Original-Research: FORTEC Elektronik AG - von Montega AG
Einstufung von Montega AG zu FORTEC Elektronik AG
Preview H1: Besserung nach nochmals schwachem Q2 in Sicht FORTEC Elektronik wird am 26. März den Halbjahresbericht vorlegen. Wir erwarten für Q2 ein weiteres schwaches Quartal unter Q1-Niveau, sehen aufgrund zuletzt vielversprechender Neuaufträge sowie der Aussagen des Vorstands auf der vergangenen HV aber Anzeichen für eine baldige Steigerung der Profitabilität. Auftragsschwäche dürfte in Q2-Erlös spürbar werden: Nach dem deutlichen Absinken des Auftragsbestands auf 44,3 Mio. EUR per 30.09. (-22,6% qoq; -11,3% yoy) rechnen wir für Q2 mit einem Umsatzrückgang von rund 3,5% yoy auf 17,5 Mio. EUR, der aber zuleich den Tiefstwert im Jahresverlauf darstellen sollte. Gleiches gilt u.E. für das Q2-EBIT, das wir inklusive der PPAs aus der Nottrot-Übernahme bestenfalls auf Break Even-Niveau erwarten (Vj.: 0,4 Mio. EUR). Auf Halbjahressicht dürfte FORTEC somit sowohl umsatz- als auch ergebnisseitig noch einen markanten Rückstand auf die Guidance (Umsatz: 80-85 Mio. EUR; EBIT: 0,9-2,1 Mio. EUR) aufweisen. Für eine baldige operative Erholung spricht neben zuletzt robusten Auftragseinängen der Deutschen Elektro- und Digitalindustrie (Jan.: +3,2% yoy; Quelle: ZVEI) auch die spürbar zunehmende Auftragsdynamik aus dem u.E. mit überdurchschnittlichen Margen verbundenen Defense-Geschäft. Auch Segment Datenvisualisierung profitiert von Defense-Auftrag: So hatte jüngst die Tochtergesellschaft FORTEC Integrated einen eiligen Großauftrag aus dem Bereich Defense mit einem Gesamtvolumen von 3,4 Mio. USD gemeldet. Dieser Auftrag im Segment Datenvisualisierung ergänzt den bislang größten Einzelauftrag i.H.v. 4 Mio. USD aus dem militärischen Bereich, den FORTEC zuvor im Segment Stromversorgungen gewinnen konnte (vgl. Comment vom 22.01.2025). Der neue Auftrag umfasst vor allem Embedded-Lösungen für eine sicherheitsrelevante Anwendung, ohne weitere Details zum Auftraggeber, Projektinhalt oder Einsatzgebiet zu nennen. Hervorzuheben ist, dass dieser Auftrag laut Vorstand bereits im laufenden Geschäftsjahr, das zum 30. Juni endet, positive Effekte auf die Top und Bottom Line entfalten sollte. Eine kurzfristige Stabilisierung der Auslastung im Bereich Datenvisualisierung ist angesichts der zuletzt besonders schwachen operativen Performance des Segments (FY 2024/25: Segmentumsatz: -22,2% yoy; EBIT-Marge: 0,0%) besonders zu begrüßen und sollte die Geschäftsentwicklung in H2 stützen. Allerdings dürfte die jüngste Eskalation im Iran-Konflikt weiter spürbar negativ auf der Investitonsneigung der Industriekunden lasten, sodass wir die Prognosen für FY 25/26 nochmals deutlich senken. Mittelfristige Ziele dürften auftrechterhalten werden: Dennoch gehen wir nicht davon aus, dass FORTEC die mittelfristigen Ziele im Rahmen des H1-Berichts anpassen wird. Vielmehr bekräftigte Interims-Vorstand Henrik Christiansen auf der HV die Zielmarke einer EBIT-Marge von >10% bis 2030, die bei einem Konzernumsatz von 120 bis 130 Mio. EUR erreichbar sein soll. Als 'Zwischenziel' wurde eine Marge von 5 bis 8% zum Geschäftsjahr 2027/2028 avisiert, was sich mit unseren Prognosen deckt. Eine operative Marge von mindestens 10% konnte FORTEC zwar historisch schon einmal in 2022/2023 vorweisen (10,1%), diese erachten wir im aktuellen Marktumfeld jedoch als unrealistisch und bleiben in unserem DCF-Modell bis einschließlich der Terminal Value-Marge (MONe: 6,0%) deutlich darunter positioniert. Auch sehen wir das Risiko, dass das kommende Management diese Zielsetzung gleich zu Beginn einkassiert. Hinsichtlich der Neubesetzung des Vorstands befindet sich der Aufsichtsrat nach wie vor in einem strukturierten Auswahlverfahren und Gesprächen mit potenziellen Kandidaten. Fazit: Bei FORTEC dürfte sich das Zahlenwerk zunächst nochmals verschlechtern, ehe Besserung eintritt. Wir sehen darin jedoch einen attraktiven Turnaround-Case und erachten FORTEC nicht zuletzt angesichts der starken Bilanz (Net Cash), der Bewertung unter Buchwert (KBV: 0,8x) und des u.E. hohen Wachstumspotenzials in den Bereichen Defense und Infrastruktur sogar als potenzielles Übernahme-Target. Vor diesem Hintergrund bestätigen wir das Rating 'Kaufen' und das Kursziel von 17,00 EUR, raten Investoren jedoch dazu, zunächst die bevorstehende H1-Berichterstattung abzuwarten. +++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS / HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter http://www.montega.de +++ Über Montega: Die Montega AG ist eine innovative Investment-Banking-Boutique mit klarem Fokus auf den Mittelstand und agiert als Plattformanbieter für den Austausch zwischen börsennotierten Unternehmen und institutionellen Investoren. Montega erstellt hochwertiges Equity Research, veranstaltet vielfältige Kapitalmarktevents im In- und Ausland und bietet eine umfassende Unterstützung bei Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen. Die Mission: Emittenten und Investoren zusammenbringen und für Transparenz im Börsenumfeld sorgen. Dabei konzentriert sich Montega auf jene Marktteilnehmer, deren Sprache die Mittelstandsexperten am besten beherrschen: Small- und MidCaps auf der einen sowie Vermögensverwalter, Family Offices und Investment-Boutiquen mit einem Anlagefokus im Nebenwertebereich auf der anderen Seite. Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: Factsheet Kontakt für Rückfragen: Montega AG - Equity Research Tel.: +49 (0)40 41111 37-80 Web: www.montega.de E-Mail: info@montega.de LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/montega-ag Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. | ||||||||||||||||||||
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