DJ Evotec-Ergebnis nach hohem positiven Vorjahreseffekt negativ
DOW JONES--Evotec hat das erste Quartal wie zu erwarten mit einem deutlichen Umsatzrückgang beendet und operativ rote Zahlen geschrieben. Im Vorjahr hatte ein Einmalerlös aus der Sandoz-Lizenz die Zahlen angetrieben, dies sei der wesentliche Grund für die schwächere Zwischenbilanz, erklärte das in der Wirkstoffforschung für die Pharmabranche tätige Hamburger Unternehmen. Dämpfend wirkten in Teilen auch negative Währungseffekte. Bestätigt wurde unterdessen die Jahresprognose.
"Im weiteren Jahresverlauf erwarten wir eine Verbesserung der Geschäftsentwicklung von Evotec, unterstützt durch eine Erholung des Marktumfelds", sagte CEO Christian Wojczewski. Auch dürften sich die D&PD-Aktivitäten stabilisieren, also die Bereiche Wirkstoffforschung und präklinische Entwicklung.
Das Umbauprogramm Horizon, in dessen Rahmen die laufenden Kosten um rund 75 Millionen Euro und die Belegschaft um bis zu 800 Mitarbeiter reduziert werden sollen, sei in die aktive Umsetzungsphase gegangen, erklärte Evotec. Im ersten Quartal seien Rückstellungen für Restrukturierungskosten in Höhe von 75 Millionen Euro gebildet worden - im Wesentlichen für Abfindungen sowie für Wertminderungen von Sachanlagen. 20 bis 30 Prozent der geplanten Einsparungen sollen bereits in diesem Jahr realisiert werden.
Begleitend zu Horizon hat Evotec eine umfassende Prüfung strategischer Optionen auf Konzernebene eingeleitet. Geklärt werden soll, wie das Portfolio, die Kapitalstruktur sowie die langfristige Eigentümerstruktur bestmöglich für eine nachhaltige langfristige Wertschöpfung ausgerichtet werden können.
Im ersten Quartal ging der Konzernumsatz von 200 Millionen auf 156,6 Millionen Euro zurück. Das bereinigte Konzern-EBITDA fiel mit minus 21,9 Millionen Euro negativ aus, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Plus von 3,1 Millionen Euro zu Buche gestanden hatte. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung wurden auf 10,1 (Vorjahr: 14,9) Millionen Euro zurückgefahren.
Für 2026 bestätigte Evotec das Ziel, Umsatzerlöse in der Größenordnung von 700 bis 780 Millionen Euro zu erzielen und ein bereinigtes Konzern-EBITDA zu erwirtschaften, das mindestens ausgeglichen ist und maximal 40 Millionen Euro erreicht.
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May 06, 2026 05:29 ET (09:29 GMT)
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