DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
MERCEDES-BENZ - Bei Mercedes-Benz hat es in den vergangenen Wochen im Tagesrhythmus Abschiedsmails gegeben. Mehrere Tausend Mitarbeiter haben den Autobauer durch das nun ausgelaufene Abfindungsprogramm verlassen. Das erfuhr das Handelsblatt aus Konzernkreisen. Insider sprechen von rund 5.500 Beschäftigten. Der Konzern wollte die Zahl auf Anfrage nicht kommentieren. In Unternehmenskreisen heißt es, dass das Management mit der Zahl "nicht ganz zufrieden" sei und mit mehr Abgängen gerechnet habe. Eine Sprecherin teilte hingegen mit, dass "die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen erfolgreich" gelaufen sei. Mercedes will die Laufzeit des Programms nicht verlängern. Laut Eingeweihten hatte der Autobauer einen Personalabbau im hohen vierstelligen Bereich angestrebt. (Handelsblatt)
TUI - Tui Cruises muss Reisen absagen, weil nach wie vor zwei von acht Kreuzfahrtschiffen im Persischen Golf festsitzen. Es entstehen Kosten ohne Erlöse. Das Kreuzfahrtschiff Mein Schiff 4 liegt in Abu Dhabi vor Anker, die Mein Schiff 5 in Doha. Der einzige Weg zurück in die Normalität führt durch die Straße von Hormus. Doch die ist durch den Iran blockiert. Tui Cruises, ein Joint Venture von Tui und der amerikanischen Reederei Royal Caribbean, musste mehrere Reisen mittlerweile streichen. Weitere Absagen dürften folgen. (Handelsblatt)
TUI - Fast 400 Flussschiffe fahren mit Urlaubern in Europa. Tui will auf Rhein, Main und Donau stärker mitmischen - fokussiert sich aber zunächst auf britische Gäste. Das "versteckte Deutschland" wolle sie Urlaubern zeigen, sagt Katy Berzins. Nicht Elbphilharmonie, Brandenburger Tor und Schloss Neuschwanstein, sondern Loreleyfelsen, Cochemer Reichsburg, Dom von Speyer. Gerade ließ Berzins mit der "Tui Aria" am Mainufer vor der Frankfurter Hochhauskulisse Schiff Nummer sechs taufen, 2028 will sie schon das zehnte Schiff losschicken. Mircea Tudose, Tui-Verantwortlicher für Expansionsfelder, nennt die Flussschiffe einen "aufstrebenden Stern" im Reisegeschäft. Es wäre kein Problem, statt bald zehn Schiffen eines Tages 50 zu füllen. Laut IG River Cruise waren zum Jahreswechsel 386 Urlauberschiffe mit 58.200 Betten unterwegs - die meisten auf Rhein, Main und Donau. Kleinere Flotten gibt es auf dem Duoro in Portugal sowie auf Seine und Rhone in Frankreich. (FAZ)
DEUTSCHE POST - Der Investor 7Square Partners erhebt schwere Anschuldigungen gegen die Deutsche Post AG, die zum DHL-Konzern in Bonn gehört. 7Square habe "umfangreiche Evidenz" über das Vorliegen einer "breit angelegten und gezielten Gesamtverdrängungsstrategie", welche die Post im Briefmarkt "seit spätestens 2010 verfolgt", um Konkurrenten auszuschalten. So steht es in einem Schreiben des Investors an die Aufsichtsratsvorsitzende des DHL-Konzerns, Katrin Suder, das der FAZ vorliegt. 7Square mahnt darin eine dringende Aufklärung durch den Aufsichtsrat an. In dem Rechtsstreit geht es um eine mögliche Schadenersatzzahlung in Milliardenhöhe, die DVS von der Post erstreiten will. Die Auseinandersetzung dreht sich um die Frage, ob die Deutsche Post fälschlicherweise Sendungen als Dialogpost (Werbung) deklariert, zu billigeren Preisen transportiert und so ihren Wettbewerbern geschadet hat. "Wir haben zu dem Thema nichts Neues zu sagen, denn der Sachverhalt ist seit Längerem bekannt", sagte eine Post-Sprecherin. (FAZ)
AUDI - Beim Autobauer Audi wächst die Nervosität angesichts möglicher weiterer Sparmaßnahmen im Konzernverbund von Volkswagen. Auslöser ist eine Äußerung von CEO Gernot Döllner, der trotz bestehender Vereinbarungen zusätzlichen Handlungsbedarf nicht ausschloss. Döllner erklärte im Rahmen der Bilanzpressekonferenz zwar, die im März 2025 geschlossene Zukunftsvereinbarung böte derzeit eine ausreichende Grundlage. Diese sieht unter anderem den Abbau von bis zu 7.500 Stellen bis Ende 2029 sowie Investitionen von rund 8 Milliarden Euro in deutsche Standorte vor. Zugleich betonte er jedoch, dass aus Konzernsicht weitere Anstrengungen nötig sein könnten, die über die getroffenen Vereinbarungen hinaus gehen. Diese Aussage sorgt innerhalb der Belegschaft für Unruhe. Der Betriebsrat kritisiert, dass während der laufenden Umsetzung bereits neuer Spardruck aufgebaut werde. (Automobilwoche)
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April 07, 2026 01:10 ET (05:10 GMT)
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