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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/DAX wieder deutlich unter 23.000 - Kontron brechen ein

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX wieder deutlich unter 23.000 - Kontron brechen ein

DOW JONES--Nach der Erholung vom Vortag geht es mit den Kursen an Europas Börsen am Donnerstag im frühen Handel wieder nach unten. Ein schnelles Ende des Kriegs im Nahen Osten ist nicht in Sicht. "Die Situation im Nahen Osten bleibt unklar und wird von vielen Gerüchten und Spekulationen getragen", heißt es bei CMC. Zwar überwiege noch immer die Erleichterung darüber, dass sich die Situation im Nahen Osten zumindest kurzfristig nicht weiter verschlimmere. "Doch es bleiben halt die Zweifel, ob die vermeintlichen Gespräche am Ende tatsächlich zu einem Waffenstillstand führen können, da die Vorstellungen der drei Kriegsparteien doch ziemlich weit auseinanderliegen", so CMC weiter.

"Die Märkte werden (...) die Geduld verlieren, wenn beide Seiten einer Einigung nicht bald näherkommen. Es würde mich sehr überraschen, wenn Risikoanlagen ihre Gewinne von hier aus deutlich ausweiten würden. Die Risiken für die großen Aktienindizes sind weiterhin eher nach unten gerichtet, während sie für Rohöl nach oben tendieren", so Analyst Fawad Razaqzada von StoneX. Der Iran habe erklärt, dass der Krieg nur zu seinen eigenen Bedingungen enden werde und zu einem Zeitpunkt seiner Wahl. "Sie machen zudem deutlich, dass Trump den Zeitplan nicht diktieren wird", so Razaqzada weiter. Der Ölpreis der Sorte Brent zieht wieder an und liegt bei knapp 106 Dollar. Am Vortag notierte das Schwarze Gold zeitweise unter der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar.

Der DAX verliert 1,2 Prozent auf 22.685 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gibt 1,1 Prozent nach. Nach der Entspannung am Vortag ziehen die Renditen an den Anleihemärkten wieder an. Am Devisenmarkt notiert der Euro wenig verändert bei 1,1557 Dollar. Gold wird seinem Ruf als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten weiter nicht gerecht, der Preis fällt um 1,6 Prozent auf 4.431 Dollar die Feinunze.

Henkel verstärkt sich im Bereich Haarpflege und erwirbt die US-Haarpflegemarke Olaplex, in einer Transaktion mit einem Gesamttransaktionswert von 1,4 Milliarden US-Dollar. Wie Henkel mitteilte, ist eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von 100 Prozent der Premium-Haarpflegemarke unterzeichnet worden. Der Angebotspreis liege bei 2,06 US-Dollar je Aktie, entsprechend einem Gesamttransaktionswert von 1,4 Milliarden US-Dollar. Im Handel stößt die Akquisition grundsätzlich auf ein positives Echo. Dass Henkel auf der Suche nach Übernahmezielen sei, sei bekannt, so ein Händler. Der Kaufpreis gehe in Ordnung. Henkel gewinnen 0,4 Prozent.

Kontron hat für das abgelaufene Geschäftsjahr schwache Geschäftszahlen vorgelegt. Diese sind sowohl auf der Umsatz- wie auch der Ergebnisseite klar unter den Prognosen geblieben, auch der Ausblick auf das laufende Jahr erfüllt die Erwartungen nicht. Die Ankündigung eines 50 Millionen Euro schweren Aktienrückkaufprogramms stützt die Aktie nicht. Die Kontron-Aktie war im Vorfeld der Zahlen unter erheblichen Abgabedruck geraten, zum Zeitpunkt herrschte Rätselraten im Handel über die Hintergründe. Kontron brechen um 12 Prozent ein.

Positiv hebt RBC bei den endgültigen Geschäftszahlen von Delivery Hero die Entwicklung des freien Cashflows (FCF) im vierten Quartal hervor. Mit 250 Millionen Euro sei dieser klar besser als die Prognose von 201 Millionen ausgefallen. Mit Blick auf die Zielsetzung für das laufende Jahr heißt es, das angestrebte Wachstum des Bruttowarenwerts von 8 bis 10 Prozent entspreche in der Mitte dem Konsens. Der Konsens für das bereinigte EBITDA liege allerdings in der Nähe des oberen Randes der angestrebten Spanne. Delivery Hero halten sich ordentlich mit minus 0,8 Prozent in dem negativen Gesamtmarktumfeld.

