Nach Einschätzung von SMC-Research ist das Jahr 2025 bei der 3U Holding AG insgesamt enttäuschend verlaufen. Insbesondere verweist der SMC-Analyst Adam Jakubowski auf die sehr deutliche Ergebnisverschlechterung infolge operativer Schwächen in zwei Segmenten und hoher Restrukturierungskosten. Für 2026 werde zwar eine spürbare Verbesserung erwartet, doch die entscheidende Frage seit die nach der Stabilisierung des SHK-Segments. Bis dahin bleibe das Urteil bei "Hold".
Die 3U Holding AG habe den Geschäftsbericht für 2025 veröffentlicht und die bereits zuvor kommunizierten vorläufigen Zahlen bestätigt. Demnach sei der Umsatz um 5,0 Prozent auf 53,0 Mio. Euro gesunken, wofür teils geplante Faktoren und teils die operative Schwäche im SHK-Segment sowie teilweise auch im ITK-Segment verantwortlich gewesen seien. Der Umsatzrückgang, verbunden mit höheren Kosten infolge der Empur-Übernahme und der im Jahresverlauf eingeleiteten Restrukturierung, habe zu einer deutlichen Verschlechterung der Ergebnissituation geführt. Das EBITDA sei von +3,8 auf -3,7 Mio. Euro gefallen, das EBIT von +0,1 auf -8,0 Mio. Euro und das Nettoergebnis von +0,7 Mio. Euro auf -8,9 Mio. Euro.
Aus Sicht von SMC-Research sei das Ergebnis insgesamt enttäuschend ausgefallen, zumal das Jahr ursprünglich mit ehrgeizigen Wachstumsplänen begonnen habe. Dazu habe auch eine geplante große Übernahme im SHK-Segment gehört, mit der die Voraussetzungen für einen Börsengang der Tochter Selfio hätten geschaffen werden sollen. Der Abbruch der weit fortgeschrittenen Verhandlungen sei neben der anhaltend schwierigen Marktlage maßgeblich dafür verantwortlich gewesen, dass 3U die Perspektiven des Segments neu bewertet und daraufhin die Restrukturierung eingeleitet habe. Ziel sei es, die Breakeven-Schwelle deutlich abzusenken, um auch bei geringerer Größe profitabel arbeiten zu können.
Diese Restrukturierung sei inzwischen weit fortgeschritten und vor allem kostenseitig größtenteils bereits im Jahr 2025 verarbeitet worden. Dies habe zwar zu hohen Restrukturierungskosten geführt, sollte aber ab 2026 die Gewinn- und Verlustrechnung entlasten. Ob dies ausreiche, um das Segment ab 2027 wieder in die Gewinnzone zu führen, bleibe jedoch abzuwarten, so die Analysten.
Positiv hervorgehoben werde von SMC-Research die weitgehend planmäßige Umsetzung des Repowering-Vorhabens in Langendorf. Nachdem die neuen Anlagen seit Februar vollständig im Betrieb seien, werde diese Maßnahme im laufenden Jahr zu einer Verdopplung der hochmargigen Umsätze im Segment Erneuerbare Energien beitragen und damit auch das geplante Wachstum der Konzernerlöse auf 55,0 bis 60,0 Mio. Euro ermöglichen. Zu der zugleich angestrebten deutlichen Verbesserung des EBITDA auf 6,0 bis 8,0 Mio. Euro sollen alle drei Segmente beitragen, wobei Erneuerbare Energien das Wachstum liefern und SHK sowie ITK von einem veränderten Umsatzmix, geringeren Kosten und dem Wegfall der Restrukturierungsbelastungen profitieren sollen.
Bezüglich der Verlustreduktion im SHK-Segment bleibe SMC-Research jedoch vorsichtig und kalkuliere lediglich mit einem EBITDA von 4,8 Mio. Euro, womit die Schätzung unterhalb der Unternehmensprognose liege. Daraus resultiere eine EBIT-Erwartung von -2,1 Mio. Euro sowie ein Nettoergebnis von -4,6 Mio. Euro. Für die Folgejahre werde weiterhin von einem deutlichen Umsatzwachstum sowie schrittweise steigenden Margen ausgegangen, wobei zusätzliche Maßnahmen zur Erweiterung der Stromerzeugungskapazitäten bislang noch nicht berücksichtigt worden seien.
Ein weiteres Risiko für das laufende Jahr ergebe sich aus dem deutlich gesunkenen Bitcoin-Kurs. Die von 3U gehaltene Position liege derzeit rund 21 Prozent im Minus und dürfte per Ende März zu hohen Abschreibungen führen. Für das Bewertungsmodell bleibe dies zunächst ohne Auswirkungen, weil SMC-Research das Bitcoin-Engagement nicht in das operative Modell integriert habe, sondern zum Modellergebnis analog zum Verfahren bei nicht betriebsnotwendiger Liquidität addiere. Und diesen Ansatz habe man bereits im März an den gesunkenen Marktwert angepasst.
Nach der Aktualisierung der Schätzungen und der Umstellung des Modells auf das neue Basisjahr 2026 habe sich das Kursziel auf 1,80 Euro erhöht. Trotz des weiterhin signalisierten Aufwärtspotenzials bleibe SMC-Research bei dem Urteil "Hold", da zunächst abgewartet werden solle, bis die Fortschritte der Sanierung im SHK-Segment auch in den Zahlen sichtbar würden.
(Quelle: Aktien-Global-Researchguide, 16.04.2026 um 12:30 Uhr)
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Die dieser Zusammenfassung zugrundeliegende Finanzanalyse wurde am 16.04.2026 um 11:40 Uhr fertiggestellt und am 16.04.2026 um 12:15 Uhr veröffentlicht.
Sie kann unter der folgenden Adresse eingesehen werden: https://www.smc-research.com/wp-content/uploads/2026/04/2026-04-16-SMC-Update-3U-Holding_frei.pdf
Die mit dem Ausgangsdokument verbundene Offenlegung der Interessenkonflikte findet sich im Anhang / Disclaimer des Dokuments.




