DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
DEUTSCHE BAHN - Im vergangenen Jahr hat die Deutsche Bahn (DB) aufgrund der hohen Unpünktlichkeit im Fernverkehr insgesamt 156,1 Millionen Euro an Entschädigungen an ihre Kunden ausgezahlt. Das sagte Fernverkehrsvorstand Michael Peterson im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Die Summe entspricht einer Verdreifachung gegenüber 2019 - aber einem Rückgang in Höhe von knapp 41 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. "Wir gehen davon aus, dass das auch daran liegt, dass es im vergangenen Jahr keine großen Sonderereignisse wie Streiks gab", sagte Peterson. "Trotzdem ist es für uns eine große finanzielle Belastung." Derweil hat die Bahn-Tochter DB Fernverkehr hat zum 1. März die geplante Arbeitszeit des fahrenden Personals aufgrund der vielen Verspätungen um rund eine halbe Stunde reduziert. Außerdem wird bei besonders störanfälligen Zügen jetzt etwa eine halbe Stunde mehr Puffer für Personalübergänge von einem ICE auf den anderen eingeplant, insgesamt sind damit nun bis zu 90 Minuten Pufferzeit möglich. (Süddeutsche Zeitung)
VW - Inmitten der tiefsten Krise bei Volkswagen seit dem Dieselskandal hat die Eigentümerfamilie Porsche-Piëch einen Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrats betrieben, den Plan jetzt aber verworfen. Wie das Handelsblatt aus Konzern- und Aufsichtsratskreisen erfuhr, haben sich die Großaktionäre darauf verständigt, dass Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch, dessen Berufung im Sommer auslaufen würde, eine dritte Amtszeit erhalten soll. Allerdings muss der 74-Jährige selbst noch entscheiden, ob er weitermachen will. Der Einigung war ein monatelanges Ringen um die Spitze des Kontrollgremiums vorausgegangen. (Handelsblatt)
ZEPPELIN - Lange stand der Baumaschinenspezialist Zeppelin im Schatten des Autozulieferers ZF. Beide gehören der Zeppelin-Stiftung, die von der Stadt Friedrichshafen verwaltet wird, nur ist ZF deutlich größer. Doch aktuell glänzt vor allem ein Unternehmen. Während die Branchenkrise ZF voll erwischt hat, ist Zeppelin in Zukunftsfeldern wie Infrastruktur, Rechenzentren und Energieversorgung aktiv - und hat ehrgeizige Wachstumspläne. "Wir wachsen gesund und profitabel", sagte Zeppelin-Chef Matthias Benz dem Handelsblatt. Auch wenn die letzten beiden Jahre wegen der Krise am Bau nach 13 Jahren stetigen Wachstums zuvor etwas schwieriger waren: Zeppelin hat in den vergangenen sechs Jahren die Umsätze fast verdoppelt. Die Erlöse lagen 2025 bei knapp fünf Milliarden Euro, auch dank einer großen Übernahme. (Handelsblatt)
NORDLB - Die NordLB setzt ihr aktuelles IT-Großprojekt zur Einführung einer neuen Banksteuerung schneller um als geplant. "Zu Beginn des Jahres 2026 haben wir die erste Programmphase erfolgreich umgesetzt - rund sechs Monate früher als ursprünglich geplant", gab die Landesbank aus Hannover jetzt bekannt. Für das Institut, das 2024 eine jahrelange Restrukturierung abschloss, ist das erreichte Zwischenziel in dem mehrjährigen Projekt ein bedeutsamer Schritt. Offen ist, ob die NordLB erstmals seit 2014 für das vergangene Jahr eine Dividende zahlen wird. Für "dividendenfähig" hatte sie sich die bereits vor einem Jahr mit der Vorlage ihres Jahresabschlusses 2024 erklärt. Die Eigentümer entschieden sich jedoch gegen eine Ausschüttung. Aus dem Finanzministerium Sachsen-Anhalts hingegen hieß es, man würde eine Ausschüttung begrüßen. Die Zahlung einer Dividende könnte als Zeichen gelten, dass die Eigentümer die Neuaufstellung der Bank nach der mit Kapital- und Garantiehilfen von 3,7 Milliarden Euro verbundenen Rettung Ende 2019 als beendet ansehen. (Börsen-Zeitung)
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March 16, 2026 01:48 ET (05:48 GMT)
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