DJ Sartorius lässt mittelfristige Klimaziele bis 2030 von SBTi absegnen
DOW JONES--Der Laborausrüster Sartorius hat im vergangenen Jahr neue mittelfristige Ziele für die Reduzierung von Treibhausgasemissionen bis 2030 erarbeitet und sich von der Science Based Targets Initiative (SBTi) absegnen lassen. Die Klimaschutzinitiative, hinter der unter anderem die Naturschutzorganisation WWF und die Vereinten Nationen stehen, habe bestätigt, dass die neuen Ziele im Einklang mit dem Ziel des Pariser Klimaabkommens stehen, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, teilte der im MDAX notierte Konzern mit.
Für direkte Emissionen aus dem eigenen Betrieb und dem Fuhrpark sowie indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie - die sogenannten Scope 1 und 2-Emissionen - strebt Sartorius bis 2030 eine Reduktion der CO2-Äquivalente in Tonnen um 42 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2022 an. CO2-Äquivalente sind eine Maßeinheiten, mit deren Hilfe die Wirkung sich die unterschiedlicher Treibhausgase auf das Klima mit der Wirkung von Kohlendioxid vergleichen lässt. Wichtigster Hebel für die Reduzierung sei die Umstellung der Standorte weltweit auf erneuerbare Energien, teilte Sartorius weiter mit. In Deutschland bezögen bereits alle sechs Konzernstandorte, darunter der Hauptsitz in Göttingen, zu 100 Prozent grünen Strom.
Für indirekte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette, die sogenannten Scope-3-Emissionen, sollen bis 2030 gegenüber 2022 relativ zur Wertschöpfung des Unternehmens um 51,6 Prozent sinken, also relativ zum operativen Ergebnis EBITDA plus Personalkosten.
Erreicht werden soll das der Mitteilung zufolge unter anderem durch die Dekarbonisierung der Lieferkette in Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten, das Ökodesign von Produkten und Verpackungen, die Logistik und nachhaltigen Gebäudebau.
Das im Oktober 2023 ausgegebene langfristige Klimaziel bestätigte der Konzern: Sartorius will bis zum Jahr 2045 seine gesamte Wertschöpfungskette klimaneutral gestalten und klimaneutral arbeiten. Dazu sollen vermeidbaren Emissionen eliminiert und verbleibende vollständig ausgeglichen werden, etwa durch den Erwerb von CO2-Zertifikate aus Klimaschutzprojekten.
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February 16, 2026 07:34 ET (12:34 GMT)
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