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MÄRKTE EUROPA/Wochenstart im Plus - Unicredit nach starken Zahlen fest

DJ MÄRKTE EUROPA/Wochenstart im Plus - Unicredit nach starken Zahlen fest

DOW JONES--Dank positiver Vorgaben sind die europäischen Aktienmärkte mit Aufschlägen in die Woche gestartet. So legt der DAX um 0,4 Prozent auf 24.821 Punkte zu, der Euro-Stoxx-50 handelt 0,3 Prozent höher bei 6.018. Stärkster Sektor sind europaweit Bankentitel wegen Unicredit. Dite Titel legen nach starken Geschäftszahlen um knapp 5 Prozent zu. Aber auch die Industriewerte können punkten, hier legen Rheinmetall und Thales um 3,5 Prozent zu - Leonardo 2,6 Prozent.

Risk on hieß es zum Wochenschluss an der Wall Street. Der Dow Jones kletterte dort über 50.000 Punkte, was US-Präsident Donald Trump nicht entging. Dieser feierte diesen Meilenstein in seiner zweiten Amtszeit. Trump warf auch gleich sein eigenes Kursziel in den Ring: 100.000 Punkte im Dow bis zum Ende seiner Amtszeit (Januar 2029). Geht es nach Pepperstone-Marktstratege Michael Brown, unterstreicht dieser Post die Existenz eines "Presidential Put", der Risikoanlagen nach unten absichert.

Die aktuellen US-Daten stünden für ein Goldilocks-Szenario. Die Kombination aus steigendem Vertrauen und sinkenden Inflationserwartungen (Daten zum US-Verbrauervertrauen) sei das Idealszenario für Aktien. Besonders interessant sei das Gewinnwachstum von 13 Prozent im S&P-500. Dies zeige, dass die Rally dort nicht nur auf Hoffnung, sondern auf realen Unternehmensgewinnen basiere. Die kommenden US-Daten zu Arbeitsmarkt, Inflation und Einzelhandel würden zeigen, ob das fundamentale Gerüst stark genug sei, um Trumps ehrgeizige Kursziele zu rechtfertigen, so der Experte weiter.

An der Spitze der Gewinner in Asien steht der Nikkei-Index mit Plus 3,9 Prozent auf Allzeithoch. Dank des Erdrutschsieges von Premierministerin Takaichi herrschen nun klare Verhältnisse bei Politik und Wirtschaft. In Europa dürfte davon vor allem das Sentiment profitieren, nachdem in der Vorwoche KI-Sorgen für einen Kursrutsch in der Software-Industrie gesorgt hatten.

Der Datenkalender zum Wochenstart ist recht leer. Geschaut wird auf den Sentix-Konjunktur-Index in Deutschland. Der Euro ist derweil wieder deutlicher über 1,18 Dollar gestiegen, während Anleihen kaum verändert starten.

Unicredit-Ausblick kommt gut an

Gut kommen die Geschäftszahlen von Unicredit zum vierten Quartal im Handel an. Im Fokus stehe allerdings mehr der Ausblick bis 2028, heißt es dort. Die Aktie sei zwar recht günstig, für eine weitere Bewertungsausweitung wollten Investoren zunächst aber Klarheit über die künftige Kapitalallokation bekommen. Hier sieht Unicredit bis 2028 den Nettogewinn bei rund 13 Milliarden Euro und geht von rund 50 Milliarden Euro an Ausschüttungen in den nächsten fünf Jahren aus. Gespannt ist man nun an der Börse auf die Geschäftszahlen der Commerzbank, die ebenfalls diese Woche noch vorgelegt werden.

Bayer handeln mit dem Markt leicht höher. Das Unternehmen kann sein Herbizid Stryax in den USA nach behördlicher Genehmigung anbieten. Die US-Umweltschutzbehörde EPA hat Dicamba-Herbizide mit geringer Flüchtigkeit in 34 Bundesstaaten registriert. Dies öffnet Bayer die Tür für die Markteinführung von Stryax, einem Pestizid mit eingeschränkter Anwendung.

Fest notieren die Aktien von Novo Nordisk (+8%), weil Hims & Hers Health ihr Nachahmerprodukt im Bereich Abnehmmedikamente nicht auf den Markt bringen wird. Am Wochenende erklärte das Unternehmen, wegen juristischer Drohungen auch von der Gesundheitsbehörde FDA darauf zu verzichten.

Obwohl diese Nachrichten Novo Nordisk eine Atempause bei der oralen Semaglutid-Kopie verschaffen und Novos Bemühungen unterstützen könnten, die Auswirkungen von injizierbaren Semaglutid-Rezepturen in Zukunft zu begrenzen, behalten die Analysten der Citi ihre Bewertung auf "Neutral" bei, da sie weiterhin mehrere Umsatz- und Preis-Gegenwinde für 2026 und darüber hinaus sehen.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.018,03    +0,3%   19,63     +3,6% 
Stoxx-50         5.148,48    +0,3%   17,56     +4,3% 
DAX           24.820,72    +0,4%   99,26     +0,9% 
MDAX          31.778,57    +0,4%   115,74     +3,4% 
TecDAX          3.621,26    +0,0%    1,66     -0,1% 
SDAX          17.992,23    +0,6%   98,51     +4,2% 
CAC           8.276,58    +0,0%    2,74     +1,5% 
SMI           13.522,56    +0,1%   19,50     +1,8% 
ATX           5.725,85    +1,1%   60,32     +6,4% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Fr, 17:58 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1864    +0,4%   1,1815     1,1812  +0,6% 
EUR/JPY          185,76    -0,1%   186,00     185,57  +1,0% 
EUR/CHF          0,9163    -0,1%   0,9173     0,9165  -1,5% 
EUR/GBP          0,8723    +0,4%   0,8685     0,8683  -0,4% 
USD/JPY          156,56    -0,5%   157,42     157,10  +0,3% 
GBP/USD          1,3601    -0,0%   1,3604     1,3604  +1,0% 
USD/CNY          6,9411    -0,1%   6,9498     6,9504  -1,1% 
USD/CNH          6,9204    -0,1%   6,9296     6,9309  -0,7% 
AUS/USD          0,7038    +0,3%   0,7017     0,7013  +5,2% 
Bitcoin/USD       69.867,00    -1,7% 71.039,80   69.781,65 -19,9% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          62,84    63,55   -1,1%     -0,71 +10,5% 
Brent/ICE          67,36    68,05   -1,0%     -0,69 +11,8% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           5.027,49   4.965,05   +1,3%     62,45 +14,9% 
Silber           81,74    77,90   +4,9%      3,84  +9,3% 
Platin          1.781,88   1.769,81   +0,7%     12,07  +0,9% 
Kupfer            5,91     5,88   +0,4%      0,03  +3,2% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/flf

(END) Dow Jones Newswires

February 09, 2026 04:03 ET (09:03 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

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