MADRID (dpa-AFX) - Die Großbank Santander will sich in den Vereinigten Staaten verstärken. Man habe sich mit Webster Financial auf eine Übernahme geeinigt, die das Institut mit 12,2 Milliarden US-Dollar bewerte, teilten die Spanier am Dienstagabend mit. Dabei sollen 48,75 Dollar in bar und 2,0548 Santander-ADS je Webster-Aktie an die Anteilseigner gehen. Insgesamt liege der Kaufpreis bei 75 Dollar je Anteilschein.
Bei den Santander-Aktionären sorgte die Ankündigung für Sorgenfalten. Die in den USA hinterlegten Anteilscheine gaben in New York in einer ersten Reaktion um fünf Prozent nach. Webster-Titel legten hingegen um zehn Prozent zu, bewegten sich damit aber immer noch spürbar unter dem Angebotspreis.
Außerdem gaben die Spanier Auskunft über die Entwicklung im vierten Quartal, blickten auf das laufende sowie das kommende Geschäftsjahr und kündigten Aktienrückkäufe an. Santander hatte bereits zuvor bekanntgegeben, bis zu zehn Milliarden Euro in den Erwerb eigener Anteilscheine stecken zu wollen. Nun wird mit der ersten Hälfte begonnen.
Der Gewinn legte im vierten Quartal unter dem Strich um 15 Prozent auf 3,76 Milliarden Euro zu. Der Umsatz verharrte 2025 wie angepeilt mit 62,4 Milliarden Euro nahezu auf dem Vorjahreswert. Beide Kenngrößen lagen etwas höher als Analysten erwartet hatten.
Im laufenden Jahr rechnet Santander ohne Berücksichtigung von Währungsschwankungen mit sinkenden Kosten. 2027 soll der Umsatz im prozentual zweistelligen Bereich steigen./he/gl




