EQS-News: Baader Bank AG
/ Schlagwort(e): Jahresergebnis
Die Baader Bank steigert im abgeschlossenen Geschäftsjahr das Ergebnis vor Steuern um 81 % auf insgesamt EUR 72,9 Mio. im Konzern (2024: EUR 40,2 Mio.). Für 2025 liegt das Konzernergebnis nach Steuern bei EUR 50,7 Mio. (2024: EUR 23,5 Mio.) und das Ergebnis je Aktie nach Steuern bei EUR 1,04 (2024: EUR 0,48). Die erhöhte Marktvolatilität 2025 gegenüber dem Vorjahr hat sich positiv auf das Kapitalmarkt- und Wertpapierhandelsgeschäft der Baader Bank ausgewirkt. Das abgelaufene Geschäftsjahr war geprägt von Zolldrohungen, einer Gold- und Silber-Rally, KI-Trends, politischen Spannungen und globalen Krisen - während zahlreiche Aktienindizes im Jahresverlauf (trotzdem) neue Allzeithöchststände erreichten. Die Gewinnung von Marktanteilen sowie die hohen Volumina an den globalen Börsen und die Steigerung der Orderzahlen insbesondere am Handelsplatz gettex, haben sich über das Gesamtjahr 2025 hinweg deutlich positiv auf das Ergebnis aus Handelsgeschäft ausgewirkt, welches sich gegenüber dem Vorjahr auf EUR 131,3 Mio. nahezu verdoppelt hat (2024: EUR 66,7 Mio.). Das Ergebnis aus Provisionsgeschäft beläuft sich auf EUR 113,3 Mio. (2024: EUR 102,3 Mio.) und verzeichnet damit ebenfalls ein deutliches Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis aus Zinsgeschäft ist mit EUR 45,4 Mio. im Jahresvergleich leicht rückläufig (2024: EUR 48,5 Mio.), was im Wesentlichen auf geringere Kundeneinlagen und ein leicht gesunkenes Zinsniveau zurückzuführen ist. Die Umsatzerlöse liegen mit EUR 12,5 Mio. auf einem leicht erhöhten Niveau (2024: EUR 11,5 Mio.). Im Geschäftsjahr 2025 erhöhten sich die Gesamterträge infolge der positiven Ertragsentwicklung erneut deutlich um 29 % auf EUR 320,2 Mio. (2024: EUR 247,7 Mio.). Die Gesamtaufwendungen sind hingegen im vergangenen Geschäftsjahr um lediglich 19 % auf EUR 247,3 Mio. angestiegen (2024: EUR 207,5 Mio.). Haupttreiber der Erhöhung sind die Personalaufwendungen, die unter Berücksichtigung variabler Vergütungsbestandteile und wachsendem Personalgerüst auf EUR 116,8 Mio. steigen (2024: EUR 92,2 Mio.). Per 31.12.2025 beträgt die Mitarbeiteranzahl (in Vollzeitstellen gerechnet) im Konzern 678 (2024: 631). Des Weiteren steigt der Sachaufwand auf EUR 112,9 Mio. bedingt durch Investitionen im IT-Bereich (2024: EUR 97,5 Mio.). Der Vorsorgeaufwand bleibt demgegenüber mit EUR 17,7 Mio. nahezu unverändert (2024: EUR 17,8 Mio.) und enthält die planmäßigen Zuführungen i.H.v. EUR 13,5 Mio. zum Fonds für allgemeine Bankrisiken¹ (2024: EUR 11,8 Mio.). Die Eigenkapitalrendite nach Steuern konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr gesteigert werden und liegt mit 26,8 % deutlich über dem Vorjahreswert von 14,2 %. Langfristige Partnerschaften stärken Wachstum im B2B2C-Geschäft Die Anzahl von B2B2C-Kunden und das betreute Kundenvolumen sinken im Jahresvergleich um rund ein Drittel aufgrund der De-Migration eines Kooperationspartner zum Ende des Jahres 2025. Das um den De-Migrationseffekt bereinigte Wachstum beläuft sich auf 33 % (Anzahl der Kunden) bzw. 38 % (betreutes Kundenvolumen) im zurückliegenden Geschäftsjahr und zeigt eine starke Entwicklung mit den bestehenden Kooperationspartnern. Insgesamt konnten die Effekte der De-Migration durch das konstante Neukundenwachstum mit bestehenden und neuen Kooperationspartnern in diesem Geschäftsfeld teilweise kompensiert werden. So konnten im zurückliegenden Geschäftsjahr neue Kooperationspartnerschaften und Vermögensverwalterkunden, wie z. B. MyMarkets und JoeBroker, an die Plattform der Baader Bank angebunden werden. Auch die Vertiefung der Zusammenarbeit mit NAO konnte durch die Sicherstellung der Skalierbarkeit im Handling von Privat Market Fonds (ELTIFS) vorangetrieben werden. