EQS-News: FORTEC Elektronik Aktiengesellschaft
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FORTEC Elektronik Aktiengesellschaft veröffentlicht Halbjahresbericht - Übernahmen stützen Umsatz und Ergebnisentwicklung
Mit 37,7 Mio. EUR (VJ: 35,6 Mio. EUR) lag der Konzernumsatz um 6 % über dem Vorjahr, was hauptsächlich auf die Akquisition der Nottrot B.V. zurückzuführen ist. Das EBIT des Konzerns konnte bezogen auf das Halbjahr mit rund 0,4 Mio. EUR (VJ: 0,2 Mio. EUR) leicht gesteigert werden. Der Periodenüberschuss zum Halbjahr lag mit 0,2 Mio. EUR auf Vorjahresniveau (VJ: 0,2 Mio. EUR). Der Auftragsbestand sank von 50,0 Mio. EUR zum 30. Juni 2025 auf 44,9 Mio. EUR zum 31. Dezember 2025 und unterstreicht damit die schwierigen Rahmenbedingungen für das Geschäft. Dennoch konnte im Berichtszeitraum wertvolle Vorarbeit für zwei im Januar 2026 realisierte Aufträge im unteren Millionenbereich geleistet werden. "Das erste Halbjahr hat gezeigt, dass unser Kerngeschäft zwar grundsätzlich profitabel ist, wir aber insgesamt deutlich hinter unseren Möglichkeiten zurückbleiben. Das wollen und werden wir ändern und dabei auch den zukünftigen Vorstand mit einbeziehen, um eine langfristig stabile und profitable Weiterentwicklung von FORTEC zu ermöglichen", erklärt Henrik Christiansen, CFO der FORTEC Elektronik Aktiengesellschaft. Das erste Halbjahr stand operativ im Zeichen der Integration der Akquisitionen Nottrot B.V. und Advantec Electronics B.V. in den Benelux-Staaten. Zudem hat der Vorstand im Rahmen einer Bestandsaufnahme einen erhöhten Restrukturierungsbedarf sowie potenzielle finanzielle Risiken innerhalb der Unternehmensgruppe festgestellt und als Folge davon ein Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsprogramm initiiert. Das standortübergreifende Programm wird derzeit gemeinsam mit externen Beratern erarbeitet und in den kommenden Monaten kommuniziert und umgesetzt. Es betrifft die Anpassung von Personalkapazitäten, die Überprüfung der wesentlichen Standorte auf Profitabilität sowie die Restrukturierung der Tochtergesellschaften FORTEC Integrated und FORTEC US. Daraus können zusätzlich auch nicht zahlungswirksame Aufwendungen aus Impairments sowie Wertberichtigungen auf Vermögensgegenstände infolge der veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entstehen. In diesem Zusammenhang rechnet der Vorstand mit zahlungswirksamen Aufwendungen für Abfindungen sowie Restrukturierungs- und Beratungskosten in einer Größenordnung von etwa 1,0 Mio. EUR bis 1,5 Mio. EUR. Die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen werden voraussichtlich ebenfalls im unteren einstelligen Millionenbereich liegen, sind derzeit jedoch nicht hinreichend sicher quantifizierbar. Aus diesem Grund hat der Vorstand am 24. März 2026 die Prognose für das Gesamtjahr angepasst. Demnach geht der Vorstand nun von einem prognostizierten Konzernumsatz zwischen 76 Mio. EUR und 80 Mio. EUR (bisher: 80 Mio. EUR bis 85 Mio. EUR) sowie einem ausgeglichenen bis leicht positiven operativen EBIT (bereinigt um Einmaleffekte) aus. Das unbereinigte EBIT wird aufgrund der zu erwartenden Einmaleffekte im negativen Bereich liegen (bisher: 0,9 Mio. EUR bis 2,1 Mio. EUR), ist jedoch aufgrund der genannten Unsicherheiten derzeit nicht konkret bezifferbar. Diese Prognose ist durch die aktuellen geopolitischen und weltwirtschaftlichen Unsicherheiten erschwert und unterliegt entsprechenden Risiken. Der aktuelle Krieg in der Golfregion zwischen den USA/Israel und IRAN hat zwar nur eingeschränkt direkte Auswirkungen auf FORTEC, jedoch sind mittelbare Einflüsse durch eine massive Verunsicherung in der Wirtschaft sowie in Bezug auf die Logistik feststellbar. Zudem rechnet der Konzern aufgrund von voraussichtlich wieder erhöhten Inflationsraten mit steigenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die unabhängig vom Umsatz sind, wie beispielsweise im Energiebereich. Die Organe werden die potenziellen Belastungen und Risiken für FORTEC weiter analysieren sowie die erforderlichen Gegenmaßnahmen festlegen. Infolge der Veränderungen innerhalb des Managements sowie der angekündigten Neubesetzung des Vorstands kann dieser Prozess bis in das neue Geschäftsjahr andauern und soll möglichst unter Einbeziehung der neuen Vorstandszusammensetzung erfolgen. Dieser wird vor dem Hintergrund der weiteren konjunkturellen Entwicklung sowie der Anpassung der kurzfristigen Prognose die bisherige Aussage zur mittelfristigen Prognose für das Jahr 2030 und die weiteren Umsatzziele dann ebenfalls erneut bewerten. "FORTEC blickt auf ein herausforderndes erstes Halbjahr zurück und wir müssen davon ausgehen, dass wir zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte ein negatives Ergebnis ausweisen werden. Mit dem geplanten Effizienz- und Restrukturierungsprogramm und einer gleichzeitigen Vorsorge für finanzielle Risiken stellen wir das Unternehmen aber für eine erfolgreiche Zukunft auf und können die bestehenden Unwägbarkeiten abbauen. Erklärtes Ziel ist es, FORTEC wieder dauerhaft auf ein attraktives Profitabilitätsniveau zurückzuführen", kommentiert Ulrich Ermel, COO der FORTEC Elektronik Aktiengesellschaft.
Wesentliche Ertragskennzahlen
*EBIT (Earnings before Interest and Taxes): Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern. **EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization): Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern sowie Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. ***Operatives EBIT / operatives EBITDA: EBIT bzw. EBITDA bereinigt um nicht operative bzw. periodenfremde Effekte (einmalige Kosteneffekte) zur Darstellung der zugrunde liegenden operativen Geschäftsentwicklung.
Der Halbjahresbericht steht auf der Website der Gesellschaft unter https://www.fortecag.de/investor-relations/berichte/ zur Verfügung.
Ulrich Ermel, Henrik Christiansen Vorstand
FORTEC Elektronik Aktiengesellschaft | Augsburger Str. 2b | 82110 Germering | Germany aktie@fortecag.de | www.fortecag.de Die FORTEC Elektronik Aktiengesellschaft (ISIN Aktie: DE0005774103, WKN: 577410) mit Sitz in Germering wurde 1984 als international tätiger Distributor von Standardlösungen im Bereich Stromversorgungen, Embedded-Systems und Displays gegründet. Darüber hinaus bietet die FORTEC Gruppe heute kundenspezifische Entwicklungen und komplette Systementwicklungen an. Seit April 2020 ist die FORTEC Elektronik Aktiengesellschaft als Holding für die Steuerung der verbundenen Unternehmen, die Strategie des Konzerns und wesentliche Teile der Administration zuständig. Die FORTEC Elektronik Aktiengesellschaft hat Tochterunternehmen in Deutschland, in der Schweiz, in UK, in den USA und den Niederlanden.
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26.03.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. |
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