DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
DEUTSCHE TELEKOM - Die Telekom will ihre Dienstleistungen künftig gezielt an Bundeswehr und Verteidigungsministerium verkaufen. Dafür baut der Telekommunikationsdienstleister ein Defense-Geschäft auf: "Als digitaler Infrastrukturanbieter ist es unsere Verantwortung, zum Schutz von Deutschland beizutragen - gerade in Zeiten hybrider Bedrohungen", erklärte die Telekom gegenüber der Wirtschaftswoche. Allerdings sei derzeit ein eigener Defense-Bereich nicht geplant, "die Betreuung der Defense-Industrie erfolgt projektabhängig". Die Koordination des Defense-Projekts liegt bei einem langjährigen Telekom-Manager mit Bundeswehr-Hintergrund: Philip Stockmann verantwortete bislang im Mobilfunkgeschäft neue Tarife und die Integration von Produkten. Laut interner Telekom-Quellen sollen ihm 16 Mitarbeiter direkt unterstellt werden. Je nach Projekt werden ihm hunderte Experten aus den Fachabteilungen zuarbeiten. "Die Mitarbeiterzahl variiert je nach Aufgabe", sagt die Telekom dazu, "konkrete Angaben können wir leider nicht machen." (Wirtschaftswoche)
CONTITECH - Continental zeigt sich trotz eines enttäuschenden Gewinns bei Contitech im vergangenen Jahr zuversichtlich für den geplanten Verkauf des Kautschuk- und Kunststoffspezialisten. "Die vielen Interessensbekundungen, die wir erhalten haben, stimmen uns positiv, dass wir einen attraktiven Kaufpreis erzielen können", sagte Roland Welzbacher, seit vorigem Herbst Finanzvorstand des DAX-Konzerns, im Interview der Börsen-Zeitung. Die Vorbereitungen für den Verkauf seien vor Weihnachten abgeschlossen worden, der Verkaufsprozess starte noch im Januar. (Börsen-Zeitung)
TESLA - Der US-Fahrzeughersteller Tesla hat in seiner deutschen Gigafabrik trotz gegenteiliger Zusagen offenbar in erheblichem Ausmaß Stellen abgebaut. Nach Recherchen des Handelsblatts arbeiten in dem Werk aktuell 10.703 Menschen. Bei der Betriebsratswahl vor zwei Jahren waren es noch 12.415. Die Zahlen stammen vom Wahlvorstand im Tesla-Betriebsrat. (Handelsblatt)
DEUTSCHE BANK - Vorstandschef Christian Sewing hat US-Finanzminister Scott Bessent nach dessen Angaben kontaktiert, um einen Analystenbericht herunterzuspielen, der darauf hindeutete, dass europäische Investoren als Reaktion auf Handelsdrohungen US-Vermögenswerte verkaufen könnten. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sagte Bessent: "Diese Vorstellung, dass Europäer US-Vermögenswerte verkaufen würden, stammt von einem einzigen Analysten der Deutschen Bank, und natürlich haben die Fake-News-Medien unter Führung der Financial Times sie noch verstärkt. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank hat mich angerufen, um mir mitzuteilen, dass die Deutsche Bank sich nicht hinter diesen Analysten stellt." In der Kundenmitteilung, die am Sonntag vom Chef-Devisenstrategen der Deutschen Bank, George Saravelos, verfasst wurde, hieß es, dass Europa US-Anleihen und -Aktien im Wert von rund 8 Billionen Dollar halte und damit Amerikas größter Gläubiger sei, was die Abhängigkeit Washingtons von ausländischem Kapital zur Finanzierung anhaltender Defizite unterstreiche. (Financial Times)
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January 22, 2026 00:43 ET (05:43 GMT)
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