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern erweitert die Baader Bank stetig das Produktportfolio, um Kunden innovative und marktgerechte Lösungen zu bieten, wie zum Beispiel den 24/7-Krypto-Handel, den Anleihe-Handel, die Nutzung von Zins- und Währungskonten und die Verlängerung von Handelszeiten, wie zuletzt auch die Verlängerung der Handelszeiten auf samstags von 14-19 Uhr im außerbörslichen Handel. Das Handelsvolumen mit Kryptowährungen im Rahmen des B2B2C-Kooperationsgeschäfts erfährt im abgeschlossenen Geschäftsjahr einen Anstieg von etwa 50 % gegenüber dem Vorjahr. Im Verlauf des Geschäftsjahres legt die Baader Bank ihren Fokus auf die Vermarktungsinitiative für das eigene Handelsangebot unter der Marke 'Baader Trading'. Neben der Steigerung der Markenbekanntheit und der Etablierung digitaler Kanäle, wie vor allem der Kurswebsite www.baadertrading.de, steht dabei die kontinuierliche Optimierung des Handelsangebots in Zusammenarbeit mit den zahlreichen Handelspartnern im Mittelpunkt. Dazu zählen auch die jüngsten Angebote rund um den Wochenendhandel und ein Event für Privatanleger, die Baader Trading Days, die am 25. und 26. Oktober 2025 stattgefunden haben. Solide Eigenkapitalbasis Die Bilanzsumme der Baader Bank geht im Berichtszeitraum auf EUR 3,2 Mrd. zurück (31.12.2024: EUR 4,8 Mrd.), bedingt durch die De-Migration eines Kooperationspartners und dem damit verbundenen Rückgang der Kundeneinlagen. Dieser Effekt konnte nur teilweise durch Neukundengewinnung kompensiert werden. Das Eigenkapital konnte aufgrund der sehr guten Ergebnisentwicklung auf EUR 232,9 Mio. gesteigert werden (31.12.2024: EUR 189,4 Mio.). Die Gesamtkapitalquote liegt für das zurückliegende Geschäftsjahr im Konzern per 31.12.2025 bei 22,3 %. Mit dieser soliden Kapitalbasis verfügt die Baader Bank über ausreichende Kapazitäten, um gezielt in weiteres Wachstum zu investieren und regulatorische Kapitalanforderungen zu erfüllen. Der Vorstand plant, unter Vorbehalt der entsprechenden Gremienbeschlüsse und Aufsichtsvorgaben, der Hauptversammlung vorzuschlagen für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende in Höhe von EUR 0,20 je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. Die Aktionäre sollen hierüber im Rahmen der virtuellen Hauptversammlung am 09.07.2026 entscheiden. Weichenstellung für die Zukunft: Stärkung der Führungsstrukturen Nach dem Rekordjahr 2025 stellt das Unternehmen im laufenden Jahr auch die Weichen für die Zukunft. Ein entscheidender Schritt erfolgt im Rahmen der strukturierten Nachfolgeplanung: Der Vorstandsvorsitzende der Baader Bank, Nico Baader, wird sein zum 30.06.2026 endendes Vorstandsmandat im besten Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat nicht verlängern. Er gehört dem Vorstand seit 2009 an, seit 2015 als Vorstandsvorsitzender und verantwortete in dieser Zeit unterschiedliche Aufgabenbereiche. Nico Baader wird künftig innerhalb der Unternehmensgruppe neue Aufgaben übernehmen. So wird er ab dem 01.07.2026 die Geschäftsführung der Mutterfinanzholding der Baader Bank Gruppe, der Baader Beteiligungs GmbH, verantworten und sich