NEW YORK (dpa-AFX) - Der Iran-Krieg und der wieder gestiegene Ölpreis dürften den US-Aktienmarkt am Donnerstag belasten. Etwa eine Stunde vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial 0,6 Prozent tiefer auf 48.468 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 wird 0,4 Prozent im Minus erwartet.
Der noch keine Woche alte Iran-Krieg zieht immer weitere Kreise. So fliegt eine ballistische Rakete Richtung Nato-Land Türkei, Israel greift weiter Hisbollah-Stellungen im Libanon an, in den Golfstaaten gibt es Drohnen-Attacken auf zivile Ziele, und die USA versenken vor Sri Lanka ein Kriegsschiff.
Die Entwicklungen im Krieg der USA und Israels gegen den Iran veranlassen die Händler erneut dazu, Risiken zu begrenzen, nachdem sich die Stimmung am Vortag noch leicht verbessert hatte. Die Spannungen auf den Energiemärkten treten zunehmend in den Vordergrund. So versucht China, Kraftstoff zu sparen, und japanische Raffinerien fordern die Freigabe strategischer Erdölreserven.
Die Straße von Hormus, durch die ein großer Teil des globalen Ölhandels verläuft, bleibt die Hauptsorge an den Märkten. Der Schiffsverkehr durch diese Wasserstraße ist nahezu zum Erliegen gekommen. Dadurch sind die Öllieferungen aus dem Iran sowie von anderen Produzenten am Persischen Golf unterbrochen und Förderländer gezwungen, ihre Produktion zu drosseln.
Unter den Einzelwerten lohnt ein Blick auf Aktien aus der Chipbranche, nachdem Broadcom starke Wachstumszahlen für die vergangenen drei Monate und einen positiven Ausblick auf das laufende Geschäftsquartal geliefert hatte. Die Papiere von Broadcom stiegen im vorbörslichen US-Handel um knapp fünf Prozent.
Der von Broadcom angepeilte KI-Chip-Umsatz würde einen bedeutenden Vorstoß in den vom Branchenkollegen Nvidia dominierten Markt bedeuten, hieß es von Börsianern. Das spiegelte sich bei den Aktien von Nvidia mit einem vorbörslichen Abschlag von 0,7 Prozent wider.
Für die Anteilsscheine von The Trade Desk ging es vorbörslich um gut ein Fünftel nach oben. Das auf die Tech-Branche spezialisierte Online-Medium "The Information" hatte berichtet, dass The Trade Desk Gespräche geführt habe, um das KI-Softwareunternehmen OpenAI beim Verkauf von Anzeigen zu unterstützen./la/jha/
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