DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
RHEINMETALL - Der Rüstungskonzern Rheinmetall steht kurz davor, gemeinsam mit zwei Startups einen Auftrag für Kamikaze-Drohnen der Bundeswehr zu erhalten, wie die Financial Times unter Berufung auf zwei mit den mit den Plänen des Verteidigungsministeriums vertraute Personen berichten. Rheinmetall sei zunächst leer ausgegangen, weil der Konzern sein eigenes Produkt nicht rechtzeitig vorführen konnte. Der Auftrag werde für den Rüstungskonzern voraussichtlich einen Wert von zunächst 269 Millionen Euro haben, der sich noch erhöhen könne, wenn bestimmte Meilensteine erreicht werden. Der Vertrag müsse noch von dem Haushaltsausschuss des Bundestages abgesegnet werden. (Financial Times)
WEBASTO - Der angeschlagene Autozulieferer Webasto sieht Fortschritte bei der Sanierung und wagt die nächste Investition. Der Konzern wolle ein drittes Werk in Indien eröffnen, sagte Webasto-CEO Jörg Buchheim dem Handelsblatt. "Wir sehen Indien jetzt als echten Wachstumsmarkt." Aktuell wachse das Geschäft in Indien mit 25 bis 30 Prozent im Jahr. "Dieses Tempo wollen wir beibehalten." Die Umsätze im bevölkerungsreichsten Land der Welt sollen bis 2030 von zuletzt 125 auf 350 Millionen Euro steigen. "Langfristig peilen wir eine Milliarde Umsatz in Indien an." Webasto hat bislang zwei Werke in dem Land. Nun kommt eines im Norden hinzu. Hier fertigen vor allem die Autobauer Maruti-Suzuki und Tata. (Handelsblatt)
DVS - Der Ratinger Briefdienstleister DVS und seine Tochter Zendis haben Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Wie ein Unternehmenssprecher der Wirtschaftswoche bestätigte, will Geschäftsführer Michael Mews das Unternehmen jetzt sanieren und weiterführen. Als Sachverwalter wird Markus Kier von der Düsseldorfer Kanzlei Piepenburg eingesetzt, als Sanierungsspezialisten begleiten die Kanzleien Baker Tilly und McDermott Will & Schulte den Vorgang. Der Geschäftsbetrieb wird nicht beeinträchtigt. Die Insolvenz wird von Marktbeobachtern auch auf staatliche Rahmenbedingungen zurückgeführt. Seit der Postgesetznovelle Mitte 2024 darf die Post auch große Volumen Geschäftskundenpost ohne Mehrwertsteuer anbieten. (Wirtschaftswoche)
ETIHAD - Eine Vielzahl neuer globaler Zölle hat der Fluggesellschaft Etihad im vergangenen Jahr mehr Schaden zugefügt als etwaige geopolitische Konflikte. Konzernchef Antonio Neves sagte, das Geschäft der Airline mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten sei durch veränderte Reisegewohnheiten aufgrund von Zolländerungen beeinträchtigt worden - er verglich die Situation mit "Schneestürmen", die den Verkehr mehrere Tage lang lahmlegten. Flugpläne und -muster wurden im letzten Jahr mehrmals kurzfristig geändert, da die USA Zölle für andere Länder androhten, einführten oder änderten, oft ohne große Vorwarnung. "Wir haben kurzfristig Auswirkungen auf die Nachfrage gesehen, aber sie hat sich sehr schnell wieder erholt", sagte Neves. "Es ist wie bei einem großen Schneesturm: Drei oder vier Tage lang ist der Verkehr völlig durcheinander, aber dann kehrt wieder Normalität ein." Dennoch wies Etihad am Dienstag Rekordgewinne aus und bereitet einen möglichen Börsengang vor. (Financial Times)
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February 25, 2026 00:37 ET (05:37 GMT)
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