Donald Trumps Liebe zu Zöllen ist inzwischen weltweit bekannt. Nun hat das oberste US-Gericht seine Zölle einkassiert. Dies bietet Chancen für Anleger, denn nun herrscht wieder eine Mischung aus Sicherheit und Chaos im internationalen Handel. Wer profitiert, und warum? Wir bklicken deshalb auf aussichtsreiche Aktien.
Nun schiebt der Prime Court dem Treiben von Präsident Donald Trump endlich einen Riegel vor. Natürlich haben wir nun schon Routine im Umgang mit der wankelmütigen US-Administration. Daher gilt es zu wissen, dass das Thema "Zölle" damit nicht vom Tisch ist, sondern andere Umgehungstatbestände hervorrufen wird. Denn die US-Regierung braucht dringend Geld für die hohen Finanzierungslasten im Inland, den mächtigen Aufschlag im Ausland und dem territorialen Wunschdenken eines Staats-Oberhaupts, dem nichts näher ist, als sein eigenes Fortkommen unter der Flagge "America First". Internationale Ökonomen zweifeln in dieser Gemengelage an, dass der US-Dollar jemals wieder an Stärke gewinnen wird, geschweige denn der Staatsschuldenberg von bald 40 Billionen jemals abgetragen werden könnte. Für Investoren bedeutet das eine Bestätigung vorliegender Trends. Gold profitiert wegen neuer Unsicherheiten, interessant könnten nun auch die Automobilwerte werden, denn ihnen helfen die niedrigeren Zölle. Zeit für einige dringende Umschichtungen im Depot.
Der US Supreme Court hat am 20. Februar 2026 in einer 6:3-Entscheidung Präsident Trumps globale Zölle für rechtswidrig erklärt, da er das Notstandsgesetz "überschritten" habe - ein Schlag gegen seine Kern-Handels- und Außenpolitik. Diese Urteile entkräften die protektionistische Schlagkraft, die die Märkte zuletzt in Volatilität gestürzt hatten und eine internationale Flucht aus dem US-Dollar förderten. Während Aktien sich mehr auf ökonomische Chancen fokussierten, trieb es die 30-Jahre-Treasury-Yields an die magische 5 %Prozent-Grenze. Während der US-Präsident von positiven Effekten für die US-Ökonomie ausgeht, schleicht sich ein Rekorddefizit von 696 Mrd. US-Dollar allein in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres in die Bücher. Prognosen erwarten einen Anstieg auf etwa 6 % zum BIP für 2026, die korrespondierende Staatsverschuldung rast offiziell auf 120 % des BIP zu. Trumps "One Big Beautiful Bill Act" speist sich aktuell noch durch die Zölle, aber was passiert, wenn diese Mittel zurückbezahlt werden müssen? Gar nicht auszudenken, denn die Finanzagentur müsste das entstehende Loch sofort nachfinanzieren, da die neuen Mittel für internationale Konflikte und Deportationskosten längst ausgegeben wurden. Schon heute muss das Schatzamt Zinsen von knapp 2 Bio. US-Dollar stemmen, die langfristigen Kosten der Trumpschen Politik könnten aber noch deutlich höher werden.
Trumps internationales Standing leidet unter dem Urteil der höchsten Richter, da er internationale Allianzen aufs Äußerste strapaziert, während Ambitionen wie Kanadas Annexion oder Venezuelas Dominanz weiterhin polarisieren. Das Zoll-Fiasko mindert insbesondere seine Glaubwürdigkeit gegenüber den wichtigsten Handelspartnern EU und China. Für den Dollar bedeutet dies anhaltende Schwäche, für die Edelmetalle neuer Treibstoff nach oben. Langfristig stockt die US-Leistung bei gleichzeitig hoher Schuldenlast, was das Wachstum drosselt und Rezessionsrisiken steigert - trotz noch relativ robuster Arbeitsmarktdaten. Gold als Safe Haven glänzt schon seit Monaten, bei zunehmender Dollar-Schwäche und Unsicherheit ist das eine Steilvorlage für neue Rekordkurse. Silber folgt als Industriemetall- und Inflations-Hedge. Für Investoren signalisiert dies freie Bahn für neue Aufwärtstrends! Der Supreme Court-Beschluss schwächt zwar Trumps Agenda, doch laut deutscher Industrie- und Handelskammer (DIHK) bleibt des Urteils zum Trotz die Unsicherheit für deutsche Firmen im US-Geschäft hoch. "Denn es gibt weiterhin andere Instrumente für handelsbeschränkende Maßnahmen in den Händen der US-Administration, auf deren Einsatz sich die deutsche Wirtschaft einstellen muss", sagt DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. Dennoch gibt es in den nächsten Wochen auch für Export-Unternehmen ein handelbares Aufwertungsfenster.
Barrick Gold: Kommt jetzt die Aufspaltung!?Was Zoll-Diskussionen immer bewirkt haben, ist Unsicherheit. Zusätzlich schütten sie Wasser in die Mühle der Edelmetall-Aufwertung, die neben einer fundamentalen Grundtendenz nun auch noch politischen Rückenwind erhält. Barrick Mining Corp. (48,25 US-Dollar | CA06849F1080), einer der weltweit führenden Goldbergbaukonzerne, hat bereits eine Rally von 127 Prozent in den vergangenen 12 Monaten zeigen können. Nun prüft der Konzern eine strategische Aufspaltung in zwei eigenständige Einheiten, um Wert für Aktionäre zu maximieren und geopolitische Risiken zu minimieren. Eine nordamerikanisch ausgerichtete Gesellschaft würde Premium-Assets wie die hochpotente Fourmile-Mine in Nevada bündeln, während eine zweite Einheit risikoreichere Vermögenswerte in Afrika und Asien übernimmt. Ein Schritt, der die 2019er Fusion mit Randgold Resources weitgehend rückgängig machen könnte. Diese Pläne, die von Insidern an Reuters durchgesickert waren, gewannen seit November 2025 an Dynamik. Zuletzt schloss Barrick eine Einigung mit der malischen Militärregierung über 430 Mio. US-Dollar Abfindung und erhielt dafür die Kontrolle über die profitable Loulo-Gounkoto-Mine zurück, ein Potenzial von rund 700.000 Unzen Gold im Jahr. Ergänzend sicherte sich ...
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