nach Ablauf einer Cooling-Off-Periode für ein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats der Baader Bank zur Wahl stellen. Die Familie Baader sichert auf diese Weise vorausschauend die verlässliche Nachfolge in der Führung der gesamten Unternehmensgruppe und sorgt für Kontinuität und Stabilität im Familienverbund und der Aktionärsbasis der Baader Bank. Der Wechsel erfolgt im engen Schulterschluss zwischen den Verantwortlichen mit dem gemeinsamen Ziel, Beständigkeit und Verlässlichkeit im Sinne des Unternehmens und seiner Investoren sicherzustellen. Dr. Louis Hagen, Aufsichtsratsvorsitzender der Baader Bank, betont: "Nico Baader hat die Baader Bank über viele Jahre hinweg entscheidend geprägt. Unter seiner Führung wurden wichtige strategische Initiativen umgesetzt, wie die Erlangung der Vollbanklizenz in 2008 sowie der Aufbau des Investment Bankings und des Kundengeschäfts ab 2011. Er hat die Position des Unternehmens im Markt während seiner Amtszeit deutlich gestärkt. Die Führung der Bank zeichnete sich durch seine fachliche Kompetenz, sein großes Engagement und seine hohe Akzeptanz bei Kunden und der Belegschaft aufgrund seiner menschlichen Qualitäten aus. Dafür gebühren ihm großer Dank und Anerkennung." Nico Baader ergänzt: "Ich freue mich sehr auf die neuen Aufgaben. Ich bin ausgesprochen dankbar dafür, mit meinem Tun einen Beitrag zur erfolgreichen Entwicklung unseres Unternehmens geleistet zu haben." In seiner Sitzung vom 25.03.2026 hat der Aufsichtsrat zudem entschieden, das Mandat des bisherigen stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden, Oliver Riedel, in Anerkennung seiner erfolgreichen Arbeit, vorzeitig um weitere fünf Jahre zu verlängern und ihn mit Wirkung zum 01.07.2026 zum neuen Vorstandsvorsitzenden zu bestellen. Oliver Riedel gehört dem Vorstand seit 2015 an und ist seit 2023 stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Im Vorstand verantwortet er derzeit den gesamten Marktbereich. Oliver Riedel ist seit 2010 bei der Baader Bank tätig. Er ist zudem Vorsitzender des Verwaltungsrats der Baader Helvea AG (Zürich) und Mitglied in den Verwaltungsräten der Baader Helvea Ltd. (London) und der Baader Helvea Inc. (New York). In seiner Berufslaufbahn bekleidete er verantwortungsvolle Positionen im Aktien- und Derivatehandel, unter anderem bei der Bayerischen Landesbank, der Schmidt Bank und der HypoVereinsbank. Der Aufsichtsrat der Baader Bank hat ferner in seiner Sitzung am 25.03.2026 beschlossen, den bisherigen Generalbevollmächtigten Kai Göhring, vorbehaltlich der aufsichtlichen Zustimmung, für die Dauer von fünf Jahren zum Mitglied des Vorstands zu bestellen. Kai Göhring ist seit 2015 für die Baader Bank als Managing Director tätig. Er wurde 2023 zum Generalbevollmächtigten ernannt und verantwortet aktuell die Ressorts Finanzen, Kredit, Backoffice, Legal sowie Kapitalmarktabwicklung. Kai Göhring agiert zudem seit vielen Jahren als Aufsichtsratsmitglied und Aufsichtsratsvorsitzender in Gruppen- und Beteiligungsunternehmen der Baader Bank. Der gelernte Volljurist verfügt über mehr als 20 Jahre Berufserfahrung in der Finanzbranche. Nach Stationen bei internationalen Großkanzleien in Frankfurt und New York wechselte er 2011 auf die Bankenseite, wo er zunächst bei der Morgan Stanley Bank AG in Frankfurt als Executive Director tätig war, bevor er 2015 zur Baader Bank wechselte. Dem Vorstand gehört weiterhin Martin Zoller an, der zum 01.03.2025 