs.

Vossloh verlieren 6,8 Prozent. Händler verweisen auf einen negativen Analystenkommentar. Oddo BHF hat die Aktie auf "Neutral" abgestuft von "Overweight". Für BASF geht es 1,6 Prozent nach oben. Nach der Verkaufsempfehlung durch Berenberg am Dienstag stützt nun eine Kaufempfehlung der Citi den Kurs.

Die Gewinnmitnahmen bei Rüstungswerten halten an. Hensoldt fallen um 2,2 Prozent, Leonardo um 1,4 Prozent. Rheinmetall verlieren 2,1 Prozent auf 1.800 Euro, damit verpufft die Kurszielerhöhung der Deutschen Bank auf 2.050 Euro. "Die Rüstungsaktien sind nach der Hausse technisch überkauft und fundamental nicht mehr billig", erläutert ein Marktteilnehmer.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %   absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50       5.621,71    +1,3%    69,66   +13,4% 
Stoxx-50         4.730,20    +0,6%    26,27    +9,2% 
DAX           24.230,19    -0,0%    -6,75   +21,7% 
MDAX           30.012,77    -0,2%   -61,89   +17,5% 
TecDAX          3.648,18    +0,0%    1,77    +6,7% 
SDAX           17.005,21    +0,0%    6,31   +25,9% 
CAC            8.087,79    +2,1%   168,17    +7,3% 
SMI           12.427,55    -0,1%    -7,26    +7,2% 
ATX            4.703,10    +0,1%    5,75   +28,2% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00  Di, 17:20  % YTD 
EUR/USD           1,1627    +0,2%   1,1608   1,1591 +12,1% 
EUR/JPY           176,04    -0,1%   176,13   175,98  +8,2% 
EUR/CHF           0,9307    +0,1%   0,9297   0,9297  -0,9% 
EUR/GBP           0,8704    -0,1%   0,8715   0,8719  +5,3% 
USD/JPY           151,41    -0,2%   151,74   151,83  -3,2% 
GBP/USD           1,3358    +0,3%   1,3320   1,3294  +6,4% 
USD/CNY           7,1078    -0,1%   7,1150   7,1176  -1,3% 
USD/CNH           7,1310    -0,1%   7,1406   7,1432  -2,7% 
AUS/USD           0,6518    +0,5%   0,6486   0,6481  +4,8% 
Bitcoin/USD       112.144,15    -0,9% 113.180,75 111.218,25 +22,3% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.    +/- %   +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          58,27    58,27     0%    0,00 -18,2% 
Brent/ICE          62,34    62,39    -0,1%    -0,05 -16,4% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag    +/- %   +/- USD  % YTD 
Gold           4.199,85   4.141,73    +1,4%    58,12 +56,6% 
Silber            52,88    51,47    +2,7%    1,41 +78,3% 
Platin          1.435,54   1.414,37    +1,5%    21,17 +61,5% 
Kupfer            5,04     5,02    +0,4%    0,02 +22,7% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

October 15, 2025 07:44 ET (11:44 GMT)

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© 2025 Dow Jones News
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Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

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