Thyssenkrupp geben 4 Prozent nach. Belastend wirken Medienberichte über den nur schleppenden Verlauf der Gespräche mit Jindal über einen Verkauf der Stahlsparte. "Die Nachricht stellt weniger eine neue Sachlage dar als vielmehr eine zunehmende Verschlechterung des Sentiments im laufenden Verkaufsprozess", heißt es bei der DZ Bank. Die zugrundeliegenden Problemfelder - insbesondere Pensionsverpflichtungen, strukturell hohe Energiekosten sowie der erhebliche Investitionsbedarf im Zuge der Dekarbonisierung - seien bereits zuvor bekannt gewesen. "Neu ist vor allem die Kombination aus klar benannten kritischen Punkten und einer kurzfristig zeitlichen Verdichtung, was typischerweise auf ein fortgeschrittenes Stadium schwieriger Verhandlungen hindeutet."

Die Aktionäre von Scout24 (-0,5%) können sich über eine höhere Dividende freuen. Wie der Betreiber des Online-Marktplatzes Immoscout24 mitteilte, will er für 2025 eine Dividende von 1,50 Euro je Aktie ausschütten nach 1,32 Euro im Vorjahr.

Prosiebensat1 (+4%) hofft auf eine Erholung des TV-Werbemarktes in der zweiten Jahreshälfte und will den Umsatz auf organischer Basis im laufenden Jahr wieder steigern. Wie der Konzern im Rahmen der Veröffentlichung seiner ausführlichen Geschäftszahlen für 2025 weiter mitteilte, soll der operative Gewinn mithilfe von Kostensenkungen deutlich steigen. Für das vergangene Jahr, das von einem schwachen Werbeumfeld geprägt war, sollen die Aktionäre wie im Vorjahr eine geringe Dividende von 5 Cent bekommen.

Fluggesellschaften werden in der Regel als die am stärksten von großen geopolitischen Krisen betroffenen Akteure angesehen, wie Metzler anmerkt. Folglich sei der Lufthansa-Aktienkurs seit Beginn des Iran-Krieges erheblich unter Druck geraten. Bei genauerer Betrachtung werde jedoch deutlich, dass für Lufthansa die Chancen, die sich aus dieser Situation ergäben, die Risiken überwiegen könnten - vorausgesetzt, der Krieg bleibe von begrenzter Dauer. Sowohl im Passagier- als auch im Frachtgeschäft seien die Fluggesellschaften des Nahen Ostens und ihre Drehkreuze direkt von den Feindseligkeiten betroffen. Lufthansa könne in vielen Bereichen einspringen, um die Lücke zu füllen. Und damit ein signifikantes Nettobuchungswachstum sowie bessere Preise erzielen. Lufthansa verlieren 0,7 Prozent.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  5.585,90  -1,1   -63,43    5.649,33    16,8 
Stoxx-50    4.860,34  -1,0   -47,34    4.907,68    11,9 
DAX      22.685,28  -1,2  -271,80    22.957,08    19,9 
MDAX      28.275,47  -1,9  -545,85    27.039,42    15,3 
TecDAX     3.413,95  -1,8   -63,57    3.091,28    4,8 
SDAX      16.556,97  -2,1  -348,43    13.062,07    22,4 
CAC       7.800,60  -0,6   -45,95    7.846,55    10,0 
SMI      12.669,67  -0,4   -48,69    12.718,36    11,4 
ATX       5.363,79  -0,8   -40,84    5.404,63    38,3 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 19:52 
EUR/USD      1,1557  -0,0  -0,0001     1,1558   1,1569 
EUR/JPY      184,31  0,0   0,0000     184,31  184,3900 
EUR/CHF      0,9148  -0,0  -0,0002     0,9150   0,9155 
EUR/GBP      0,8657  +0,1   0,0012     0,8645   0,8652 
USD/JPY      159,46  0,0   0,0000     159,46  159,3400 
GBP/USD      1,3347  -0,1  -0,0016     1,3363   1,3369 
USD/CNY      6,9031  +0,0   0,0020     6,9011   6,9011 
USD/CNH      6,9076  +0,1   0,0058     6,9018   6,9028 
AUS/USD      0,6939  -0,1  -0,0008     0,6947   0,6954 
Bitcoin/USD  69.947,94  -1,5 -1.029,75    70.977,69 70.913,91 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     93,64  +3,7    3,32      90,32 
Brent/ICE     105,96  +3,7    3,74     102,22 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.435,85  -1,5   -69,21    4.505,06 
Silber       68,41  -4,0   -2,87      71,28 
Platin     1.883,18  -1,9   -36,55    1.919,73 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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March 26, 2026 05:02 ET (09:02 GMT)

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