als Risikovorstand berufen wurde. Er trägt die Verantwortung für die Bereiche Risk Management & Regulatory Reporting, Group Business Resilience und Group Compliance. Martin Zoller verfügt über 20 Jahre Erfahrung im Banking- und Wertpapiergeschäft - davon mehrheitlich im Risikomanagement von Finanzunternehmen, wie der Deutschen Börse, Clearstream und HSBC. Er war zuletzt bei der FNZ Bank S/E und davor bei der Deutschen WertpapierService Bank AG als Risikovorstand tätig. Dr. Louis Hagen erklärt dazu: "Der Aufsichtsrat freut sich außerordentlich, dass die Führung der Bank auch weiterhin in den Händen eines höchst motivierten Vorstandsteams mit kompetenten Führungspersönlichkeiten liegt, die mit dem Unternehmen seit langem verbunden sind. Die Baader Bank wird damit ihre erfolgreiche Strategie fortsetzen und ihre Marktpositionierung ausbauen." Oliver Riedel als künftiger CEO ergänzt: "Ich bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen. Ich werde die Tradition des Familienunternehmens gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen fortführen und freue mich sehr auf den erweiterten Verantwortungsbereich." Ausblick 2026 Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet der Vorstand der Baader Bank, dass sich die Marktvolatilität im Vergleich zum Vorjahr tendenziell auf einem ähnlichen Niveau entwickelt, während die Umsatzvolumina sich gegen über dem hohen Niveau des Vorjahres leicht verringern werden. Der Trend zur grundsätzlichen Verlagerung der Wertpapiervolumina auf entgeltfreie Handelsplattformen ist weiterhin zu beobachten und wird sich durch steigendes Interesse an Wertpapieranlagen und privater Altersvorsorge im Retailbereich, gestützt durch politische Reformen wie z. B. das Altersvorsorgedepot, nach Einschätzung des Vorstandes weiter fortsetzen. Gleichzeit agiert die Baader Bank bedingt durch die veränderte Kooperationspartnerstruktur im laufenden Geschäftsjahr auf einem niedrigeren Ausgangsniveau bei Kundenanzahl, Depot- und Einlagevolumen. Dementsprechend rechnet die Baader Bank grundsätzlich im Geschäftsjahr 2026 mit einer leicht steigenden Anzahl von Wertpapiertransaktionen auf einem gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Ausgangsniveau. Auf Basis dessen erwartet der Vorstand für die Baader Bank AG als auch für den Baader Bank Konzern ein Ergebnis vor Steuern für das Geschäftsjahr 2026, das deutlich unterhalb des Niveaus des Vorjahres (2025) liegt. Die damit einhergehende Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity) nach Steuern wird entsprechend ebenfalls deutlich unter Vorjahresniveau erwartet. In Anbetracht von unabwägbaren, exogenen Einflussfaktoren können zuverlässige Prognosen zur Geschäftsentwicklung nach Einschätzung des Vorstands nur unter Einschränkungen erstellt werden. Die zukunftsbezogenen Aussagen, Erwartungen und Prognosen zur künftigen Entwicklung der Baader Bank beruhen daher auf den zum Veröffentlichungszeitpunkt im Unternehmen verfügbaren Informationen und Erkenntnissen.
Kennzahlenübersicht Baader Bank Konzern 2025
Für weitere Informationen und Medienanfragen: Marlene Constanze Hartz
Marlene.hartz@baaderbank.de Baader Bank AG Weitere Termine: 28.03.2026 Anlegertag München 17.-18.04.2026 invest Messe Stuttgart 30.04.2026 Pressemitteilung zum Q1 2026
Über die Baader Bank AG:
26.03.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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2298026 26.03.2026 CET/CEST




