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XETRA-SCHLUSS/DAX bleibt auf Talfahrt - Kursdebakel für CTS Eventim

DJ XETRA-SCHLUSS/DAX bleibt auf Talfahrt - Kursdebakel für CTS Eventim

DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag erneut mit deutlichen Abgaben geschlossen. Auf dem bereits hohen Niveau nochmals gestiegene Ölpreise und das Schlagzeilenrisiko zum Irankrieg vor dem Wochenende ließen Anleger auf Nummer sicher gehen und Aktien abstoßen. Zwar hatte US-Präsident Donald Trump die Frist für die Aussetzung von Angriffen auf den iranischen Energiesektor bis zum 6. April verlängert, zugleich prüft das Pentagon aber laut Medienberichten die Entsendung von bis zu 10.000 zusätzlichen US-Bodentruppen in den Nahen Osten. Derweil dementiert Iran weiterhin, dass man sich in Gesprächen mit der US-Seite befinde, während Trump auf gute Gespräche verweist.

Nach Einschätzung von XTB manifestiert sich unter Marktteilnehmern ein Glaubwürdigkeitsproblem bei Trump. Die Militäroffensive im Iran entwickle sich für den US-Präsidenten zu seinem persönlichen Waterloo, so Marktstratege Jens Klatt.

Der DAX verlor 1,4 Prozent auf 22.301 Punkte, Erdöl der europäischen Sorte Brent verteuerte sich um 2,6 Prozent auf knapp 111 Dollar und näherte sich damit dem Hoch seit Ausbruch des Irankriegs von rund 120 Dollar.

Ein Kursdebakel erlebte im MDAX das Papier von CTS Eventim mit einem Absturz um 23,2 Prozent - trotz von Analysten als stark bezeichneten Geschäftszahlen. Für Verstimmung sorgte der Ausblick, bemängelt wurde auch die avisierte Dividendenkürzung. Die Analysten von Baader attestierten ein herausragendes viertes Quartal, das aber von Fehlern in der Finanzkommunikation überschattet worden sei. Die DZ sprach von einem völlig überzogenen Kursrückgang. Die negative Reaktion sei dem Ausblick und daran anschließenden Fragen über die mittelfristigen Wachstumsraten geschuldet gewesen.

Ebenfalls im MDAX büßten Jungheinrich 5,5 Prozent ein. Während sich die Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr im Rahmen der Erwartungen bewegten, enttäuschte der Dividendenvorschlag. Auch der Ausblick erfüllte die Markterwartungen nicht.

Im DAX lagen BASF erneut auffallend stabil im Markt, diesmal mit einem Aufschlag von 2,7 Prozent, begünstig auch von europaweit gesuchten Roh- und Grundstoffwerten. Symrise stiegen um 1,5 Prozent. BASF hat seine Finanzbeteiligung am britischen Öl- und Gaskonzern Harbour Energy von mehr als 41 auf etwa 35 Prozent reduziert für einen Gesamtbetrag von 252 Millionen Euro. Daneben meldete der Chemieries, dass seine Agrarsparte einen Käufer für seine Produktionsanlagen im Industriepark Frankfurt Höchst gefunden hat. Angaben zum Verkaufspreis wurden nicht gemacht.

SAP gaben um 1,4 Prozent nach. Technologietitel zählten europaweit zu den Schlusslichtern. Die Softwareschmiede verstärkt ihre Business Data Cloud mit einer Übernahme mit der Übernahme von Reltio. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Mit Reltio verfolgt SAP die Strategie, KI in seine Kernprodukte zu integrieren.

Lufthansa gaben um 2,4 Proztent nach. Wie kurz vor Handelsende bekannt wurde, stehen bei den Flugbegleitern der Lufthansa die Zeichen auf Streik. Die Mitglieder der Flugbegleitergewerkschaft Ufo haben in den Urabstimmungen für Arbeitskampfmaßnahmen gestimmt.

Secunet mit der Mitteilung einer gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Dividende je Aktie 3,8 Prozent.

=== 
Index     zuletzt +/- % +/- % YTD 
DAX       22.301  -1,4    -8,9 
DAX-Future   22.481  -1,5    -7,8 
XDAX      22.293  -1,2    -9,3 
MDAX      27.655  -2,2    -9,3 
TecDAX      3.350  -2,1    -7,3 
SDAX      16.338  -1,7    -4,9 
zuletzt        +/- Ticks 
Bund-Future   124,60%  -38 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/gos

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March 27, 2026 13:02 ET (17:02 GMT)

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