Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Krieg im Nahen Osten und der damit einhergehende Anstieg der Energiepreise stellen aus Sicht der Eurozone einen negativen Angebotsschock dar, der das Wirtschaftswachstum mindert und die Inflation erhöht, so die Analysten der DekaBank.Entsprechend seien die Auswirkungen auf den Deka-EZB-Kompass gegensätzlicher Natur, mit einem Rückgang der Konjunktursäule und einer Zunahme der Inflationssäule. Insgesamt habe der Kompass im März auf 14,8 Punkte zugelegt. Er deute damit eine mögliche Erhöhung der Leitzinsen an, gebe aber noch kein ausreichend klares Signal, um dem auch Taten folgen zu lassen. Insofern stehe er in Einklang mit der Botschaft zahlreicher Ratsmitglieder im Vorfeld dieser Sitzung. Die Implikationen des Krieges für den mittelfristigen Inflationsausblick seien noch mit zu großer Unsicherheit behaftet, um eindeutige Schlussfolgerungen für die Geldpolitik zu ziehen. Eine deutliche Mehrheit der Notenbanker dürfte deshalb dafür votieren, die Leitzinsen noch einmal unverändert zu lassen. Kontroverser dürfte dagegen sein, mit welchen Worten man diese Entscheidung kommunizieren sollte. Denn trotz anderslautender Beteuerungen der EZB würden Marktteilnehmer und andere Beobachter versuchen herauszuhören, inwieweit zukünftige Leitzinserhöhungen bereits vorprogrammiert seien. (28.04.2026/alc/a/a) ...Den vollständigen Artikel lesen ...
© 2026 anleihencheck.de

